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Und hier der Überblick

Über diesen Link kommst du zu einem Padlet, das einen Überblick über die Padlets aller Jahrgangsstufen gibt.

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Der Gebetsraum am Jahnweg

Am Eingang des Gebetsraumes ist klar zu erkennen, wo man seine Schuhe ausziehen muss.

Ebenfalls im Eingangsbereich befindet sich ein Regal, wo jeder Besucher und jede Besucherin der Moschee die Schuhe abstellen kann.

In jeder Moschee findet man einen Waschraum, in den südlichen Ländern einen Brunnen vor der Moschee.

Das ist notwendig für die Waschung vor dem Gebet.

Zu jeder Moschee gehört auch ein Minarett, von dem aus der Muezzin fünfmal am Tag zum Gebet aufruft. Der Gebetsraum am Jahnweg hat kein Minarett, dafür dieses sogenannte „Innenminarett“. Weil der Gebetsraum kein sichtbares Minarett und auch keine Kuppel hat, deshalb gilt er offiziell nicht als Moschee.

Und so hört sich der Gebetsruf an:

Im Gebetsraum befindet sich diese Anzeigetafel.

Die oberste Zeile zeigt das aktuelle Datum.

Die zweite Zeile zeigt die Uhrzeit an.

Die dritte Zeile zeigt an, wann an diesem Tag in Neufahrn die Sonne aufgegangen ist.

Die vierte Zeile zeigt an, wann der Beginn des Morgengebetes an diesem Tag ist.

Die fünfte Zeile zeigt an, wann der Beginn des Mittagsgebetes an diesem Tag ist.

Die sechste Zeile zeigt an, wann der Beginn des Nachmittagsgebetes an diesem Tag ist.

Die siebte Zeile zeigt an, wann der Beginn des Abendgebetes an diesem Tag ist.

Die achte Zeile zeigt an, wann der Beginn des Nachtgebetes an diesem Tag ist.

Die neunte Zeile zeigt die aktuelle Temperatur an.

Die Gebetsnische (Mihrab) zeigt die Richtung nach Mekka zur Kaaba an. In diese Richtung beten alle Muslime.

Rechts findet sich in Arabisch der Schriftzug für Allah, links der Schriftzug für Mohammed.

Der Gebetsraum ist, wie alle Moscheen, mit einem Teppich ausgelegt. Die grünen Felder auf dem Teppich zeigen an, wo man zum Gebet seinen Platz finden kann.

Die Gebete werden im Islam nicht nur gesprochen, sondern mit dem ganzen Körper vollzogen.

Direkt vor der Gebetsnische sitzt der Imam, der Vorbeter.

Rechts von der Gebetsnische befindet sich die Kanzel (Minbar). Jeden Freitag zum Mittagsgebet sollen möglichst alle Muslime zum Gebet in die Moschee kommen. Zum Mittagsgebet gehört auch eine Predigt, die von dieser Kanzel aus gehalten wird. Im Gebetsraum am Jahnweg ist das Aufgabe des Imam.

Der Vorhang an der Kanzel ist dann hochgezogen.

Ungefähr an dieser Stelle steht der Prediger dann.

Frauen und Männer beten getrennt. Drei Stufen führen zum Abteil der Frauen hinauf.

Ein Blick in den Frauenteil des Gebetsraumes. Keine Bilder dürfen die Muslime und Musliminnen beim Gebet ablenken.

Diese Trennwände können auch zum Einsatz kommen, um Frauen und Männer im großen Gebetsraum zu trennen.

Links neben der Gebetsnische befindet sich ein eigener Ort, von dem aus bei besonderen Gelegenheiten aus dem Koran oder anderen Schriften gelesen wird. Es ist also ein Ort, von dem aus unterrichtet wird. Er wird Kursi genannt.

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Ein himmlisches Geschenk

Heute erzähle ich dir die Geschichte von Pfingsten.

Dazu gibt es eine Geistergeschichte aus der Bibel!

Lukas hat sie aufgeschrieben und wir finden sie, wie die Geschichte von Christi Himmelfahrt, in seinem zweiten Buch, der Apostelgeschichte.

Nachdem Jesus zu seinem Vater im Himmel gegangen war, kehrten die Jünger und Jüngerinnen nach Jerusalem zurück.

Sie versammelten sich genau in dem gleichen Raum, in dem sie mit Jesus das letzte Abendmahl gefeiert hatten, und warteten dort.

Sie beteten viel und lasen in der Bibel.

Maria, die Mutter Jesu, war auch mit dabei.

Inzwischen waren schon fünfzig Tage seit dem Ostertag vergangen (und für diejenigen, die es genau wissen wollen: zehn Tage seit Christi Himmelfahrt).

Schon früh am Morgen war in Jerusalem eine Menge los.

Menschen aus vielen verschiedenen Ländern waren nach Jerusalem gekommen, denn an diesem Tag fand ein großes Fest in Jerusalem statt.

Plötzlich kam ein heftiger Sturm vom Himmel.

Er erfüllte das ganze Haus, in dem die Jünger und Jüngerinnen waren.

Dann fielen Feuerzungen vom Himmel und auf jeden der Jünger und Jüngerinnen ließ sich so eine Flamme nieder.

Normalerweise wäre das ein Fall für die Feuerwehr, nicht wahr?

Die Jünger und Jüngerinnen verließen den Raum und liefen auf die Straße.

Nicht weil sie Angst bekommen hätten oder die Feuerwehr holen wollten.

Im Gegenteil!

Alles, was sie jetzt wollten, das war, all diesen Menschen aus den vielen verschiedenen Ländern von Jesus zu erzählen.

Und das hörte sich ungefähr so an:

„Jesus is Christ! God raised him from death! Halleluja!“

„Gesù è il Cristo! Dio lo ha risuscitato dalla morte!”

“Iesus Christus est! Deus illum excitavit ex mortuis!”

“Jésus est le Christ! Dieu l’a ressuscité de la mort!”

“Ο Ιησούς είναι ο Χριστός! Ο Θεός τον ανέστησε από τους νεκρούς!”

Alle Jünger und Jüngerinnen redeten gleichzeitig.

Vermutlich sprachen die Jünger und Jüngerinnen nicht ganz akzentfrei. Von daher ist es vollkommen korrekt, dass ich es auch nicht schaffe …

Die Leute aus den vielen verschiedenen Ländern wunderten sich:

“Das sind doch nur einfache Menschen vom Land.

