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Der achte Tag

Es ist uns nicht so bewusst, aber Licht vertreibt das Dunkel. Eigentlich ist es egal, ob es die Taschenlampe am Handy, die Sonne am Tag, der Mond in der Nacht oder ganz schlicht das elektrische Licht ist. Licht besiegt die Dunkelheit. Und so wird in der Osternacht ein Feuer angezündet.

Jesus, so sagt es uns, vertreibt das Dunkle in unseren Herzen.

Denn er ist …

… lassen wir Johannes erzählen. Eine seiner genialen Geschichten. Hört und seht.

Kannst du dich erinnern, dass die Heilige Woche eine besondere Woche ist?

Klar, da wird ja Jesu Tod und Auferstehung gefeiert. Aber die Heilige Woche ist deshalb speziell – weil sie acht Tage hat.

Der Ostersonntag ist der achte Tag. Er sagt uns: Es gibt mehr als unsere Zeit. Es gibt mehr als unser Denken. Es gibt Gott, der einfach mehr ist. Jesus hat Gott, seinem und unserem Vater vertraut, der größer ist als alles. Er wird alles gut machen, auch wenn wir das nicht begreifen, in seiner Zeit, am achten Tag.

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3. Klasse Corona Projekt

Ostern erfahren

Die Sache mit Ostern – dass das Leben stärker ist als der Tod, dass Gott wirklich alles gut macht – davon gibt es einige Geschichten in der Bibel.

Lukas präsentiert davon die erste überhaupt und setzte damit Massstäbe für andere Evangelisten.

Aber hört und seht, was er erzählt.

Wer könnte das wohl sein? Alles klar, ihr wisst es schon. Dann mal weiter.

Super! Ich liebe diese Bibelstelle! (Das ist Sarkasmus) Lukas schreibt, dass Jesus den Jüngern hier alles erklärt hat, den Sinn von praktisch allem – aber er sagt nicht, was Jesus genau gesagt hat. Das hätte es sein können, die große Erkenntnis, warum, wieso, weshalb. Lukas erzählt uns nur, wie es den Jüngern damit ging.

Seht selbst:

Schon klar, oder das ist eine Geschichte über die Eucharistie bzw. das Abendmahl: „Brot nehmen, danken, brechen, geben“ – das sind die Stichworte.

Die Jünger sind nicht traurig, obwohl sie Jesus nicht mehr sehen. Denn Jesus ist immer noch da, aber nicht mehr in menschlicher Gestalt. Habt ihr die Antwort gefunden?***

Und nun – DAS LIED!

Danke an Johannes, Christina und Manuela!

Ich hoffe übrigens, dass ihr fleißig die Homepages unserer evangelischen und katholischen Kirche besucht, da ist echt was los.

Heute gibt es auch noch was von der katholischen Pfarrjugend. Der Link zu Youtube wird über alle möglichen Wege weitergegeben, schaut gerne noch mal später hier vorbei oder auf die Homepage der Pfarrei.

Was ich komplett verschnarcht habe: Auch die Landjugend ist aktiv, hier der Link:

Die Landjugend

Und jetzt noch was vom Ostersonntag Morgen um 9.00 Uhr, mitten in Mintraching, auf der Kirchenstraße, und ich war´s nicht:

So kann man als Autofahrer, Radlfahrer oder Fußgänger die wichtigsten News mitbekommen. Super!

*** Der auferstandene Jesus ist im gebrochenen Brot mitten unter uns.

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Das Making-of der Evangelien

Hast du schon mal „Stille Post“ gespielt? Dann weißt du, dass sich so ein Satz ziemlich schnell verändert, wenn er nur erzählt wird.

Und du hast sicher schon mal was vergessen.

Dagegen hilft eines ganz bestimmt: Aufschreiben!

Das dachten sich die Evangelisten auch und so haben sie die Jesusgeschichten aufgeschrieben.

Die Namen der Evangelisten kennst du bestimmt:

Der erste Evangelist

Markus war der erste, der auf die Idee kam, eine Geschichte von allem über Jesus aufzuschreiben. Er kam auch auf die Idee, diese Geschichte „Evangelium“ zu nennen.

Aber, schauen wir Markus doch bei der Arbeit zu!

(Kurze Entschuldigung bei den Fachleuten: Die Bilder sind nicht exakt Geschichten von Markus. Sorry. Ging nicht anders. Es geht ums Prinzip)

Hoppla – da schreibt doch wer ab?

Markus, Matthäus und Lukas haben ziemlich viele Geschichten gleich. Oft stimmt sogar der Wortlaut und die Reihenfolge.

Na, jetzt könnt ihr euch denken, was Lehrer*innen auch oft denken, wenn bei Probearbeiten zwei Arbeiten gleich sind:

Matthäus und Lukas haben bei Markus abgeschrieben!

