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Die gute Nachricht

Das Wort Evangelium hast du bestimmt schon mal gehört.

Es ist ein griechisches Wort und man kann es ins Deutsche übersetzen: Evangelium heißt gute Nachricht.

Unsere Geschichte heute hat der Evangelist Johannes aufgeschrieben und sie spielt in Jerusalem.

Am Abend des Ostertages versammeln sich die Jünger und Jüngerinnen in einem großen Raum in Jerusalem.

„Schließ die Tür, Philipp“, sagt Petrus.

„Warum?“ fragt Philipp.

„Es soll niemand mitbekommen, dass wir uns hier versammelt haben“, antwortet Petrus.

„Wir sind die Jünger und Jüngerinnen von Jesus“, fügt Jakob hinzu, „Wir haben Feinde hier in Jerusalem.“

Also schließt Philipp die Tür.

Die Jünger und Jüngerinnen reden miteinander.

Sie sprechen über das, was sie mit Jesus erlebt haben.

Sie beten miteinander.

Und plötzlich ist Jesus in ihrer Mitte.

Jesus sagt: „Der Friede sei mit euch!“

Jesus zeigt ihnen die Stellen an seinen Händen und an seiner Seite, wo man noch die Narben seiner Wunden sehen kann.

Die Jünger und Jüngerinnen freuen sich, dass Jesus mitten unter ihnen ist.

Jesus sagt: „Erzählt den Menschen von Gott, unserem Vater, wie ich es getan habe. Verkündet ihnen die gute Nachricht: Gott wird alles gut machen!“

Jesus haucht sie an und sagt: „Ich schenke euch meinen Heiligen Geist. Er wird immer bei euch sein.“

Ein Jünger fehlt übrigens (Judas ist dabei nicht gemeint).

Welcher Jünger ist das wohl?

Es klopft. Zuerst sind die Jünger und Jüngerinnen etwas erschrocken, aber dann hören sie das vereinbarte Klopfzeichen.

Es ist einer von ihnen!

Jakob öffnet die Tür.

Es ist Thomas!

Er sagt: „Ich komme ein bisschen spät, ich war noch einkaufen, schaut mal, was ich euch mitgebracht habe …“

„Wir haben Jesus gesehen!“

rufen ihm die anderen Jünger und Jüngerinnen zu,

„Du hast etwas verpasst!“

Was wird Thomas den anderen Jüngern und Jüngerinnen antworten?

Thomas sagt:

„Wenn ich nicht die Stellen an Jesu Händen gesehen habe, wo man die Narben von seinen Wunden sieht, und wenn ich nicht die Narbe an seiner Seite berührt habe, glaube ich gar nichts!“

Warum der Thomas wohl den anderen Jüngern und Jüngerinnen nicht geglaubt hat?

Wie es ihm wohl dabei ergangen ist und was er sich gedacht hat?

Eine Woche später versammeln sich die Jünger und Jüngerinnen wieder.

Sie reden miteinander.

Sie sprechen über das, was sie mit Jesus erlebt haben.

Sie beten miteinander und Thomas ist dabei.

Da ist Jesus plötzlich wieder in ihrer Mitte.

Jesus sagt: „Der Friede sei mit euch!“

Jesus sagt:

„Komm her, Thomas. Sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und berühre meine Seite. Glaube auch du, Thomas, und vertraue auf Gott!“

Thomas antwortet Jesus:

„Du bist mein Herr und mein Gott, Jesus!“

Jesus sagt:

“ Du kannst glauben, weil du mich gesehen hast. Glücklich sind aber, die mich nicht sehen und doch glauben!“

Thomas durfte Jesus sehen.

Aber der Evangelist Johannes schrieb die Geschichte für seine Leute damals, denen es so ging wie es uns geht:

Wir glauben, obwohl wir Jesus nicht sehen.

Und Jesus meint: Die gute Nachricht glauben macht glücklich!

Die gute Nachricht lautet:

Das Gute ist stärker als das Böse, das Leben ist stärker als der Tod. Gott wird alles gut machen.