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Und hier der Überblick

Über diesen Link kommst du zu einem Padlet, das einen Überblick über die Padlets aller Jahrgangsstufen gibt.

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3. Klasse

Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 4

Die Entlassung

Der vierte Teil der Eucharistiefeier ist der Kürzeste.

Ankündigungen

Die Entlassung beginnt damit, dass der Pfarrer ankündigt, was in der nächsten Woche in der Pfarrgemeinde los ist.

Dazu gibt es zwar einen Kirchenanzeiger auf Papier gedruckt und natürlich kann man auch auf die Homepage der Pfarrei schauen.

Aber das kennst du selbst aus der Schule:

Wenn die Lehrerin das alles auch noch persönlich sagt, dann bleibt es noch mal besser im Gedächtnis.

Segen

Dann segnet der Pfarrer die Gemeinde.

Segen bedeutet: Gutes von Gott erhalten.

Entlassung

Zum Schluss sagt der Pfarrer: „Gehet hin in Frieden!“ und die Gemeinde antwortet:

„Dank sei Gott, dem Herrn!“

Auszug

In der Regel bleibt man noch in den Bänken, bis der Pfarrer und die Ministranten und Ministrantinnen die Kirche verlassen haben.

Dann geht auch die Gemeinde.

Der tiefere Sinn der Entlassung ist:

Nimm etwas Gutes mit aus dem Gottesdienst und bringe es in die Welt außerhalb der Kirche.

Den Geist Jesu, vielleicht etwas von seinem Frieden und seinem Willen zum Vergeben und Verzeihen, etwas von seinem Vertrauen auf Gott, den Vater, etwas von seiner Liebe zu allen Menschen, etwas von seiner Hoffnung und Freude darüber, dass Gott alles gut machen wird.

Deshalb feiern wir jeden Sonntag Eucharistie.

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3. Klasse

Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 3

Die Eucharistiefeier

Das ist ein bisschen verwirrend.

Der ganze Gottesdienst heißt ja Eucharistiefeier.

Und dann heißt ein Teil des Gottesdienstes, nämlich der dritte Teil, auch noch Eucharistiefeier!

Beim Wortgottesdienst steht die Bibel im Mittelpunkt und der Ambo, der Ort, von dem aus die Bibel vorgelesen wird.

Bei der Eucharistiefeier, dem dritten Teil des Gottesdienstes, steht der Altar im Mittelpunkt, der Ort, auf dem Brot und Wein stehen.

Gabenbereitung

Bei der Gabenbereitung bringen die Ministranten und Ministrantinnen Brot und Wein zum Altar und der Pfarrer nimmt sie entgegen.

Früher brachten die Menschen Lebensmittel zum Gottesdienst mit.

Die wurden bei der Gabenbereitung eingesammelt und dann an arme Menschen verteilt.

Davon nahm man auch das Brot und den Wein, die man zum Gottesdienst brauchte.

Heute bringen wir keine Lebensmittel mehr zum Gottesdienst mit, sondern spenden bei der Gabenbereitung Geld für arme Menschen.

Zur Gabenbereitung setzt sich die Gemeinde hin und es wird meistens ein Lied gesungen.

Wegen Corona gibt es derzeit keine richtige Gabenbereitung.

Brot und Wein stehen schon auf dem Altar und die Körbchen zum Gabenspenden dürfen auch nicht durch die Bänke weitergegeben werden.

Die stehen hinten am Eingang.

Hochgebet

Nach der Gabenbereitung kommt das Dankgebet, das Hochgebet genannt wird. Du erkennst das Hochgebet daran, dass es einen ganz speziellen, feierlichen Anfang hat und der geht so:

Der Pfarrer sagt: „Der Herr sei mit euch!“

Die Gemeinde antwortet: „Und mit deinem Geiste!“

Der Pfarrer sagt: „Erhebet die Herzen!“

Die Gemeinde antwortet: „Wir haben sie beim Herrn!“

Der Pfarrer sagt: „Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott!“

Die Gemeinde antwortet: „Das ist würdig und recht!“

Damit soll Folgendes klar gemacht werden:

Wenn der Pfarrer jetzt das Hochgebet betet, dann sollen alle mit dem Herzen dabei sein und aufpassen, weil es wichtig ist und er es stellvertretend für alle spricht.