Beim Kibiwe 2017 haben wir Lukas bei der Arbeit zugeschaut. Seht ihr die vielen Rollen an seinem Schreibpult? Er hat sie „Quellen“ genannt: Quellen, das hat hier gar nichts mit Wasser zu tun. Das sind Schriften, bei Lukas sind das Schriften über Jesus, die er gesammelt hat. Eine davon war auch der Markus.

So hat es auch Matthäus gemacht, unabhängig von Lukas. Die beiden haben nicht voneinander abgeschrieben.

Inzwischen haben die Forscher eine Idee, wie die drei Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas zusammenhängen könnten. Schaut selbst!

Jetzt fragst du vielleicht – stop, da fehlt doch Johannes! Was ist mit dem?

Johannes kannte wahrscheinlich die anderen Evangelien, aber er hat seinen ganz speziellen Stil und seine ganz eigenen Geschichten über Jesus. Leider können wir ihm nicht so gut über die Schulter gucken wie Lukas damals beim Kibiwe 2017!

Ungefähr 40 Jahre bis 70 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung entstanden unsere Evangelien.

Was wir in Wirklichkeit nicht wissen: Wie die Evangelisten tatsächlich geheißen haben! Die Namen wurden ihnen erst später gegeben.

Übrigens: Den Evangelisten werden Symbole zugeordnet: Engel (Matthäus), Adler (Johannes), Stier (Lukas) und Löwe (Markus). Hier umranden sie Jesus. Das Kreuz hängt im kleinen Saal im katholischen Pfarrzentrum.

Und natürlich gibt es für alle vier schicke Abkürzungen: Mt, Mk, Lk, Joh.

Erklären muss ich die nicht, oder?

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3. Klasse Corona Projekt

Eine Schrift, die uns Linkshändern gefällt

(Eigentlich wollte ich heute die Geschichte von Joseph fertigerzählen, aber das war technisch nicht umsetzbar)

Das Alte Testament ist ursprünglich in hebräischer Sprache geschrieben worden. Wenn man also die erste Seite so einer Bibel aufschlägt, dann sieht das so aus:

Du siehst schon richtig. Das ist die erste Seite! Erinnerst du dich? Hebräisch wird von rechts nach links geschrieben.

Logischerweise wird also auch ein hebräisches Buch von der anderen Seite her aufgeschlagen!

Gehen wir mal näher ran:

Vielleicht möchtest du versuchen, die einzelnen Buchstaben zu entschlüsseln? Dann hilft dir vielleicht dieser Überblick über das hebräische Alphabet:

Vermisst du irgendwelche Anlaute im hebräischen Alphabet?

Richtig, es gibt keine Großbuchstaben oder Kleinbuchstaben. Einige Buchstaben haben aber zwei Schreibweisen, das hast du schon bemerkt. Und sonst?

Hmmm …

Genau, es fehlen die Vokale, also a, e, i, o, u. Die werden in der hebräischen Schrift nicht aufgeschrieben, aber natürlich werden sie gesprochen, wenn man hebräisch spricht.

Es ist nicht so, dass sie immer fehlen, manchmal springt auch ein anderer Buchstabe ein und steht da, wo ein Vokal sein soll. Beim Wort „Schalom“, das du hier siehst, muss man das „A“ ohne Hinweis sprechen, für das „O“ hat sich das Waw als Ersatzmann gemeldet.

Schalom

Tatsächlich haben Leute irgendwann festgestellt, dass sie schon gerne Hinweise hätten, wie man das jetzt genau ausspricht. Und das sind die Pünktchen und Striche:

Kann man das lesen? Ja, es geht.

Hier kannst du hinein hören, wie jemand den Anfang der Bibel feierlich auf Hebräisch liest. (Danke an denjenigen, der diese Datei zur freien Verfügung gestellt hat)

Das war übrigens die biblische Geschichte vom Anfang der Bibel, hier auf der Homepage.

Übrigens lernen die Kinder in Israel das Hebräische als erste Schrift in der Schule, denn es ist ihre Muttersprache.

So, jetzt noch ein lieber Gruß an meine Lerngruppe der dritten Klasse an der Fürholzer Schule. Ihr bekommt noch Gummibärli von mir und das Ganze hatte was mit Hebräisch zu tun. Der Tag wird kommen, wo ich meine Schuld bezahlen werde.

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Weihnachten-im-Lockdown, Tag 6

Morgen baue ich unsere Krippe auf. Meine Krippenfiguren wollen dir gerne die Weihnachtsgeschichte erzählen und den ersten Teil gibt es heute zu sehen und zu hören:

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas, Teil 1

Lukas erzählt: Damals lebte in dem kleinen Dorf Nazaret eine junge Frau. Sie hieß Maria.

Unsere Krippenfiguren haben wir auf dem Kripperlmarkt in München gekauft

Gott sandte den Engel Gabriel zu Maria. Der Engel sagte: „Sei gegrüßt! Du bist erfüllt von der Gnade Gottes und Gott ist mit dir!“ Maria erschrak. Gleichzeitig aber fragte sie sich: „Warum spricht mich dieser Engel so seltsam an?“ Nun, vermutlich weißt du bereits, was der Engel Maria sagen wird, aber Maria wusste das natürlich nicht.

