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Gott - so fern und doch so nah

Eine „seltsame“ Sprache, die wir alle gerne benutzen

Beginnen wir mit einem Rätsel:

Du siehst hier links drei Namenwörter (Nomen) und ein Tunwort (Verb) und rechts vier Eigenschaftswörter (Adjektive).

Du musst immer ein Namenwort beziehungsweise das Tunwort links mit einem Eigenschaftswort rechts verbinden, damit daraus ein neues Wort entsteht.

Versuche es erst mal selber!

Und hier kommt die Auflösung:

Bestimmt kommen dir diese Wörter bekannt vor.

Aber hast du mal über diese Wörter nachgedacht?

Fotoquelle: Pixabay

Stell dir mal vor, ein Fußballspiel geht 16:1 für deine Mannschaft aus. Der Trainer ruft: „Wir haben haushoch gewonnen!“

Grübelst du dann nach, was der Trainer jetzt plötzlich mit einem Haus im Sinn hat und was das mit Fußball zu tun haben soll?

Stell dir mal vor deine Lehrerin sagt Folgendes: „Zwei plus zwei sind vier! Das ist doch sonnenklar!“

Zerbrichst du dir dann darüber den Kopf, was die Sonne jetzt plötzlich mit Rechenaufgaben zu tun haben soll? Überlegst du, ob die Lehrerin etwa geistig verwirrt ist?

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Stell dir mal vor, deine Klasse stellt sich im Gang für den Sportunterricht an. „Wir sind jetzt alle mäuschenstill!“ sagt die Lehrerin.

Wunderst du dich dann ein bisschen und fragst du dich: Hält uns unsere Lehrerin jetzt für Mäuse? Braucht sie vielleicht eine Brille?

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Ein Kind hat sein Zimmer nicht aufgeräumt, weil es einfach keine Lust hat. Die Mutter ist verzweifelt: „Wie kann man nur so stinkfaul sein?“

Findest du es dann seltsam? Meint die Mutter vielleicht, dass ihr Kind unangenehm riecht? Aber was soll das damit zu tun haben, dass das Kind einfach keine Lust hat sein Zimmer aufzuräumen?

Sind alle verrückt geworden?

Oder hast auch du schon mal diese Art von Sprache verwendet?

Diese Art von Sprache nennt man „bildhafte Sprache“ und wir verwenden sie sehr sehr oft in unserem Leben.

Wir verwenden diese Sprache, wenn wir unsere Gefühle ausdrücken wollen.

Beim Fußballspiel wollte der Trainer seine Freude und seinen Stolz über den Sieg seiner Mannschaft ausdrücken.

Bei der Rechenaufgabe wollte die Lehrerin sagen, dass die Aufgabe wirklich ganz leicht ist.

Vor der Sportstunde wollte die Lehrerin betonen, dass es jetzt ganz wichtig ist leise zu sein.

Und die Mutter, die war einfach stinksauer – hoppla, das ist ja auch bildhafte Sprache und das gleich doppelt!

Bildhafte Sprache verstehen wir also meistens nicht wörtlich und wir verwenden sie, ohne darüber nachzudenken.

Und dazu brauchen wir sie:

Ich habe versucht, für jedes Gefühl ein Bild zu malen. Kannst du die Bilder den Gefühlen unten zuordnen? Gar nicht so einfach, das Finden von Symbolen und das Erraten!

Wir brauchen bildhafte Sprache um unsere Gefühle auszudrücken:

Liebe, Wut, Staunen, Enttäuschung, Freude, Glück, Trauer, Erleichterung …

Übrigens: Fast alle Schimpfwörter sind bildhafte Sprache. Beispiele gibt es dazu von mir nicht, tut mir leid.

Wenn wir nicht bildhaft sprechen, dann sprechen wir in wörtlicher Sprache. Ist ja logisch, oder?

Magst du mal ausprobieren, ob du bildhafte und wörtliche Sprache unterscheiden kannst? Dann drücke auf diesen Link.

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Wenn man sich in Chats gegenseitig Nachrichten schickt, dann helfen einem diese kleinen Bildchen um dem anderen seine Gefühle mitzuteilen.

Mit Bildern oder bildhafter Sprache lassen sich Gefühle eben am besten ausdrücken.

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Ohne bildhafte Sprache geht es nicht!

Schau dir diese Bilder an und lies auch, was sie bedeuten sollen!

Entdeckst du, was alle diese Begriffe und Bilder gemeinsam haben?

Es sind alles Namenwörter (Nomen).

Alle diese Sachen gibt es schon lange Zeit. Es ist nichts Neues dabei wie Computer oder Waschmaschine.

Und sie sind alphabetisch geordnet (das war aber das Computerprogramm, das das gemacht hat).

Aber es steckt da noch mehr dahinter …

Stellen alle Begriffe Personen oder Berufe dar? Nein.

Stellen alle Begriffe Tiere dar? Nein.

Stellen alle Begriffe Lebewesen dar? Nein.

Man muss ein Bisschen um die Ecke denken und sich daran erinnern, dass es hier irgendwie um Religion geht und die Begriffe alt sind …

Dann denkt man sich vielleicht:

Diese Begriffe stehen bestimmt alle in der Bibel!

Richtig!

Diese Begriffe kommen in der Bibel vor.

Aber das ist noch nicht alles.