Im Hochgebet dankt der Pfarrer im Namen der Gemeinde Gott, dem Vater, für alles Gute, besonders aber für Jesus.

Mit den Engeln zusammen loben wir Gott und singen das Sanctus.

Sanctus ist Lateinisch und bedeutet auf Deutsch: Heilig.

Bild vom Kibiwe 2017

Bei jedem Hochgebet erzählt der Pfarrer auch die Geschichte vom letzten Abendmahl.

Die Ministranten und Ministrantinnen läuten dabei zweimal mit den Glocken.

Jetzt, so sagt es der Glaube, ist Jesus im Heiligen Brot bei uns.

Danach sagt der Pfarrer: „Geheimnis des Glaubens“ und die Gemeinde antwortet:

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Wir erinnern uns an Jesus, besonders an seinen Tod und seine Auferstehung.

Wir beten für alle Menschen, besonders aber für die Menschen, die mit uns zusammen Eucharistie feiern.

Den Heilige Geist als Taube findest du auf der Kindergottesdienstkerze

Das Hochgebet endet mit einem ganz großen Lobpreis, den wir in Neufahrn gemeinsam sprechen:

„Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit. Amen.“

Durch ihn und mit ihm und in ihm: Damit ist Jesus gemeint.

Beim Hochgebet steht die Gemeinde und kniet sich nach dem Sanctus hin.

Die Ministranten und Ministrantinnen machen es vor.

Tipp:

Wenn du unsicher bist, was du machen sollst, dann schau doch einfach, was die Erwachsenen in den Bänken machen!

Vaterunser

Nach dem Hochgebet kommt das Vaterunser, das alle gemeinsam beten.

Beim Vaterunser steht die Gemeinde.

Friedensgruß

Danach kommt der Friedensgruß.

Der Pfarrer sagt: „Der Friede sei mit euch!“ und die Gemeinde antwortet: „Und mit deinem Geiste!“ (Inzwischen können wir das schon richtig gut, oder?)

Jetzt geben wir unseren Nachbarn und Nachbarinnen in der Bank die Hand und sagen auch:

„Der Friede sei mit dir!“

Pustekuchen, natürlich nicht.

Schon wieder Corona!

Aber dafür Winken wir in Neufahrn unseren Nachbarn und Nachbarinnen zu und, weil wir es können, auch gleich Leuten, Bekannten und Freunden, die weiter entfernt sitzen irgendwo in der Kirche sitzen.

Brotbrechung

Der Pfarrer bricht das Heilige Brot jetzt in mehrere Teile.

Das soll uns daran erinnern, dass wir alle von einem einzigen Heiligen Brot essen.

Früher gab es tatsächlich nur ein großes Brot für die ganze Gemeinde, das für alle gebrochen wurde, und nur einen Kelch mit Wein, aus dem alle getrunken haben.

Es hat mit dem Wort „Kommunion“ zu tun.

Natürlich sind solche Sachen in diesen Corona-Zeiten nicht denkbar.

Denn im Gottesdienst wird derzeit superstreng darauf geachtet, dass die Hostien, so wird das Brot im Gottesdienst ja genannt, immer abgedeckt sind und nur von demjenigen oder derjenigen mit der Hand berührt werden, die sie dann auch bei der Kommunion empfangen.

Auf der Kindergottesdienstkerze ist ein Osterlamm zu finden. Das Lamm ist ein Symbol für Jesus

Vor der Kommunion gibt es ein spezielles Gebet.

Der Pfarrer sagt: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt“ und die Gemeinde antwortet:

„Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“

Das Gebet müssen alle Menschen beten, die zur Kommunion gehen.