Gabriel sagte: „Fürchte dich nicht, Maria, du hast bei Gott Gnade und Liebe gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen. Gib ihm den Namen Jesus. Er wird groß sein in den Augen Gottes und ein König sein, wie David es war. Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

Maria fragte: „Wie soll das geschehen?“ und Gabriel antwortete: „Gottes heiliger Geist wird mit dir und über dir sein. So wird auch dein Kind heilig sein und Sohn Gottes genannt werden.“

Lukas erzählt, dass Maria zwar nicht verheiratet, aber schon mit Josef verlobt war. Maria hatte also schon Pläne für ihre Zukunft, andere Pläne. Und jetzt war da dieser Engel mit der Botschaft von Gott: Du sollst die Mutter eines Helden werden! Das würde ihr Leben komplett umkrempeln. Und tief in ihrem Herzen ahnte sie wahrscheinlich, dass das weder bequem noch einfach werden würde. Maria atmete tief durch. Dann sagte sie: „Ich vertraue auf Gott. Es soll geschehen, wie du gesagt hast.“ Daraufhin verließ Gabriel sie wieder.

Hier habe ich das Bild von Kaiser Augustus im Netz gefunden
Augustus war der Nachfolger von Julius Cäsar. Bei Asterix und Obelix kommt er nicht vor, aber in der Bibel.

Das Land, in dem Maria und Josef lebten, gehörte zum großen Weltreich der Römer. Herrscher in diesem Weltreich war der Kaiser, der im fernen Rom lebte. Damals hieß der Kaiser Augustus. Und so erging in jenen Tagen ein Befehl des Kaiser Augustus. Der Befehl lautete: Jeder Bewohner des römischen Weltreiches muss sich in Steuerlisten eintragen lassen. Steuern, das war das Geld, das der Kaiser von seinen Untertanen bekam, und der Kaiser wollte wissen, wie viel Geld er erwarten könnte.

Für Josef und Maria war das nicht ganz so einfach, denn sie konnten sich nicht in Nazaret in die Steuerlisten eintragen lassen. Josef, der Mann von Maria, war nämlich ein ganz ferner Nachkomme von diesem großen König David, den der Engel Gabriel auch schon erwähnt hatte.

Josef und Maria mussten deshalb in die Stadt, aus der dieser König David stammte. Die Stadt hieß Betlehem und man war drei Tage unterwegs, wenn man von Nazaret nach Betlehem musste.

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Weihnachten-im-Lockdown, Tag 9

Heute erzähle ich dir die Weihnachtsgeschichte nach Lukas zu Ende.

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas, Teil 2

In Betlehem waren alle Herbergen voll und es gab dort keinen Platz für Maria und Josef.

Dort, in Betlehem, kam Jesus zur Welt. Maria wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, einen Futtertrog für Tiere.

Ganz in der Nähe waren Hirten. Es war Nacht, aber die Hirten waren noch wach, weil sie auf ihre Herde aufpassen mussten.

Plötzlich wurde es, so schien es, mitten in der Nacht taghell. Die Hirten waren zu Tode erschrocken und fürchteten sich. Ein Engel stand bei ihnen und sagte: „Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine große Freude, die alle Menschen erfahren sollen: Heute ist euch in Betlehem, in der Stadt Davids, der Retter geboren!“

Die Hirten hörten atemlos diese Botschaft von Gott. Und sie fragten sich: Woran würde man diesen Retter wohl erkennen?

Der Engel sagte: „Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt!“ Und plötzlich sahen die Hirten eine unglaublich große Menge an Engeln, die Gott lobten und sagten: „ Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade!“

Dann waren die Engel wieder verschwunden. Die Hirten aber sagten zueinander: „Kommt, lasst uns nach Betlehem gehen und das Kind suchen, von dem die Engel uns erzählt haben!“

Die Hirten machten sich schnell auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in Windeln gewickelt in der Krippe lag.

Die Hirten staunten nicht schlecht über das, was ihnen da passiert war. Ein Retter und Held, den man an den Windeln und einer Krippe erkennen konnte, das, fanden sie, war etwas komplett Neues. Und ihnen, den armen Hirten, hatten die Engel als Ersten die Geburt dieses Kindes verkündet. Maria aber merkte sich alles, was die Hirten zu erzählen hatten.

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Weihnachten-im-Lockdown, Tag 21

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus

Heute und morgen geht es nicht mit der Geschichte von David weiter, weil heute der 6. Januar ist. Am 6. Januar feiern wir das Dreikönigsfest, offiziell heißt es „Erscheinung des Herrn“ und wir hören in der Kirche das Weihnachtsevangelium nach Matthäus.

Schaue und höre! Meine Krippenfiguren erzählen dir jetzt die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus.