In der Bibel werden diese Begriffe an unterschiedlichen Stellen als bildhafte Sprache verwendet, um über jemanden zu reden, den man eigentlich nicht sehen kann …

Jetzt weißt du es, oder?

Alle diese Begriffe verwendet die Bibel um über Gott zu sprechen.

Manche dieser Begriffe, um über Gott zu sprechen, kommen dir vielleicht bekannt vor, aber …

… jetzt mal ehrlich:

Wie kann man Gott denn mit Lauge, also mit Seife vergleichen?

Nun, Seife braucht man zum Saubermachen. Wenn die Bibel Gott mit Seife vergleicht, dann will sie damit sagen: Gott verzeiht den Menschen, wenn sie Schlechtes tun. Er macht sie wieder gut und sauber, wie es Seife eben tut.

Aber das mit der Henne ist doch nicht ernst gemeint, oder?

Oh doch.

Jesus hat Gott mit einer Henne verglichen. Er wusste: Wenn eine Henne Küken hat und ein Raubvogel angreift, dann nimmt die Henne die Küken unter die Flügel und verteidigt sie: Gott will die Menschen beschützen wie eine Henne ihre Küken, sagt Jesus.

Findest du bei dem einen oder anderen Bild für Gott, das in der Bibel steht, selbst heraus, was es über Gott sagen will?

Die Bibel weiß:

Gott ist eigentlich ein großes Geheimnis.

Kein Menschen kann ihn wirklich sehen, niemand kann ihn anfassen und genau sagen wie Gott ist.

Alle Menschen müssen über Gott in Bildern reden.

Und: Gott ist immer anders als wir ihn uns vorstellen.

Die Sammlung von Begriffen, mit denen die Bibel über Gott in Bildern spricht, stammt aus einem Vortrag von Friedrich Bernack.

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Mal was Neues …

Kein Menschen kann Gott wirklich sehen, niemand kann ihn anfassen und genau sagen wie Gott ist.

Deshalb gibt es ganze viele Bilder, in denen die Bibel von Gott spricht. Einige davon hast du kennengelernt.

Aber – wenn Gott so groß ist, …

… dann muss doch alles irgendwie ein Bild für Gott sein können, oder?

Schüler und Schülerinnen von mir haben das ausprobiert. Ein paar moderne Bilder für Gott, die ihnen eingefallen sind, stelle ich dir jetzt vor.

„Gott ist wie ein Stuhl, weil er uns trägt.“

„Gott ist wie eine Brille, weil er unsere Augen öffnet.“

„Gott ist wie eine Socke, weil er uns wärmt.“

„Gott ist wie ein Pflaster, weil er uns heilt.“

„Gott ist wie eine Klammer, weil er uns zusammenhält.“

„Gott ist wie ein Computer, weil er so viel machen und sich so viel merken kann.“

„Gott ist wie ein Auto, weil er mit uns unterwegs ist.“

„Gott ist wie ein Radiergummi, weil er unsere Fehler löscht und uns verzeiht.“

„Gott ist wie ein Mülleimer, weil wir ihm unsere Probleme sagen können.“

Fotoquelle: Pixabay

„Gott ist wie ein Freizeitpark, weil er Freude macht.“

„Gott ist wie ein Wort, das niemand entziffern kann, weil er für uns Menschen ein großes Geheimnis ist.“

Und, findest du auch neue Bilder für Gott?

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Von Stadtbewohnern und Nomaden zurzeit des AT

So lebten die Menschen zurzeit des AT

Die Stadtbewohner

Viele Menschen lebten in der Stadt oder in der Nähe von Städten.

Sie waren Bauern und Handwerker.

Die Stadt wurde von einem König regiert.

Natürlich wohnte der König in einem Palast.

Aber es gab noch ein weiteres wichtiges Gebäude in der Stadt.

Dieses Gebäude war ein Tempel.

Ein Tempel ist ein Haus, in dem Gott wohnt.

Die Nomaden

Manche Menschen wohnten in Zelten.

Das lag aber nicht daran, dass sie arm waren und sich kein Haus leisten konnten.

Es lag an ihrem Beruf: Sie lebten von ihren Schaf – und Ziegenherden.

Schafe und Ziegen fressen den ganzen Tag Gras.

Die Nomaden mussten deswegen ständig mit ihren Herden weiterwandern.

Die Familie hielt fest zusammen.

Die Kinder blieben auch dann bei ihren Eltern, wenn sie erwachsen waren und selber Kinder hatten.

Der Vater war das Oberhaupt der Familie.

Wie die Stadtbewohner sich Gott vorstellten

In jeder Stadt wurde ein eigener Gott verehrt.

Dieser Gott, so glaubten die Stadtbewohner, wohnte im Tempel.

Im Tempel stand deshalb eine große Statue, die diesen Gott darstellte.

Zum Beten musste man zum Tempel gehen.

Die Stadtbewohner nannten ihren Gott „Stadtgott“ oder „Gott unserer Stadt“.

Wie die Nomaden sich Gott vorstellten

Auch jede Nomadenfamilie verehrte einen eigenen Gott.

Sie hatten von diesem Gott keine Statue.

Sie sagten: „Unser Gott ist mit den Augen nicht zu sehen, trotzdem ist er immer bei uns und begleitet uns.“

Sie beteten überall zu ihrem Gott.

Die Nomaden nannten ihren Gott „Familiengott“ oder „Gott unseres Vaters“.