Warum kann sie jeder in seiner Muttersprache über diesen Jesus reden hören?”

Andere Leute aber lachten und sagten:

“Die sind alle stockbesoffen!”

Da hielt Petrus eine Rede.

Er sagte:

“Das stimmt nicht, diese Menschen hier” – er meinte die Jünger und Jüngerinnen – “sind nicht betrunken, es ist doch erst Vormittag.

Nein, Gott hat uns seinen Heiligen Geist geschenkt.

Dieser Geist wohnt jetzt in unseren Herzen.

Und jetzt hört zu:

Jesus, der gekreuzigt wurde, ihn hat Gott von den Toten auferweckt!

Jesus lebt und er hat uns seinen Geist geschenkt, der uns lebendig macht!

Diese gute Nachricht wollen wir allen Menschen verkünden!”

“Und was sollen wir tun?” fragte jemand.

“Auch ihr sollt diese gute Nachricht glauben und auf Gott vertrauen, der auch euch Leben nach dem Tod geben will.

Lasst euch taufen und mit diesem heiligen Geist beschenken!”

sagte Petrus.

Als die Jünger und Jüngerinnen abends wieder ins Haus zurückkehrten, waren plötzlich viele neue Leute dazu gekommen.

Sie sagten:

“Wir glauben auch an Jesus und vertrauen darauf, dass Gott uns Leben nach dem Tod schenken wird.

Und wir spüren: Der Heilige Geist ist in unseren Herzen.

Wir wollen auch allen Menschen von diesem Jesus erzählen.”

War das jetzt eine echte Geistergeschichte?

Du sagst vermutlich:

Nein.

Aber in der Geschichte kam doch der Heilige Geist vor!

Dann ist es doch eine Geistergeschichte, oder?

Du hast recht.

Es ist keine Geistergeschichte, weil der Heilige Geist eben kein Gespenst ist.

Wenn wir sagen, dass wir begeistert sind, dann meinen wir nicht, dass wir von einer Horde von Gespenstern umgeben sind.

Wir sagen, dass wir begeistert sind, wenn wir von etwas komplett überzeugt sind.

So ist es ja auch bei den Jüngern und Jüngerinnen in der Geschichte der Fall.

Sie sind komplett von Jesus überzeugt.

Wenn wir sagen, dass eine Klasse einen guten Teamgeist hat, dann meinen wir nicht, dass ein Klassenkamerad ein Gespenst ist.

Wir wollen damit sagen, dass die Klasse gut zusammenhält und zusammenarbeitet.

So ist es ja auch bei den Jüngern und Jüngerinnen in der Geschichte der Fall.

Sie streiten nicht und halten zusammen.

Wenn wir Geist sagen, dann meinen wir ganz oft eben kein Gespenst und auf alle Fälle gilt das für den Heiligen Geist.

Er wohnt in den Herzen der Menschen und definitiv nicht in irgendeinem Kellerverlies.

Manchmal wird der heilige Geist mit Atem verglichen.

Erinnerst du dich an die Geschichte, wo Jesus die Jünger und Jüngerinnen anhaucht?

Man kann sich ja bei so was anstecken, nicht wahr?

Jesus steckt die Jünger und Jüngerinnen mit seinem Heiligen Geist an und be-geistert sie.

Auf unserer Kindergottesdienstkerze ist eine Taube für den Heiligen Geist drauf.

Manchmal wird der heilige Geist mit einer Taube verglichen, weil er von Gott gesandt wird und unsere Verbindung mit Gott und Jesus ist, die niemals abreißt.

Lukas vergleicht den Heiligen Geist mit einem Sturm, der vom Himmel kommt, und so etwas wie frischen Wind bringt.

Damit will er sagen:

Der Heilige Geist bringt die Jünger und Jüngerinnen in Bewegung und macht sie lebendig.

Lukas vergleicht den Heiligen Geist mit Feuer.

Die Jünger und Jüngerinnen sind Feuer und Flamme für Jesus und brennen darauf, allen Menschen von Jesus zu erzählen.

Und natürlich wusste Lukas, dass man das nicht wörtlich verstehen darf und nach der Feuerwehr rufen muss.

Sonst hätten doch die Leute damals in Jerusalem zu den Jüngern und Jüngerinnen gesagt:

“Sehr interessant, das alles, was du über Jesus erzählst, aber — dein Kopf brennt!”

Jetzt weißt du, was wir an Pfingsten feiern, und du weißt, was gemeint ist, wenn wir vom Heiligen Geist reden.

Wenn du diesem Link folgst, dann kommst du zum Pfingstgruß unserer Pfarrei vom letzten Jahr. Da haben ganz viele Menschen sich Gedanken gemacht, wo sie heute den Heiligen Geist erleben.

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Warst du schon einmal bei einer Wortgottesfeier dabei?

Vielleicht warst du schon mal in Neufahrn in der Kirche und hast dich gewundert, dass der Gottesdienst ein Bisserl anders abläuft.

Das fängt schon damit an, dass nicht unser Pfarrer den Gottesdienst leitet.

Wenn du am Altar nach dem Kelch mit Wein suchst, dann suchst du vergebens.

Meistens sind es gleich zwei Leute, die den Gottesdienst leiten.

Im Gegensatz zu unserem Pfarrer tragen sie nur ein weißes langes Gewand und schauen eher wie zwei erwachsene Ministranten aus.

Das weiße Gewand heißt Albe und erinnert an das weiße Gewand, das man bei der Taufe getragen hat.

Wenn das der Fall ist, dann bist du in eine Wortgottesfeier geraten und vielleicht ist es keine schlechte Idee, wenn du auch über diese Form des Gottesdienstes Bescheid weißt.

Eucharistiefeiern darf nämlich nur der Pfarrer leiten.

Wortgottesfeiern dürfen Frauen und Männer aus der Pfarrei leiten.

Dazu werden sie vom Bischof beauftragt.

Wortgottesfeiern gibt es noch gar nicht so lange, erst seit ungefähr 50 Jahren!

Das erkennt man schon einmal daran, dass es keine neuen Wörter in Griechisch, Lateinisch oder Hebräisch dazu gibt.

Und ganz viele Elemente der Wortgottesfeier kennen wir auch schon aus der Eucharistiefeier.