Matthäus erzählt: Nachdem Jesus in Betlehem geboren worden war, kamen Männer aus einem Land weit im Osten nach Jerusalem, der Hauptstadt des Landes, in dem Maria und Josef lebten. Sie waren monatelang unterwegs gewesen. Von Beruf her waren sie Sterndeuter und genau deshalb hatten sie sich auf den langen Weg gemacht. Sie fragten die Menschen in Jerusalem: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben gesehen, dass ein neuer Stern, sein Stern, am Himmel aufgegangen ist, und wir sind gekommen, um ihn zu verehren!“

Für den König Herodes musste ich ein Bisserl improvisieren, da ich von ihm keine Krippenfigur habe …

In Jerusalem herrschte damals ein König namens Herodes. (Natürlich war der Kaiser in Rom der oberste Herrscher, aber der spielt bei Matthäus keine Rolle). König Herodes war überhaupt nicht begeistert, als er von diesen Sterndeutern und ihrer Suche nach einem neugeborenen König hörte, und er nahm die Sache ernst. Er rief seine Ratgeber zu sich und fragte sie: „Wo könnte dieser neugeborene König zu finden sein?“ Die Ratgeber antworteten: „Wenn es der neugeborene König ist, der von Gott kommt, dann muss er in Betlehem zu finden sein!“

Herodes ließ die Sterndeuter heimlich zu sich holen. Er fragte sie genau aus, wann dieser neue Stern erschienen war, dann sagte er ihnen: „Geht nach Betlehem und sucht dort dieses Kind. Wenn ihr es gefunden habt, dann kommt zurück zu mir nach Jerusalem und erzählt mir alles. Denn ich will auch nach Betlehem gehen und diesen neugeborenen König verehren.“

Tut mir leid, aber ich muss hier doch folgende Bemerkung machen: Die Sterndeuter waren sicher weise und kluge Leute, aber ich denke mir immer, wenn ich diese Stelle in der Bibel höre, dass sie ziemlich naiv und weltfremd waren. Nicht mal Erstklassler würden auf diesen Trick von Herodes hereinfallen.

Die Sterndeuter machten sich also auf den Weg nach Betlehem und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, der zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war.

Sie gingen in das Haus dort hinein und fanden Jesus und seine Mutter Maria. Sie freuten sich, als sie Jesus sahen, knieten sich hin und verehrten ihn als den neugeborenen König.

Sie hatten auch Geschenke dabei: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Die Münze links ist echtes Gold und derzeit knapp 400 Euro wert, dabei ist sie nur so groß wie das 20-Cent-Stück rechts

„Dieses Kind ist so wertvoll wie Gold,“ dachten sie.

Weihrauch riecht intensiver als alles andere, er kann jeden schlechten Geruch überdecken, besser als jedes Parfüm dieser Welt

„Dieses Kind verbindet uns mit Gott im Himmel so wie der Rauch des Weihrauchs zum Himmel aufsteigt,“ wollten sie damit sagen.

Wenn man Myrrhe erhitzt, dann riecht es so, als ob man in einer Arztpraxis wäre

„Dieses Kind wird die Menschen heilen so wie Myrrhe Menschen heilen kann,“ dachten sie.

Die Sterndeuter kehrten nicht zu Herodes zurück. Nachts im Traum wurde ihnen gesagt, dass sie nicht zu Herodes zurückkehren sollten, und so taten sie es auch nicht. Für ihre Heimreise wählten sie eine andere Route.

Auch Josef hatte einen Traum. Ein Engel warnte ihn vor dem König Herodes. Deswegen nahm Josef Maria und das Kind und floh mit ihnen in ein fernes Land, nach Ägypten. Dort blieben sie, bis König Herodes gestorben war. Danach zogen Josef, Maria und Jesus nach Nazaret.

Hmmm, Betlehem – wurde da nicht auch König David geboren? Und dieser Herodes, der hinter einem neugeborenen König her ist, erinnert der nicht an König Saul?

Lukas und Matthäus haben da ein Bisschen in der Davidsgeschichte abgeschaut, denke ich.

Dieses Jahr gehen die Sternsinger nicht von Haus zu Haus. Dieser Link führt dich auf die Sternsingeraktion 2021 in unserer Diözese München und Freising. Schaue sie dir mit deinen Eltern an, wenn du magst!

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3. Klasse Mosegeschichte - Der Auszug aus Ägypten

Wer bist du, Mose – ein Ägypter oder ein Israelit?

Vorgeschichte

Es ist echt schwierig, Jakobs Familie auf ein einziges Foto zu bekommen. Kibiwe 2008

Die Geschichte von Jakob und seinen zwölf Söhnen kennst du und auch wie es mit seinen zwölf Söhnen weiterging.

Kibiwe 2010

Joseph, den sie in den Brunnen geworfen hatten, stieg in Ägypten von einem einfachen Sklaven zum Herrn über Ägypten auf, der nicht nur ganz Ägypten, sondern auch seine Familie vor dem Hungertod rettete.