Der Pfarrer, die Religionslehrerin, der Papst, der Präsident der Vereinigten Staaten, deine Mutter, dein Vater und du.

Das Gebet sagt:

Egal wie toll du bist und für wie wahnsinnig wichtig man dich hält – Jesus ist der Größte.

Er begegnet dir in diesem einfachen und heiligem Brot.

Zu diesem Gebet kniet sich die Gemeinde noch einmal hin.

Kommunion

Wenn du zur Kommunion gehst, dann mache aus deinen Händen eine Schale, indem du eine Hand über die andere legst.

Also so etwas wie eine Schale mit zwei Böden.

Dann legt dir der Pfarrer oder ein Kommunionhelfer oder eine Kommunionhelferin das Heilige Brot in die Hand, die oben ist.

Mit der unteren Hand nimmst du dann das Heilige Brot und tust es in deinen Mund.

Auf der Kindergottesdienstkerze ist eine Hostienschale und ein Kelch abgebildet.

Davor aber wird dir gesagt: „Leib Christi!“ und du antwortest: „Amen.“

Kommunion ist lateinisch und bedeutet auf Deutsch: Gemeinschaft.

Wenn du zur Kommunion gehst, dann hast du Gemeinschaft mit Jesus und mit allen anderen Menschen, die zur Kommunion gehen.

Wir essen alle gemeinsam von dem einen Heiligen Brot, das Jesus ist.

Schon wieder Corona, aber diesmal macht es dir das Leben einfacher:

Der Pfarrer und die Kommunionhelfer und Kommunionhelferinnen sagen nicht „Leib Christi“ und du musst auch nicht „Amen“ antworten.

Das Heilige Brot wird mit einer goldenen Zange oder einem goldenen Löffel ausgeteilt und natürlich gibt es keine Weinkommunion für die Erwachsenen.

Danklied

Nach der Kommunion wird der Altar von den Ministranten und Ministrantinnen wieder abgeräumt.

Was vom Heiligen Brot übriggeblieben ist, wird in den Tabernakel gebracht.

Dann wird das Danklied gesungen.

Dabei sitzt die Gemeinde.

In diesen Corona-Zeiten wird das Heilige Brot erst nach dem Gottesdienst in den Tabernakel gebracht.

Schlussgebet

Zum Schlussgebet steht die Gemeinde wieder auf.

Und das ist der tiefere Sinn der Eucharistiefeier:

Wie oft hat Jesus wohl Brot genommen, das Dankgebet gesprochen, das Brot gebrochen und an seine Jünger und Jüngerinnen verteilt?

Wenn wir es tun und Eucharistie feiern, dann deshalb:

Weil er es uns aufgetragen hat, weil wir uns dabei an ihn erinnern, weil wir so Gemeinschaft haben mit ihm und untereinander.

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Der Vater im Himmel

Nächste Woche ist der Donnerstag ein Feiertag und es ist keine Schule.

Ganz viele kennen den Feiertag unter dem Namen „Vatertag“, aber noch viel älter ist ein anderer Name:

Christi Himmelfahrt.

„Christi Himmelfahrt“ bedeutet „Jesu Himmelfahrt“.

Geht es eventuell darum, dass Jesus so etwas wie der erste Astronaut war?

Das ist sehr unwahrscheinlich.

Was ist hier überhaupt mit Himmel gemeint?

Ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken?

Oder irgendeine ferne Galaxie im Universum?

Der Feiertag „Christi Himmelfahrt“ will uns sagen:

Jesus ist bei Gott, dem Vater.

Und den Ort, wo Gott ist, den nennt die Bibel schon auch Himmel, aber damit sind weder die Wolken noch eine ferne Galaxie gemeint.

Der Himmel, in dem Gott wohnt, ist unerreichbar fern und trotzdem ganz nah.

Und man kann davon kein Bild machen, so wie man von Gott kein Bild machen kann.

Lukas beim Kibiwe 2017

Es gibt zu diesem Feiertag eine Geschichte in der Bibel, die uns Lukas erzählt.