Aber trotzdem, schauen wir einmal genau hin.

Ich habe meine Freundin Gabi gebeten, deshalb mal Fotos bei einer Wortgottesfeier zu machen.

Vielen Dank, Gabi!

Die Eröffnung

Auch die Wortgottesfeier hat eine Eröffnung.

Die Eröffnung bei der Wortgottesfeier unterscheidet sich nicht von der Eröffnung bei der Eucharistiefeier.

Der Wortgottesdienst

Auch der zweite Teil der Wortgottesfeier, der Wortgottesdienst, unterscheidet sich nicht von einem Wortgottesdienst bei einer Euchaistiefeier.

Die Kommunionfeier

Aber beim dritten Teil wird es speziell.

Es gibt keine Gabenbereitung, kein Hochgebet und auch keine Brotbrechung.

Das ist bei der letzten Eucharistiefeier, vielleicht am Sonntag davor, geschehen.

Dann wurde das, was vom Heiligen Brot übrig geblieben ist, im Tabernakel aufgehoben.

Du erinnerst dich?

Dieses Heilige Brot, das im Tabernakel aufgehoben wird, ist jetzt in der Wortgottesfeier wichtig.

Zunächst gibt es ein Gebet, das sonntäglicher Lobpreis genannt wird.

Die Leiter des Gottesdienstes beten es stellvertretend für die ganze Gemeinde.

In diesem Gebet danken wir Gott, dem Vater, für alles, was er für uns getan hat, besonders aber für Jesus.

Danach wird das Heilige Brot aus dem Tabernakel geholt und auf den Altar gestellt.

Dieser Teil des Gottesdienstes wird Übertragung genannt.

In diesen Corona-Zeiten gibt es keine Übertragung.

Das Heilige Brot wird schon vor dem Gottesdienst aus dem Tabernakel geholt.

Es steht versteckt hinter dem Blumenschmuck auf dem Altar und wird jetzt ganz bewusst in die Mitte des Altares gestellt.

Jetzt kommt ein Gebet zu Jesus, der im Heiligen Brot unter uns ist. Es wird Anbetung genannt.

Danach wird gemeinsam das Vaterunser gebetet.

Nach dem Vaterunser kommt der Friedensgruß.

In Corona-Zeiten ist es ein Friedenswinken, wie man sieht.

Anschließend wird bei der Kommunion das Heilige Brot an die Menschen ausgeteilt.

In diesen Corona-Zeiten wird das Heilige Brot mit einem Löffel oder einer Zange ausgeteilt.

Das kannst du auf diesen Bildern gut sehen, links: Zange, rechts: Löffel.

Nach der Kommunion wird das Heilige Brot, das übriggeblieben ist, wieder in den Tabernakel zurückgebracht.

Das Gefäß, in dem das Heilige Brot aufbewahrt wird, heißt übrigens Ziborium und hat einen Deckel.

In diesen Corona-Zeiten geschieht das auch nach dem Gottesdienst.

Anstelle dessen wird das Heilige Brot wieder hinter den Blumenschmuck gestellt.

Danach kommt oft ein Danklied und das Schlussgebet.

In Neufahrn heißt der dritte Teil der Wortgottesfeier:

Kommunionfeier.

Die Entlassung

Der vierte Teil der Wortgottesfeier heißt Entlassung und unterscheidet sich nicht von der Entlassung bei einer Eucharistiefeier.

Wo zwei oder drei

Die Eucharistiefeier ist der wichtigste Gottesdienst, keine Frage.

Einfach deshalb, weil Jesus selbst uns den Auftrag dazu erteilt hat.

Aber es gibt viele Formen von Gottesdiensten.

Wichtig ist, dass die Gemeinde immer wieder zusammenkommt und sich an Jesus erinnert.

Jesus hat versprochen:

Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen.

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Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 4

Die Entlassung

Der vierte Teil der Eucharistiefeier ist der Kürzeste.

Ankündigungen

Die Entlassung beginnt damit, dass der Pfarrer ankündigt, was in der nächsten Woche in der Pfarrgemeinde los ist.

Dazu gibt es zwar einen Kirchenanzeiger auf Papier gedruckt und natürlich kann man auch auf die Homepage der Pfarrei schauen.

Aber das kennst du selbst aus der Schule:

Wenn die Lehrerin das alles auch noch persönlich sagt, dann bleibt es noch mal besser im Gedächtnis.

Segen

Dann segnet der Pfarrer die Gemeinde.

Segen bedeutet: Gutes von Gott erhalten.

Entlassung

Zum Schluss sagt der Pfarrer: „Gehet hin in Frieden!“ und die Gemeinde antwortet:

„Dank sei Gott, dem Herrn!“

Auszug

In der Regel bleibt man noch in den Bänken, bis der Pfarrer und die Ministranten und Ministrantinnen die Kirche verlassen haben.

Dann geht auch die Gemeinde.

Der tiefere Sinn der Entlassung ist:

Nimm etwas Gutes mit aus dem Gottesdienst und bringe es in die Welt außerhalb der Kirche.

Den Geist Jesu, vielleicht etwas von seinem Frieden und seinem Willen zum Vergeben und Verzeihen, etwas von seinem Vertrauen auf Gott, den Vater, etwas von seiner Liebe zu allen Menschen, etwas von seiner Hoffnung und Freude darüber, dass Gott alles gut machen wird.

Deshalb feiern wir jeden Sonntag Eucharistie.

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Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 3

Die Eucharistiefeier

Das ist ein bisschen verwirrend.

Der ganze Gottesdienst heißt ja Eucharistiefeier.

Und dann heißt ein Teil des Gottesdienstes, nämlich der dritte Teil, auch noch Eucharistiefeier!

Beim Wortgottesdienst steht die Bibel im Mittelpunkt und der Ambo, der Ort, von dem aus die Bibel vorgelesen wird.

Bei der Eucharistiefeier, dem dritten Teil des Gottesdienstes, steht der Altar im Mittelpunkt, der Ort, auf dem Brot und Wein stehen.

Gabenbereitung

Bei der Gabenbereitung bringen die Ministranten und Ministrantinnen Brot und Wein zum Altar und der Pfarrer nimmt sie entgegen.

Früher brachten die Menschen Lebensmittel zum Gottesdienst mit.