Kibiwe 2010

Die Bibel erzählt, dass die ganze Familie samt ihren Herden nach Ägypten auswanderte und sich dort niederlassen durfte.

Es ist ein bisschen seltsam, dass die Bibel nichts über diese Zeit erzählt …

Mehrere Jahrhunderte gingen ins Land. Die Bibel schweigt sich darüber aus, was in dieser Zeit passiert ist.

Die Geschichte, die ich dir ab heute erzähle, beginnt in Ägypten mit den Nachfahren der zwölf Söhne Jakobs. Manchen von euch wird sie bekannt vorkommen: Es ist die Geschichte vom Kibiwe 2019.

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, stammen von Gabi Neubauer. Vielen Dank!

Auf der Baustelle

Kannst du erkennen, was hier auf diesem Bild passiert?

Wenn du denkst: „Das ist eine Baustelle!“, dann liegst du richtig. Hier werden Lehmziegel hergestellt.

Vielleicht siehst du auch, dass die Menschen auf diesem Bild unterschiedlich angezogen sind: Sechs Menschen tragen braune Gewänder, einer aber ist weiß und hellblau gekleidet … Das ist doch ein Ägypter, oder?

Stimmt. Und die anderen sind dann … genau: Das sind die Nachfahren der zwölf Söhne Jakobs.

In Ägypten sind sie zu einem großen Volk geworden und werden Israeliten oder Hebräer genannt.

Es läuft nicht so gut für die Israeliten, wie man auf diesem Bild sieht.

Die Bibel erzählt uns, dass die Israeliten in Ägypten zu Sklaven gemacht wurden. Sie mussten für den Pharao, den König von Ägypten, Ziegel aus Lehm herstellen und Städte bauen.

Und der Ägypter auf dem Bild, das ist der Aufseher, der die Israeliten zur Arbeit antreibt: „Schneller, ihr hebräischen Faulpelze!“ ruft er.

Ahira, hinter ihm Bezaliel, Josua, Kaleb, Aaron, der Aufseher, hinter ihm Oholiab

Ahira ist wütend, aber Aaron geht dazwischen: „Wir werden uns bemühen, Herr!“ sagt er. Aaron weiß: Wenn die Israeliten sich gegen die Ägypter auflehnen, dann wird es nur schlimmer werden.

Den Sohn des Pharao erkennt man mühelos, denke ich. Wer die Ägypter rechts sind, das erkläre ich später

Jetzt kommt der Sohn des Pharaos zur Baustelle. Er überprüft im Namen seines Vaters, des Königs über Ägypten, wie gut die Bauarbeiten laufen.

Der Aufseher verbeugt sich vor dem Sohn des Pharaos und versichert: „Wir werden noch strenger gegen die hebräischen Sklaven vorgehen. Wenn du das nächste Mal kommst, dann werden wir mit dem Bau der Städte fertig sein.“

Im Palast

Der Sohn des Pharao, Isisnofret, Lapis, Oseye und Tachat.

Im Palast des Pharao trifft der Sohn des Pharao seine Mutter Isisnofret. Die Mutter ist stolz auf ihren Sohn, doch dann …

Mose und seine Mutter Isisnofret

… ruft sie noch einen anderen jungen Mann herbei und begrüßt auch ihn: „Komm her, Mose! Geht es dir gut, mein Sohn? Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass du zu mir in den Palast gezogen bist!“

„Mose ist ein Hebräer, man hat ihn in einem Korb im Nil gefunden, er stammt von einem Sklavenvolk ab!“ tuscheln die Hofdamen.

„Er ist ein Ägypter, weil ich seine Mutter bin!“ sagt Isisnofret, dann winkt sie ihren Hofdamen und geht mit ihnen weg.

Die jungen Ägypter üben sich im Bogenschießen, während Mose nachdenkt. „He, Mose, willst du es nicht auch mal versuchen?“ fragt Rehema.

Und Sinuhe sagt: „Was geht in deinem Kopf vor, Mose?“

„Ich denke über die Götter nach,“ sagt Mose. „Wozu gibt es die Götter?“

Rehema sagt: „Wir opfern den Göttern und die Götter machen uns Ägypter reich und mächtig!“

„Sollten die Götter nicht für Gerechtigkeit sorgen? Sollten sie nicht dafür sorgen, dass alle Menschen frei sind?“ fragt Mose.

Rehema, Sinuhe, der Sohn des Pharao und Mose

„Ich weiß schon, warum du das fragst, Mose. Deine Leute, diese Hebräer, sind Sklaven. Sie sind nicht stark und haben keine starken Götter wie wir Ägypter!“ sagt Sinuhe.

Als Mose gegangen ist, sagt Rehema: „Mose mag mit uns im Palast aufgewachsen sein, aber er ist kein Ägypter.“

In einer Hütte der Hebräer

Mose, Jochebed und Mirijam

Was ist das? Mose ist zu Besuch bei einer hebräischen Frau und ihrer Tochter!