Lukas hat nämlich nicht nur ein Evangelium geschrieben, in dem er Geschichten über Jesus erzählt, sondern auch ein zweites Buch, in dem er erzählt, wie es mit den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Tod und Auferstehung weiterging.

Wir nennen dieses Buch Apostelgeschichte.

Lukas erzählt:

Vierzig Tage waren seit dem Ostertag vergangen und Jesus, der Auferstandene, erschien seinen Jüngern und Jüngerinnen und ging mit ihnen auf den Ölberg.

„Bleibt in Jerusalem,“ sagte Jesus, „und wartet dort, bis ich euch meinen Geist sende. Ihr sollt allen Menschen die gute Nachricht verkünden, dass Gott alles gut macht.“

„Das Reich Gottes?“ fragten die Jünger und Jüngerinnen aufgeregt, „Kommt jetzt dein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit?“

„Das hat schon begonnen,“ sagte Jesus, „Aber wann es vollendet sein wird, das weiß nur der Vater im Himmel.“

Und dann sahen sie Jesus nicht mehr.

Die Jünger und Jüngerinnen wussten:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

Trotzdem schauten die Jünger und Jüngerinnen automatisch nach oben in den Wolken – und Sternenhimmel.

Plötzlich standen bei ihnen zwei Männer mit strahlend weißen Gewändern.

„Was schaut ihr da rauf?“

fragten die Männer mit den strahlend weißen Gewändern.

„Am Ende der Zeit wird dieser Jesus wiederkommen.

Geht nach Jerusalem und wartet dort auf den heiligen Geist, den Jesus euch versprochen hat.“

Und so gingen die Jünger und Jüngerinnen zurück nach Jerusalem.

Christi Himmelfahrt und der Vatertag haben also schon etwas miteinander zu tun.

An Christi Himmelfahrt erinnern wir uns daran:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

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Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 2

Der Wortgottesdienst

Das Wichtigste im Wortgottesdienst ist, dass aus der Bibel vorgelesen wird.

Diese Idee, nämlich im Gottesdienst aus der Bibel vorzulesen, haben wir Christen vom Gottesdienst der Juden abgeschaut.

Früher gab es nur wenige Bücher und nur ganz wenige Bibeln.

Um zu erfahren, was in der Bibel steht, gab es für viele Menschen nur im Wortgottesdienst die Gelegenheit.

Klar, heute könnte jeder und jede mit einem einfachen Klick im Internet die Bibel lesen, aber wer macht das schon?

Deshalb ist auch heute noch der Wortgottesdienst wichtig.

So bekommt man jedes mal, wenn man in den Gottesdienst geht, ein Bisschen was von dem mit, was in der Bibel steht.

Das Lesen in der Bibel hat noch einen tieferen Sinn übrigens.

Aber zuerst: Die Bibel hat zwei Teile, das Alte Testament (AT) und das Neue Testament (NT).

Das Alte Testament entstand, bevor Jesus lebte, das Neue Testament entstand nach Jesu Tod und Auferstehung.

Das Alte Testament ist die Heilige Schrift der Juden.

Sie nennen es Tanach.

Aber auch für uns Christen ist das Alte Testament Teil unserer Heiligen Schrift.

Das Neue Testament gehört uns Christen allein.

Im Neuen Testament finden wir die Geschichten von Jesus.

Die Geschichten von Jesus sind aber nur ein Teil des Neuen Testamentes.

Wir nennen sie Evangelien.

Es gibt vier Leute, die ein Evangelium für das Neue Testament geschrieben haben:

Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Im NT gibt es 21 Briefe. 14 davon soll oder hat der Apostel Paulus geschrieben. 2003 und 2013 gab es schon ein Kibiwe zu Paulus. Dieses Bild stammt vom Kibiwe 2003. Aufnahme: Harald Renz

Im Neuen Testament gibt es aber auch Geschichten von den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Auferstehung und es gibt dort Briefe, die von Jüngern an andere Christen oder Christinnen geschrieben wurden.