Die wurden bei der Gabenbereitung eingesammelt und dann an arme Menschen verteilt.

Davon nahm man auch das Brot und den Wein, die man zum Gottesdienst brauchte.

Heute bringen wir keine Lebensmittel mehr zum Gottesdienst mit, sondern spenden bei der Gabenbereitung Geld für arme Menschen.

Zur Gabenbereitung setzt sich die Gemeinde hin und es wird meistens ein Lied gesungen.

Wegen Corona gibt es derzeit keine richtige Gabenbereitung.

Brot und Wein stehen schon auf dem Altar und die Körbchen zum Gabenspenden dürfen auch nicht durch die Bänke weitergegeben werden.

Die stehen hinten am Eingang.

Hochgebet

Nach der Gabenbereitung kommt das Dankgebet, das Hochgebet genannt wird. Du erkennst das Hochgebet daran, dass es einen ganz speziellen, feierlichen Anfang hat und der geht so:

Der Pfarrer sagt: „Der Herr sei mit euch!“

Die Gemeinde antwortet: „Und mit deinem Geiste!“

Der Pfarrer sagt: „Erhebet die Herzen!“

Die Gemeinde antwortet: „Wir haben sie beim Herrn!“

Der Pfarrer sagt: „Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott!“

Die Gemeinde antwortet: „Das ist würdig und recht!“

Damit soll Folgendes klar gemacht werden:

Wenn der Pfarrer jetzt das Hochgebet betet, dann sollen alle mit dem Herzen dabei sein und aufpassen, weil es wichtig ist und er es stellvertretend für alle spricht.

Im Hochgebet dankt der Pfarrer im Namen der Gemeinde Gott, dem Vater, für alles Gute, besonders aber für Jesus.

Mit den Engeln zusammen loben wir Gott und singen das Sanctus.

Sanctus ist Lateinisch und bedeutet auf Deutsch: Heilig.

Bild vom Kibiwe 2017

Bei jedem Hochgebet erzählt der Pfarrer auch die Geschichte vom letzten Abendmahl.

Die Ministranten und Ministrantinnen läuten dabei zweimal mit den Glocken.

Jetzt, so sagt es der Glaube, ist Jesus im Heiligen Brot bei uns.

Danach sagt der Pfarrer: „Geheimnis des Glaubens“ und die Gemeinde antwortet:

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Wir erinnern uns an Jesus, besonders an seinen Tod und seine Auferstehung.

Wir beten für alle Menschen, besonders aber für die Menschen, die mit uns zusammen Eucharistie feiern.

Den Heilige Geist als Taube findest du auf der Kindergottesdienstkerze

Das Hochgebet endet mit einem ganz großen Lobpreis, den wir in Neufahrn gemeinsam sprechen:

„Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit. Amen.“

Durch ihn und mit ihm und in ihm: Damit ist Jesus gemeint.

Beim Hochgebet steht die Gemeinde und kniet sich nach dem Sanctus hin.

Die Ministranten und Ministrantinnen machen es vor.

Tipp:

Wenn du unsicher bist, was du machen sollst, dann schau doch einfach, was die Erwachsenen in den Bänken machen!

Vaterunser

Nach dem Hochgebet kommt das Vaterunser, das alle gemeinsam beten.

Beim Vaterunser steht die Gemeinde.

Friedensgruß

Danach kommt der Friedensgruß.

Der Pfarrer sagt: „Der Friede sei mit euch!“ und die Gemeinde antwortet: „Und mit deinem Geiste!“ (Inzwischen können wir das schon richtig gut, oder?)

Jetzt geben wir unseren Nachbarn und Nachbarinnen in der Bank die Hand und sagen auch:

„Der Friede sei mit dir!“

Pustekuchen, natürlich nicht.

Schon wieder Corona!

Aber dafür Winken wir in Neufahrn unseren Nachbarn und Nachbarinnen zu und, weil wir es können, auch gleich Leuten, Bekannten und Freunden, die weiter entfernt sitzen irgendwo in der Kirche sitzen.

Brotbrechung

Der Pfarrer bricht das Heilige Brot jetzt in mehrere Teile.

Das soll uns daran erinnern, dass wir alle von einem einzigen Heiligen Brot essen.

Früher gab es tatsächlich nur ein großes Brot für die ganze Gemeinde, das für alle gebrochen wurde, und nur einen Kelch mit Wein, aus dem alle getrunken haben.

Es hat mit dem Wort „Kommunion“ zu tun.

Natürlich sind solche Sachen in diesen Corona-Zeiten nicht denkbar.

Denn im Gottesdienst wird derzeit superstreng darauf geachtet, dass die Hostien, so wird das Brot im Gottesdienst ja genannt, immer abgedeckt sind und nur von demjenigen oder derjenigen mit der Hand berührt werden, die sie dann auch bei der Kommunion empfangen.

Auf der Kindergottesdienstkerze ist ein Osterlamm zu finden. Das Lamm ist ein Symbol für Jesus

Vor der Kommunion gibt es ein spezielles Gebet.

Der Pfarrer sagt: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt“ und die Gemeinde antwortet:

„Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“

Das Gebet müssen alle Menschen beten, die zur Kommunion gehen.

Der Pfarrer, die Religionslehrerin, der Papst, der Präsident der Vereinigten Staaten, deine Mutter, dein Vater und du.

Das Gebet sagt:

Egal wie toll du bist und für wie wahnsinnig wichtig man dich hält – Jesus ist der Größte.

Er begegnet dir in diesem einfachen und heiligem Brot.

Zu diesem Gebet kniet sich die Gemeinde noch einmal hin.

Kommunion

Wenn du zur Kommunion gehst, dann mache aus deinen Händen eine Schale, indem du eine Hand über die andere legst.

Also so etwas wie eine Schale mit zwei Böden.

Dann legt dir der Pfarrer oder ein Kommunionhelfer oder eine Kommunionhelferin das Heilige Brot in die Hand, die oben ist.

Mit der unteren Hand nimmst du dann das Heilige Brot und tust es in deinen Mund.

Auf der Kindergottesdienstkerze ist eine Hostienschale und ein Kelch abgebildet.

Davor aber wird dir gesagt: „Leib Christi!“ und du antwortest: „Amen.“

Kommunion ist lateinisch und bedeutet auf Deutsch: Gemeinschaft.