Mirijam, Mose, Jochebed, Yael und Hanna

Jochebed begrüßt Mose: „Mein Sohn! Schön, dass du uns besuchst!“

Er scheint dort öfters zu sein, auch die Nachbarskinder kennen ihn. Aber heute haben sie etwas Neues erfahren:

Yael fragt: „Was haben wir da gehört? Mose ist dein Sohn?“ „Das ist eine lange Geschichte,“ sagt Jochebed. Hanna sagt: „Erzähl sie uns!“

Kibiwe 2001

Jochebed erzählt:

„Damals lebte ein finsterer Pharao.

Wir Hebräer lebten schon lange in Eintracht mit unseren ägyptischen Nachbarn, doch der Pharao hatte Angst vor uns.

Er sagte: Die Hebräer sind unsere Feinde! Deshalb machte er uns zu Sklaven und unsere Männer mussten für ihn Städte bauen.

Außerdem befahl er, alle hebräischen Jungen, die geboren wurden, gleich nach der Geburt zu töten.“

Kibiwe 2001

Jochebed erzählt:

„Ich war mit Mose schwanger und als er geboren wurde, versteckte ich ihn drei Monate lang in meiner Hütte. Mirijam half mir dabei.

Aber dann wurde es zu gefährlich und wir konnten ihn nicht mehr beschützen.

Da nahm ich einen Korb, dichtete ihn mit Teer ab, legte meinen Sohn hinein, deckte den Korb zu, ging zum Nil hinab und setzte ihn dort im Fluss aus.“

Kibiwe 2001

Mirijam erzählt:

„Ich fühlte mich so hilflos und konnte es nicht ertragen, dass mein Bruder im Nil ausgesetzt wurde.

Mutter ging zur Hütte zurück, ich aber blieb dort am Nil.

Da kam die ägyptische Prinzessin mit ihren Hofdamen und ich versteckte mich im Schilf.

Die Prinzessin sah den Korb im Nil schwimmen und befahl ihren Hofdamen: Holt mir diesen Korb aus dem Fluss!“

Kibiwe 2001

Mirijam erzählt:

„Sie staunte nicht schlecht, als sie das Baby in dem Korb sah.

Die Hofdamen erkannten, dass es ein hebräisches Kind war, aber die Prinzessin rief: Das ist mein Baby! Ich will es behalten und niemand darf es töten.

Da sprang ich aus dem Schilf und sagte zu der Prinzessin: Gebieterin, brauchst du eine Amme für dieses Baby, die es stillen und großziehen kann?“

Wir haben das ganz modern inszeniert. Mose ist nicht begeistert, dass Mutter seine Geschichte erzählt.

Mirijam erzählt:

„Ich holte schnell Mutter aus der Hütte und stellte sie der Prinzessin vor.

Die Prinzessin sagte zu unserer Mutter: Ich bin froh, wenn du für dieses Baby sorgst. Wenn er drei Jahre alt ist, dann soll er zu mir in den Palast ziehen, denn er ist mein Sohn.

Ich gebe ihm den Namen Mose, denn aus dem Nil habe ich ihn gezogen.“

Screenshot aus dem Video von Harald Renz

Hanna und Yael hat die Geschichte gefallen.

Sie fragen: „Wer bist du, Mose? Bist du ein Ägypter oder ein Israelit?“

Ahira, der Vater von Yael und Hanna, kommt.

„Ah, der Ägypter mischt sich mal wieder unter das Volk,“ sagt er zu Mose.

Dann geht er mit seinen Töchtern nach Hause.

Aaron ist auch von der Arbeit an der Baustelle nach Hause gekommen. Er ist der Bruder von Mirijam und, wie wir jetzt wissen, der Bruder von Mose.

Mose fragt ihn: „Glaubst du an die Götter, Aaron?“

Aaron ist müde von der Arbeit, aber Mirijam gibt Mose eine Antwort:

„Wir glauben nicht an Götter, Mose. Wir glauben an einen einzigen Gott, den Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Jakob. Er hat sich unseren Vätern offenbart und ihnen versprochen uns zu beschützen.“

„Tut er das auch jetzt, dieser Familiengott, oder ist er nur zu schwach um euch zu beschützen?“ fragt Mose.

„Er beschützt uns, Mose, denn du bist ein Hebräer, vergiss das nicht. Er wird uns retten, unser Gott, ich glaube fest daran,“ sagt Mirijam.

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3. Klasse Mosegeschichte - Der Auszug aus Ägypten

Ein jähes Ende und ein neuer Anfang

Wenige Tage später kommt Mose an der Baustelle vorbei, da sieht er Folgendes: Ein hebräischer Sklave ist gestürzt und die Lehmziegel, die er trug, sind zu Bruch gegangen.

Der Aufseher nimmt seine Peitsche und schlägt auf den Sklaven ein.