Deshalb sollte eigentlich dreimal aus der Bibel im Gottesdienst vorgelesen werden:

Einmal aus dem AT, dann aus den Briefen im NT, dann aus den Evangelien.

In Neufahrn ist es so, dass wir entweder eine Lesung aus dem AT oder den Briefen des NT haben und immer eine Lesung aus den Evangelien, weil die für uns Christen absolut superwichtig sind.

Die Idee dahinter ist:

Besser zweimal gut aufgepasst als dreimal schlecht aufgepasst.

Lesung aus dem AT oder aus den Briefen des NT

Zuerst also hören wir eine Lesung aus dem AT oder aus den Briefen des NT.

Bei der Lesung sitzen wir.

Das Lesen der Lesung ist Sache der Gemeinde.

Ein Lektor oder eine Lektorin übernimmt meistens diesen Dienst.

Lektor ist Lateinisch und heißt auf Deutsch „Vorleser“.

Zwischengesang/ Halleluja-Ruf

Nach der Lesung singen wir ein Lied, das Zwischengesang genannt wird, und dann das Halleluja, mit dem das Evangelium begrüßt wird.

Halleluja ist ein hebräisches Wort und heißt auf Deutsch: Lobt Gott!

Evangelium

Dann wird das Evangelium vorgelesen.

Zum Halleluja und zum Hören des Evangeliums steht die Gemeinde auf.

Predigt

Nach dem Evangelium hält der Pfarrer eine Rede, die Predigt genannt wird.

Die Predigt soll der Gemeinde helfen, das Evangelium und die Lesung besser zu verstehen und sich zu fragen, was die Geschichten von Jesus für uns Menschen heute bedeuten sollen.

Die älteren Leute hören da gerne geduldig zu, aber ihr Kinder habt vielleicht den Mut, hier eure eigenen Gedanken zur Sprache zu bringen.

Deshalb ist es besonders bei den Gottesdiensten für euch üblich, dass ihr bei der Predigt plötzlich gefragt werdet, was ihr denkt oder meint.

Dann ist die Predigt ein Gespräch über das Evangelium und sogar du kannst etwas dazu beitragen, dass wir alle Jesus besser verstehen können.

Bei der Predigt sitzt die Gemeinde.

Glaubensbekenntnis

Mit dem Glaubensbekenntnis antwortet die Gemeinde auf das Evangelium und auf die Predigt.

Das Glaubensbekenntnis ist ein sehr alter Text und sehr lang.

Du findest ihn im Gotteslob auf Seite 36.

Beim Glaubensbekenntnis geht es darum, einfach zu sagen, dass man auf Gott, den Vater, vertraut, der alles geschaffen hat, auf Jesus, der uns gezeigt hat, wie Gott ist, und auf Gottes Geist, den Heiligen Geist, der in unseren Herzen wohnt und uns begleitet.

Dazu steht die Gemeinde auf.

Fürbitten

Bei den Fürbitten beten wir für alles, was uns wichtig ist und auf dem Herzen liegt.

Die Fürbitten sind eine Aufgabe der Gemeinde.

Normalerweise übernimmt diesen Dienst ein Lektor oder eine Lektorin.

Bei den Gottesdiensten für Kinder übernehmen auch Kinder diese wichtige Aufgabe.

Und was ist er tiefere Sinn des Wortgottesdienstes?

Wir begegnen Jesus in seinen Worten und Taten, dem Evangelium.

Im Evangelium ist Jesus bei uns.

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Die vier Teile des Gottesdienstes – Teil 1

Die Eröffnung

Alles, was in der Eröffnung geschieht, ist erst im Lauf der Zeit zum Gottesdienst dazugekommen.

Und wozu ist die Eröffnung gut?

Das kennst du vielleicht auch aus der Schule am Morgen:

Du bist zwar im Klassenzimmer angekommen, aber deine Gedanken sind noch irgendwo anders.

Sie brauchen einfach mehr Zeit, auch im Klassenzimmer anzukommen.

Im Gottesdienst ist das nicht anders.