Wenn du zur Kommunion gehst, dann hast du Gemeinschaft mit Jesus und mit allen anderen Menschen, die zur Kommunion gehen.

Wir essen alle gemeinsam von dem einen Heiligen Brot, das Jesus ist.

Schon wieder Corona, aber diesmal macht es dir das Leben einfacher:

Der Pfarrer und die Kommunionhelfer und Kommunionhelferinnen sagen nicht „Leib Christi“ und du musst auch nicht „Amen“ antworten.

Das Heilige Brot wird mit einer goldenen Zange oder einem goldenen Löffel ausgeteilt und natürlich gibt es keine Weinkommunion für die Erwachsenen.

Danklied

Nach der Kommunion wird der Altar von den Ministranten und Ministrantinnen wieder abgeräumt.

Was vom Heiligen Brot übriggeblieben ist, wird in den Tabernakel gebracht.

Dann wird das Danklied gesungen.

Dabei sitzt die Gemeinde.

In diesen Corona-Zeiten wird das Heilige Brot erst nach dem Gottesdienst in den Tabernakel gebracht.

Schlussgebet

Zum Schlussgebet steht die Gemeinde wieder auf.

Und das ist der tiefere Sinn der Eucharistiefeier:

Wie oft hat Jesus wohl Brot genommen, das Dankgebet gesprochen, das Brot gebrochen und an seine Jünger und Jüngerinnen verteilt?

Wenn wir es tun und Eucharistie feiern, dann deshalb:

Weil er es uns aufgetragen hat, weil wir uns dabei an ihn erinnern, weil wir so Gemeinschaft haben mit ihm und untereinander.

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Der Vater im Himmel

Nächste Woche ist der Donnerstag ein Feiertag und es ist keine Schule.

Ganz viele kennen den Feiertag unter dem Namen „Vatertag“, aber noch viel älter ist ein anderer Name:

Christi Himmelfahrt.

„Christi Himmelfahrt“ bedeutet „Jesu Himmelfahrt“.

Geht es eventuell darum, dass Jesus so etwas wie der erste Astronaut war?

Das ist sehr unwahrscheinlich.

Was ist hier überhaupt mit Himmel gemeint?

Ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken?

Oder irgendeine ferne Galaxie im Universum?

Der Feiertag „Christi Himmelfahrt“ will uns sagen:

Jesus ist bei Gott, dem Vater.

Und den Ort, wo Gott ist, den nennt die Bibel schon auch Himmel, aber damit sind weder die Wolken noch eine ferne Galaxie gemeint.

Der Himmel, in dem Gott wohnt, ist unerreichbar fern und trotzdem ganz nah.

Und man kann davon kein Bild machen, so wie man von Gott kein Bild machen kann.

Lukas beim Kibiwe 2017

Es gibt zu diesem Feiertag eine Geschichte in der Bibel, die uns Lukas erzählt.

Lukas hat nämlich nicht nur ein Evangelium geschrieben, in dem er Geschichten über Jesus erzählt, sondern auch ein zweites Buch, in dem er erzählt, wie es mit den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Tod und Auferstehung weiterging.

Wir nennen dieses Buch Apostelgeschichte.

Lukas erzählt:

Vierzig Tage waren seit dem Ostertag vergangen und Jesus, der Auferstandene, erschien seinen Jüngern und Jüngerinnen und ging mit ihnen auf den Ölberg.

„Bleibt in Jerusalem,“ sagte Jesus, „und wartet dort, bis ich euch meinen Geist sende. Ihr sollt allen Menschen die gute Nachricht verkünden, dass Gott alles gut macht.“

„Das Reich Gottes?“ fragten die Jünger und Jüngerinnen aufgeregt, „Kommt jetzt dein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit?“

„Das hat schon begonnen,“ sagte Jesus, „Aber wann es vollendet sein wird, das weiß nur der Vater im Himmel.“

Und dann sahen sie Jesus nicht mehr.

Die Jünger und Jüngerinnen wussten:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

Trotzdem schauten die Jünger und Jüngerinnen automatisch nach oben in den Wolken – und Sternenhimmel.

Plötzlich standen bei ihnen zwei Männer mit strahlend weißen Gewändern.

„Was schaut ihr da rauf?“

fragten die Männer mit den strahlend weißen Gewändern.

„Am Ende der Zeit wird dieser Jesus wiederkommen.

Geht nach Jerusalem und wartet dort auf den heiligen Geist, den Jesus euch versprochen hat.“

Und so gingen die Jünger und Jüngerinnen zurück nach Jerusalem.

Christi Himmelfahrt und der Vatertag haben also schon etwas miteinander zu tun.

An Christi Himmelfahrt erinnern wir uns daran:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

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Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 2

Der Wortgottesdienst

Das Wichtigste im Wortgottesdienst ist, dass aus der Bibel vorgelesen wird.

Diese Idee, nämlich im Gottesdienst aus der Bibel vorzulesen, haben wir Christen vom Gottesdienst der Juden abgeschaut.

Früher gab es nur wenige Bücher und nur ganz wenige Bibeln.

Um zu erfahren, was in der Bibel steht, gab es für viele Menschen nur im Wortgottesdienst die Gelegenheit.

Klar, heute könnte jeder und jede mit einem einfachen Klick im Internet die Bibel lesen, aber wer macht das schon?

Deshalb ist auch heute noch der Wortgottesdienst wichtig.

So bekommt man jedes mal, wenn man in den Gottesdienst geht, ein Bisschen was von dem mit, was in der Bibel steht.

Das Lesen in der Bibel hat noch einen tieferen Sinn übrigens.

Aber zuerst: Die Bibel hat zwei Teile, das Alte Testament (AT) und das Neue Testament (NT).

Das Alte Testament entstand, bevor Jesus lebte, das Neue Testament entstand nach Jesu Tod und Auferstehung.

Das Alte Testament ist die Heilige Schrift der Juden.

Sie nennen es Tanach.

Aber auch für uns Christen ist das Alte Testament Teil unserer Heiligen Schrift.

Das Neue Testament gehört uns Christen allein.

Im Neuen Testament finden wir die Geschichten von Jesus.

Die Geschichten von Jesus sind aber nur ein Teil des Neuen Testamentes.

Wir nennen sie Evangelien.