Da greift Mose ein.

Er geht auf den Aufseher los und schubst ihn zu Boden.

„Du schlägst nicht meine Brüder,“ ruft er. „Hörst du?“

Der Aufseher kann ihn nicht hören.

Der Aufseher ist tot.

„Ich habe ihn umgebracht,“ denkt Mose. „Was soll ich nur tun?“

Mose sieht sich um.

Niemand ist in der Nähe, auch der hebräische Sklave, der gestürzt war, ist nicht zu sehen.

Schnell packt Mose den toten Aufseher, zieht ihn hinter eine Mauer und geht.

Am nächsten Tag kommt Mose wieder an der Baustelle vorbei.

Da sieht er, wie zwei hebräische Männer miteinander kämpfen.

Schnell geht Mose dazwischen und trennt die Streithähne.

„Warum kämpft ihr miteinander?“ fragt er. „Ihr seid doch beide Hebräer und Brüder!“

Der eine, es ist Ahira, antwortet Mose: „Wer hat dich zu unserem Streitschlichter gemacht? Du hast uns gar nichts zu sagen!“und der andere, es ist Elizur, sagt:

„Wir haben doch gesehen, wie du einen von deinen Leuten, den ägyptischen Aufseher, erschlagen hast. Willst du uns auch erschlagen wie ihn?“

Daraufhin flieht Mose aus Ägypten und macht sich auf den Weg in ein fernes Land.

Screenshot aus dem Video von Harald Renz

Er wandert wochenlang durch die Wüste, bis er im Land Midian angekommen ist. Dort macht er an einem Brunnen Rast.

Zwei Mädchen kommen zum Brunnen um Wasser für ihre Herden zu schöpfen. Der Fremde am Brunnen ist ihnen nicht geheuer, besonders, als sie sehen, dass er wie ein Ägypter gekleidet ist.

Aber dann kommen zwei andere Hirten und drängen die Mädchen zur Seite.

„Wir waren zuerst da!“ protestieren die Mädchen.

„Das interessiert uns nicht!“ sagen die Hirten.

Mose steht auf und herrscht die Hirten an: „Die Mädchen waren zuerst da!“

„Aber wenn wir kommen, dann müssen sie eben warten!“ sagen die Hirten. „Wir machen das immer so!“

„Aber nicht heute!“ entgegnet Mose scharf.

Die Hirten wollen keinen Ärger und gehen wieder.

Seba, Zippora und Mose

Mose hilft Zippora und Seba beim Wasserschöpfen, dann gehen die Mädchen und Mose setzt sich wieder an den Brunnen.

Jitro und seine Töchter

Jitro, der Vater von Zippora und Seba, wundert sich: „Warum seid ihr heute früher da als sonst, meine Töchter?“

„Ein Ägypter hat uns geholfen und die anderen Hirten verjagt!“ sagt Seba.

Der Vater wird wütend: „Wollt ihr Schande über die Familie bringen? Benimmt man sich so? Was habe ich euch beigebracht?“

„Du hast Recht, Vater, es kommt nicht wieder vor,“ sagen die Töchter.

„Einen Fremden, noch dazu einen, der euch geholfen hat, lässt man nicht einfach am Brunnen sitzen. Geht zum Brunnen und ladet ihn sofort zum Essen ein. Gastfreundschaft ist in Midian das oberste Gebot!“

Die Töchter tun, was der Vater befohlen hat, und holen Mose.

„Willkommen in meinem Zelt!“ begrüßt Jitro den Mose. „Sei unser Gast, so lange du willst. Fühle dich wie zu Hause.“

So geschah es.

Mose blieb bei Jitro und heiratete Zippora. Er hütete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters und niemand fragte ihn, ob er ein Ägypter oder ein Hebräer wäre.

Er gehörte zu Jitros großer Familie und hatte endlich ein Zuhause gefunden.

Ägypten mit dem Nil, die Halbinsel Sinai und Midian: Hier spielt die Geschichte von Mose
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3. Klasse Mosegeschichte - Der Auszug aus Ägypten

Ein unbequemer Gott

Hast du auch Aufgaben, die unbequem sind?

Und verwendest du auch manchmal Ausreden, warum du diese Aufgaben wirklich nicht machen kannst?

Dann, so vermute ich, wirst du volles Verständnis für Mose haben.

Denn: Es kommt etwas Unbequemes auf Mose zu.

Dabei hat er es doch gerade so schön!

Wo genau dieser Horeb liegen soll, das weiß eigentlich niemand. Heute sagt man, es wäre der Berg Sinai in einer Wüste, die auch Sinai heißt; Fotoquelle: Pixabay

Mose genießt das ruhige Leben in Jitros großer Familie.

Oft ist er tagelang allein in der Wüste mit den Schaf – und Ziegenherden seines Schwiegervaters unterwegs.

Mose ist jetzt nämlich ein Hirte und er liebt diesen Beruf!