Die Eröffnung ist dazu da, dass auch die Gedanken beim Gottesdienst ankommen können.

Und – sie hat noch einen anderen tiefen Sinn.

Einzug

Die Gemeinde ist schon auf ihren Plätzen und du schaust noch neugierig herum oder redest leise mit deinem Nachbarn oder deiner Nachbarin –

da ertönen Glocken und die Ministranten und Ministrantinnen kommen mit dem Pfarrer herein.

Die Gemeinde steht dazu auf und singt gemeinsam das erste Lied.

(Das Singen in der Kirche ist in den Corona-Zeiten nicht erlaubt, aber das Spielen mit der Orgel schon.

Unsere Organisten und Organistinnen, so nennt man die Leute an der Orgel, greifen kräftig in die Tasten.

Es muss ohne Singen gehen, aber niemals ohne Musik.)

Kreuzzeichen

Gemeinsam machen wir das Kreuzzeichen:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Begrüßung

„Der Herr sei mit euch!“ sagt der Pfarrer und alle antworten: „Und mit deinem Geiste!“

Das ist eine sehr alte Begrüßungsweise, die sich im Gottesdienst erhalten hat.

Dann begrüßt der Pfarrer die Gemeinde noch mit persönlichen Worten.

Bitte um Verzeihung

Danach gibt es immer ein paar Gedanken zur Besinnung.

Manchmal überlegen wir auch, was in der Woche war, was gut war und was nicht gut war.

Manchmal bitten wir Gott um Verzeihung.

(Das Bild dazu zeigt den Zöllner Zachäus beim Kibiwe 2017)

Kyrie-Rufe

Danach kommen die Kyrie-Rufe.

Und da haben wir die ersten griechischen Worte im Gottesdienst.

Ich habe euch das angekündigt, nicht wahr?

„Kyrie eleison“ heißt auf Deutsch „Herr, erbarme dich“ und ist ein griechischer Satz.

Aber warum sprechen oder singen wir das?

Wir begrüßen Jesus, der immer bei uns ist, wenn wir uns in seinem Namen versammeln.

Gloria

Mit dem Gloria, das jetzt kommt oder auch nicht kommt, ist das eine besondere Sache.

Das Gloria zu singen soll nämlich Spaß machen!

Es ist ein Loblied auf Gott und es erinnert an die Engel, die dieses Lied an Weihnachten gesungen haben um den Hirten zu verkünden: Jesus ist da!

Das Gloria darf nur an Sonntagen und an Feiertagen gesungen werden.

In der ganzen Zeit des Advents und in der Fastenzeit darf es überhaupt nicht gesungen werden.

Beim Gloria soll man spüren:

Auf Gott zu vertrauen macht glücklich und froh.

So wie dieses Vertrauen auf Gott ist auch das Gloria ein Geschenk.

Gloria ist das lateinische Wort für Lob oder Ehre.

Wir loben Gott, wenn wir das Gloria singen.

Lateinisch habe ich euch auch angekündigt, stimmt‘s?

(Weil wir zur Zeit im Gottesdienst nicht singen dürfen, entfällt deshalb das Gloria, manchmal singen Musikanten oder Musikantinnen das Gloria stellvertretend für uns, manchmal spielt nur die Orgel.)

Tagesgebet

Wenn der Pfarrer betet, dann betet er nicht für sich.

Er betet stellvertretend für die Gemeinde.

Ein Zeichen dafür ist, dass er zum Gebet die Hände ausbreitet.

Früher haben alle Christen so ihre Hände zum Gebet gehalten.

Die Gemeinde antwortet auf das Gebet mit dem „Amen“.

Amen ist ein hebräisches Wort und bedeutet:

So sei es, so soll es sein, wir sind einverstanden.

Hebräisch war auch angekündigt, aber inzwischen hast du dich hoffentlich an die Fremdwörter gewöhnt.

Nach dem Tagesgebet setzt die Gemeinde sich hin.