Es gibt vier Leute, die ein Evangelium für das Neue Testament geschrieben haben:

Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Im NT gibt es 21 Briefe. 14 davon soll oder hat der Apostel Paulus geschrieben. 2003 und 2013 gab es schon ein Kibiwe zu Paulus. Dieses Bild stammt vom Kibiwe 2003. Aufnahme: Harald Renz

Im Neuen Testament gibt es aber auch Geschichten von den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Auferstehung und es gibt dort Briefe, die von Jüngern an andere Christen oder Christinnen geschrieben wurden.

Deshalb sollte eigentlich dreimal aus der Bibel im Gottesdienst vorgelesen werden:

Einmal aus dem AT, dann aus den Briefen im NT, dann aus den Evangelien.

In Neufahrn ist es so, dass wir entweder eine Lesung aus dem AT oder den Briefen des NT haben und immer eine Lesung aus den Evangelien, weil die für uns Christen absolut superwichtig sind.

Die Idee dahinter ist:

Besser zweimal gut aufgepasst als dreimal schlecht aufgepasst.

Lesung aus dem AT oder aus den Briefen des NT

Zuerst also hören wir eine Lesung aus dem AT oder aus den Briefen des NT.

Bei der Lesung sitzen wir.

Das Lesen der Lesung ist Sache der Gemeinde.

Ein Lektor oder eine Lektorin übernimmt meistens diesen Dienst.

Lektor ist Lateinisch und heißt auf Deutsch „Vorleser“.

Zwischengesang/ Halleluja-Ruf

Nach der Lesung singen wir ein Lied, das Zwischengesang genannt wird, und dann das Halleluja, mit dem das Evangelium begrüßt wird.

Halleluja ist ein hebräisches Wort und heißt auf Deutsch: Lobt Gott!

Evangelium

Dann wird das Evangelium vorgelesen.

Zum Halleluja und zum Hören des Evangeliums steht die Gemeinde auf.

Predigt

Nach dem Evangelium hält der Pfarrer eine Rede, die Predigt genannt wird.

Die Predigt soll der Gemeinde helfen, das Evangelium und die Lesung besser zu verstehen und sich zu fragen, was die Geschichten von Jesus für uns Menschen heute bedeuten sollen.

Die älteren Leute hören da gerne geduldig zu, aber ihr Kinder habt vielleicht den Mut, hier eure eigenen Gedanken zur Sprache zu bringen.

Deshalb ist es besonders bei den Gottesdiensten für euch üblich, dass ihr bei der Predigt plötzlich gefragt werdet, was ihr denkt oder meint.

Dann ist die Predigt ein Gespräch über das Evangelium und sogar du kannst etwas dazu beitragen, dass wir alle Jesus besser verstehen können.

Bei der Predigt sitzt die Gemeinde.

Glaubensbekenntnis

Mit dem Glaubensbekenntnis antwortet die Gemeinde auf das Evangelium und auf die Predigt.

Das Glaubensbekenntnis ist ein sehr alter Text und sehr lang.

Du findest ihn im Gotteslob auf Seite 36.

Beim Glaubensbekenntnis geht es darum, einfach zu sagen, dass man auf Gott, den Vater, vertraut, der alles geschaffen hat, auf Jesus, der uns gezeigt hat, wie Gott ist, und auf Gottes Geist, den Heiligen Geist, der in unseren Herzen wohnt und uns begleitet.

Dazu steht die Gemeinde auf.

Fürbitten

Bei den Fürbitten beten wir für alles, was uns wichtig ist und auf dem Herzen liegt.

Die Fürbitten sind eine Aufgabe der Gemeinde.

Normalerweise übernimmt diesen Dienst ein Lektor oder eine Lektorin.

Bei den Gottesdiensten für Kinder übernehmen auch Kinder diese wichtige Aufgabe.

Und was ist er tiefere Sinn des Wortgottesdienstes?

Wir begegnen Jesus in seinen Worten und Taten, dem Evangelium.

Im Evangelium ist Jesus bei uns.

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Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 1

Die Eröffnung

Alles, was in der Eröffnung geschieht, ist erst im Lauf der Zeit zum Gottesdienst dazugekommen.

Und wozu ist die Eröffnung gut?

Das kennst du vielleicht auch aus der Schule am Morgen:

Du bist zwar im Klassenzimmer angekommen, aber deine Gedanken sind noch irgendwo anders.

Sie brauchen einfach mehr Zeit, auch im Klassenzimmer anzukommen.

Im Gottesdienst ist das nicht anders.

Die Eröffnung ist dazu da, dass auch die Gedanken beim Gottesdienst ankommen können.

Und – sie hat noch einen anderen tiefen Sinn.

Einzug

Die Gemeinde ist schon auf ihren Plätzen und du schaust noch neugierig herum oder redest leise mit deinem Nachbarn oder deiner Nachbarin –

da ertönen Glocken und die Ministranten und Ministrantinnen kommen mit dem Pfarrer herein.

Die Gemeinde steht dazu auf und singt gemeinsam das erste Lied.

(Das Singen in der Kirche ist in den Corona-Zeiten nicht erlaubt, aber das Spielen mit der Orgel schon.

Unsere Organisten und Organistinnen, so nennt man die Leute an der Orgel, greifen kräftig in die Tasten.

Es muss ohne Singen gehen, aber niemals ohne Musik.)

Kreuzzeichen

Gemeinsam machen wir das Kreuzzeichen:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Begrüßung

„Der Herr sei mit euch!“ sagt der Pfarrer und alle antworten: „Und mit deinem Geiste!“

Das ist eine sehr alte Begrüßungsweise, die sich im Gottesdienst erhalten hat.

Dann begrüßt der Pfarrer die Gemeinde noch mit persönlichen Worten.

Bitte um Verzeihung

Danach gibt es immer ein paar Gedanken zur Besinnung.

Manchmal überlegen wir auch, was in der Woche war, was gut war und was nicht gut war.

Manchmal bitten wir Gott um Verzeihung.

(Das Bild dazu zeigt den Zöllner Zachäus beim Kibiwe 2017)

Kyrie-Rufe

Danach kommen die Kyrie-Rufe.

Und da haben wir die ersten griechischen Worte im Gottesdienst.

Ich habe euch das angekündigt, nicht wahr?

„Kyrie eleison“ heißt auf Deutsch „Herr, erbarme dich“ und ist ein griechischer Satz.