So kommt er eines Tages zum Gottesberg Horeb.

Dort ruht er sich im Schatten eines Felsen aus.

„Wie schön das Leben sein kann! Ich bin glücklich und zufrieden! Nach Ägypten gehe ich nie wieder zurück,“ denkt Mose.

Mose sieht in der Nähe einen Dornbusch, der brennt.

„Kein Wunder, bei der Hitze,“ denkt er, „So etwas sieht man gelegentlich.“

Wenig später schaut Mose noch einmal in die Richtung, wo der Dornbusch steht.

Und was sieht er?

Der Dornbusch brennt immer noch.

„Der müsste eigentlich schon längst abgebrannt sein,“ denkt Mose, „ich will mir das mal aus der Nähe anschauen.“

Mose steht auf und geht zu dem brennenden Dornbusch.

Da hört er eine Stimme, die ihn anspricht: „Mose!“

„Hier bin ich,“ antwortet Mose.

„Zieh deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig!“ sagt die Stimme.

Verwundert zieht Mose seine Schuhe aus.

Dann fragt er: „Wer bist du?“

„Ich bin der Gott deiner Väter Abraham, Isaak und Jakob. Ich habe das Klagen meines Volkes in Ägypten gehört und sein Elend gesehen.

Ich bin herabgekommen, um sie aus Ägypten zu befreien und in das Land zu führen, das ich ihnen geben will.

Und jetzt geh! Du sollst mein Volk aus Ägypten herausführen!“

Gott spricht zu Mose aus diesem Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt!

Leider zu einem komplett ungünstigen Zeitpunkt.

Mose hatte doch mit dieser ganzen Sache in Ägypten abgeschlossen.

„Wer bin ich, dass ich das Volk aus Ägypten herausführen könnte?“ fragt Mose.

Ein Bild von der Probe. Da behielt der Darsteller des Mose die Socken an, der Boden ist nämlich sehr kalt.

„Ich bin mit dir und ich sende dich,“ sagt Gott.

Mose ist überhaupt nicht davon überzeugt, dass er der Richtige für diese Aufgabe ist:

„Gut, ich gehe also zu den Israeliten und sage ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich gesandt, ich soll euch aus Ägypten herausführen.

Dann werden sie mich fragen: Wie heißt dieser Gott?“ entgegnet Mose.

Ganz unten steht auf diesem Windlicht vom Kibiwe 2019 der Gottesname

Da antwortet Gott:

„Ich bin der ICH-BIN-FÜR-EUCH.

Das ist mein Name für alle Zeit: ICH-BIN-FÜR-EUCH!

Wenn die Israeliten auf dich hören, dann geh zum Pharao und sage ihm: Lass mein Volk frei!“

Mose startet einen neuen Versuch:

„Herr, ich bin keiner, der gut reden kann. Das konnte ich nie von Kindheit an!“

„Wer hat den Menschen die Sprache gegeben, wenn nicht ich, der ICH-BIN-FÜR-EUCH?“ fragt Gott.

Mose versucht es mit Bitten:

„Herr, bitte, schick doch einen anderen!“

Kann die Stimme Gottes genervt klingen?

Ich weiß es nicht, aber Gott antwortet:

„Hast du nicht einen Bruder Aaron? Er ist bereits auf dem Weg zu dir. Du wirst ihm sagen, was er zum Volk zu reden hat.

Und nimm deinen Stab mit, du wirst ihn brauchen!“

Als Mose mit seinen Herden zu den Zelten seines Schwiegervaters zurückkehrt, ist tatsächlich sein Bruder Aaron schon da.

Aaron ist ein guter Erzähler.

Seba, Jitro und Zippora hören ihm gerne zu.

Jitro und Zippora merken sofort, dass mit Mose irgendetwas nicht stimmt.

„Warum bist du schon so früh zurück?“ fragt Jitro.

Mose schaut Aaron an:

„Der Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Jakob hat zu mir gesprochen.

Er hat gesagt: Geh! Du sollst mein Volk aus Ägypten herausführen.

Und du, Aaron, sollst für mich zum Volk und zum Pharao sprechen.“

So machen sich Mose, Zippora und Aaron auf den Weg nach Ägypten.

Du weißt ja, dass wir von Gott nur in Bildern sprechen können.

Ein Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt, das ist schon ein seltsames Bild für Gott, oder?

Dornen und Feuer sind unbequem: Man sollte sie nicht anfassen und Abstand halten.

Etwas, das brennt, aber nicht verbrennt, das brennt für immer und ewig.

Gott hat eine unbequeme Aufgabe für Mose und er lässt seine Ausreden nicht gelten.

Kibiwe 2019

Aber eine gute Sache hatte es doch, dass Mose mit Gott dort am Horeb rumdiskutiert hat.

Gott nannte ihm seinen Namen: ICH-BIN-FÜR-EUCH.

Das klingt in meinen Ohren nach einer echt guten Botschaft.

Quelle: Pixabay

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