Aber warum sprechen oder singen wir das?

Wir begrüßen Jesus, der immer bei uns ist, wenn wir uns in seinem Namen versammeln.

Gloria

Mit dem Gloria, das jetzt kommt oder auch nicht kommt, ist das eine besondere Sache.

Das Gloria zu singen soll nämlich Spaß machen!

Es ist ein Loblied auf Gott und es erinnert an die Engel, die dieses Lied an Weihnachten gesungen haben um den Hirten zu verkünden: Jesus ist da!

Das Gloria darf nur an Sonntagen und an Feiertagen gesungen werden.

In der ganzen Zeit des Advents und in der Fastenzeit darf es überhaupt nicht gesungen werden.

Beim Gloria soll man spüren:

Auf Gott zu vertrauen macht glücklich und froh.

So wie dieses Vertrauen auf Gott ist auch das Gloria ein Geschenk.

Gloria ist das lateinische Wort für Lob oder Ehre.

Wir loben Gott, wenn wir das Gloria singen.

Lateinisch habe ich euch auch angekündigt, stimmt‘s?

(Weil wir zur Zeit im Gottesdienst nicht singen dürfen, entfällt deshalb das Gloria, manchmal singen Musikanten oder Musikantinnen das Gloria stellvertretend für uns, manchmal spielt nur die Orgel.)

Tagesgebet

Wenn der Pfarrer betet, dann betet er nicht für sich.

Er betet stellvertretend für die Gemeinde.

Ein Zeichen dafür ist, dass er zum Gebet die Hände ausbreitet.

Früher haben alle Christen so ihre Hände zum Gebet gehalten.

Die Gemeinde antwortet auf das Gebet mit dem „Amen“.

Amen ist ein hebräisches Wort und bedeutet:

So sei es, so soll es sein, wir sind einverstanden.

Hebräisch war auch angekündigt, aber inzwischen hast du dich hoffentlich an die Fremdwörter gewöhnt.

Nach dem Tagesgebet setzt die Gemeinde sich hin.

Die Gemeinde steht während der Eröffnung, außer der Pfarrer sagt oder zeigt an, dass man sich hinsetzen soll.

(In Corona-Zeiten dürfen die Ministranten und Ministrantinnen das Buch mit dem Tagesgebet für den Pfarrer nicht halten, weil das gegen die Abstandsregeln verstößt. Deshalb hält der Pfarrer das Buch selbst und kann derzeit leider so auch nicht die Hände ausbreiten, wie du es auf dem Bild siehst.)

Und was ist der tiefere Sinn der Eröffnung?

Wir begegnen Jesus, der mitten unter uns ist, wenn wir uns in seinem Namen versammeln.

Für die Jünger und Jüngerinnen war er sichtbar am Ostertag, für uns ist er unsichtbar in unserer Mitte.

„Glücklich ist, wer nicht sieht und doch glaubt“, sagt Jesus zu uns.

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2. Klasse

Das Making-of der Evangelien

Kennst du das Spiel „Stille Post“?

Falls nicht, das Spiel geht so:

Jemand denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarn ins Ohr.

Der Nachbar flüstert jetzt den Satz dem nächsten Nachbarn ins Ohr, der wieder dem nächsten, bis alle dran waren.

Der Letzte darf dann laut sagen, was ihm ins Ohr geflüstert wurde.

Bei diesem Spiel passiert meistens folgendes:

Das, was der Letzte ins Ohr geflüstert bekommt, ist nicht das, was der Erste sich ausgedacht hat.

Der Satz hat sich verändert!

Vielleicht lautete der Satz: „Im Frühling blühen viele Blumen.“

Und das hört vielleicht der Letzte:

„Friedelbum“ oder etwas Ähnliches.

Warum?

Entweder es wurde nicht richtig verstanden, was einem ins Ohr geflüstert wurde, oder man hat einfach beim Weitersagen etwas von dem Satz vergessen.

Manchmal verändern Mitspieler auch mit Absicht den Satz.

Das passiert ganz oft auch im Alltag.

Wenn etwas nur gesagt wird, wird es oft gleich wieder vergessen.

Damit man sich an das wieder erinnern kann, was man vergessen hat, gibt es ein sehr gutes Hilfsmittel:

Man schreibt es auf, bevor man es vergisst.

Schreiben und lesen, das sind doch die zwei wichtigen Sachen, die man in der Schule lernt, nicht wahr?

Mit den Geschichten über Jesus war das so eine ähnliche Sache.

Die Jünger und Jüngerinnen erzählten allen Menschen von Jesus.

Viele Menschen begannen deshalb auch an Jesus zu glauben.

Auch sie erzählten wieder anderen Menschen von Jesus.

Auch diese Menschen begannen an Jesus zu glauben und erzählten wieder anderen Menschen von Jesus – merkst du was?

Erinnert dich das an das Spiel „Stille Post“?

Wie lange denkst du, dass das gut gegangen wäre?

„Jesus hat den Tod besiegt, halleluja!“ wäre dann zu „Josef liebt Julia“ oder etwas Ähnlichem geworden.

Deshalb war es sicher eine gute Idee, dass die Geschichten von Jesus aufgeschrieben wurden.

Das war in der Zeit zwischen 40 bis 70 Jahren nach Jesu Tod und Auferstehung der Fall.

In der Bibel finden wir heute, also 2000 Jahre später, gleich vier Berichte über das, was Jesus getan und gesagt hat.

Der erste Evangelist

Markus war der erste, der auf die Idee kam, eine Geschichte von allem über Jesus aufzuschreiben.

Er kam auch auf die Idee, diese Geschichte „Evangelium“ zu nennen.

Hier kannst du sehen und hören, wie Markus sein Evangelium geschrieben hat.

Tipp: Drücke auf beide Pfeile schnell hintereinander, dann laufen das Video und das Audio gleichzeitig ab und du kannst die Information gleichzeitig sehen und hören.

Für alle Fachleute: Die Bilder sind nicht exakt Geschichten von Markus
So würde das wohl in der Schule ausschauen, wenn man abschreibt. Markus, Matthäus und Lukas saßen nicht an einem Tisch nebeneinander, selbstverständlich.

Hoppla – da schreibt doch wer ab?

Markus, Matthäus und Lukas haben ziemlich viele Geschichten gleich.

Oft stimmen sogar der Wortlaut und die Reihenfolge überein.

Vielleicht kommt ihr selber drauf, was da passiert ist?

Ja, richtig!

Matthäus und Lukas haben bei Markus abgeschrieben!

Lukas hatte Kopien seiner Quellen. Er hat auch ein Kopie von Markus.

Beim Kibiwe 2017 haben wir Lukas bei der Arbeit zugeschaut.

Seht ihr die vielen Rollen an seinem Schreibpult?

Er hat sie „Quellen“ genannt: Quellen, das hat hier gar nichts mit Wasser zu tun.

Das sind Schriften, bei Lukas sind das Schriften über Jesus, die er gesammelt hat und von denen er abgeschrieben hat.

Eine davon war auch der Markus.

So hat es auch Matthäus gemacht, unabhängig von Lukas.

Auch Matthäus hat Quellen gesammelt und von ihnen abgeschrieben.

Eine davon war auch der Markus.

Inzwischen haben die Forscher eine Idee, wie die Evangelien von Matthäus und Lukas entstanden sind.

Schaut und hört selbst!

Tipp: Drücke auf beide Pfeile schnell hintereinander, dann laufen das Video und das Audio gleichzeitig ab und du kannst die Information gleichzeitig sehen und hören.

Schau mal, welche Geschichten von welchem Evangelist stammt!

Von Markus stammt zum Beispiel die Geschichte, dass Johannes der Täufer Jesus im Jordan getauft hat.

(Und natürlich haben das Matthäus und Lukas von ihm abgeschrieben)

Von Matthäus stammt zum Beispiel die Geschichte von den Weisen aus dem Osten, die Jesus kurz nach seiner Geburt besucht haben.

Sie gehört zu seinem Sondergut.

Von Lukas stammt zum Beispiel die Geschichte vom Zöllner Zachäus.

Sie gehört zu seinem Sondergut.

Da fehlt doch einer!

Jetzt fragst du vielleicht – stop, da fehlt doch Johannes! Was ist mit dem?

Johannes kannte wahrscheinlich die anderen Evangelien, aber er hat seinen ganz speziellen Stil und seine ganz eigenen Geschichten über Jesus.

Von Johannes stammt zum Beispiel die Geschichte vom ungläubigen Thomas.

Ohne die Evangelisten geht gar nichts!

Im Pfarrzentrum im Kleinen Saal hängt dieses Kreuz.

Oben, unten, rechts und links findet du seltsame Gestalten mit Flügeln.

Wenn du genau hinschaust, dann siehst du, dass jede Gestalt ein Buch hält.

Diese Gestalten sind Symbole für die Evangelisten.

Der Adler oben steht für Johannes, der Löwe links steht für Markus, der Mensch rechts steht für Matthäus und der Stier unten steht für Lukas.

Ohne Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wüssten wir heute nichts mehr über Jesus, niemand, kein einziger Mensch auf der Welt.

In jedem Gottesdienst wird eine Geschichte aus den Evangelien vorgelesen.
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1. Klasse

Die Jesusgeschichten werden aufgeschrieben

Kennst du das Spiel „Stille Post“?

Falls nicht, das Spiel geht so:

Jemand denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarn ins Ohr.

Der Nachbar flüstert jetzt den Satz dem nächsten Nachbarn ins Ohr, der wieder dem nächsten, bis alle dran waren.

Der Letzte darf dann laut sagen, was ihm ins Ohr geflüstert wurde.

Bei diesem Spiel passiert meistens folgendes:

Das, was der Letzte ins Ohr geflüstert bekommt, ist nicht das, was der Erste sich ausgedacht hat.

Der Satz hat sich verändert!

Vielleicht lautete der Satz: „Im Frühling blühen viele Blumen.“

Und das hört vielleicht der Letzte: „Friedelbum“ oder etwas Ähnliches.

Warum?

Entweder es wurde nicht richtig verstanden, was einem ins Ohr geflüstert wurde, oder man hat einfach beim Weitersagen etwas von dem Satz vergessen.

Manchmal verändern Mitspieler auch mit Absicht den Satz.

Das passiert ganz oft auch im Alltag.

Wenn etwas nur gesagt wird, wird es oft gleich wieder vergessen.

Damit man sich an das wieder erinnern kann, was man vergessen hat, gibt es ein sehr gutes Hilfsmittel:

Man schreibt es auf, bevor man es vergisst.

Schreiben und lesen, das sind doch die zwei wichtigen Sachen, die du dieses Jahr in der Schule lernst, nicht wahr?

Mit den Geschichten über Jesus war das so eine ähnliche Sache.

Die Jünger und Jüngerinnen erzählten allen Menschen von Jesus.

Viele Menschen begannen deshalb auch an Jesus zu glauben.

Auch sie erzählten wieder anderen Menschen von Jesus.

Auch diese Menschen begannen an Jesus zu glauben und erzählten wieder anderen Menschen von Jesus – merkst du was?

Erinnert dich das an das Spiel „Stille Post“?

Wie lange denkst du, dass das gut gegangen wäre?

„Jesus hat den Tod besiegt, halleluja!“ wäre dann zu „Josef liebt Julia“ oder etwas Ähnlichem geworden.

Deshalb war es sicher eine gute Idee, dass die Geschichten von Jesus aufgeschrieben wurden.

In der Bibel finden wir heute, also 2000 Jahre später, gleich vier Berichte über das, was Jesus getan und gesagt hat.

Markus war der Erste, der einen Bericht über Jesus schrieb.

Er gab seinem Bericht einen besonderen Namen: Evangelium.

Später schrieben dann Matthäus, Lukas und Johannes ihre Evangelien über Jesus.

(Evangelien ist übrigens die Mehrzahl von Evangelium)

Von Markus stammt zum Beispiel die Geschichte vom Seesturm.

Von Matthäus stammt zum Beispiel die Geschichte von den Weisen aus dem Osten, die Jesus kurz nach seiner Geburt besucht haben.

Von Lukas stammt zum Beispiel die Geschichte vom Zöllner Zachäus.

Und von Johannes stammt zum Beispiel die Geschichte vom großen Fischfang.

Beim Gottesdienst wird immer eine Jesusgeschichte aus den Evangelien vorgelesen

Ohne Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wüssten wir heute nichts mehr über Jesus, niemand, kein einziger Mensch auf der Welt.