Die Gemeinde steht während der Eröffnung, außer der Pfarrer sagt oder zeigt an, dass man sich hinsetzen soll.

(In Corona-Zeiten dürfen die Ministranten und Ministrantinnen das Buch mit dem Tagesgebet für den Pfarrer nicht halten, weil das gegen die Abstandsregeln verstößt. Deshalb hält der Pfarrer das Buch selbst und kann derzeit leider so auch nicht die Hände ausbreiten, wie du es auf dem Bild siehst.)

Und was ist der tiefere Sinn der Eröffnung?

Wir begegnen Jesus, der mitten unter uns ist, wenn wir uns in seinem Namen versammeln.

Für die Jünger und Jüngerinnen war er sichtbar am Ostertag, für uns ist er unsichtbar in unserer Mitte.

„Glücklich ist, wer nicht sieht und doch glaubt“, sagt Jesus zu uns.

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2. Klasse

Das Making-of der Evangelien

Kennst du das Spiel „Stille Post“?

Falls nicht, das Spiel geht so:

Jemand denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarn ins Ohr.

Der Nachbar flüstert jetzt den Satz dem nächsten Nachbarn ins Ohr, der wieder dem nächsten, bis alle dran waren.

Der Letzte darf dann laut sagen, was ihm ins Ohr geflüstert wurde.

Bei diesem Spiel passiert meistens folgendes:

Das, was der Letzte ins Ohr geflüstert bekommt, ist nicht das, was der Erste sich ausgedacht hat.

Der Satz hat sich verändert!

Vielleicht lautete der Satz: „Im Frühling blühen viele Blumen.“

Und das hört vielleicht der Letzte:

„Friedelbum“ oder etwas Ähnliches.

Warum?

Entweder es wurde nicht richtig verstanden, was einem ins Ohr geflüstert wurde, oder man hat einfach beim Weitersagen etwas von dem Satz vergessen.

Manchmal verändern Mitspieler auch mit Absicht den Satz.

Das passiert ganz oft auch im Alltag.

Wenn etwas nur gesagt wird, wird es oft gleich wieder vergessen.

Damit man sich an das wieder erinnern kann, was man vergessen hat, gibt es ein sehr gutes Hilfsmittel:

Man schreibt es auf, bevor man es vergisst.

Schreiben und lesen, das sind doch die zwei wichtigen Sachen, die man in der Schule lernt, nicht wahr?

Mit den Geschichten über Jesus war das so eine ähnliche Sache.

Die Jünger und Jüngerinnen erzählten allen Menschen von Jesus.

Viele Menschen begannen deshalb auch an Jesus zu glauben.

Auch sie erzählten wieder anderen Menschen von Jesus.

Auch diese Menschen begannen an Jesus zu glauben und erzählten wieder anderen Menschen von Jesus – merkst du was?

Erinnert dich das an das Spiel „Stille Post“?

Wie lange denkst du, dass das gut gegangen wäre?

„Jesus hat den Tod besiegt, halleluja!“ wäre dann zu „Josef liebt Julia“ oder etwas Ähnlichem geworden.

Deshalb war es sicher eine gute Idee, dass die Geschichten von Jesus aufgeschrieben wurden.

Das war in der Zeit zwischen 40 bis 70 Jahren nach Jesu Tod und Auferstehung der Fall.

In der Bibel finden wir heute, also 2000 Jahre später, gleich vier Berichte über das, was Jesus getan und gesagt hat.

Der erste Evangelist

Markus war der erste, der auf die Idee kam, eine Geschichte von allem über Jesus aufzuschreiben.

Er kam auch auf die Idee, diese Geschichte „Evangelium“ zu nennen.

Hier kannst du sehen und hören, wie Markus sein Evangelium geschrieben hat.

Tipp: Drücke auf beide Pfeile schnell hintereinander, dann laufen das Video und das Audio gleichzeitig ab und du kannst die Information gleichzeitig sehen und hören.

Für alle Fachleute: Die Bilder sind nicht exakt Geschichten von Markus
So würde das wohl in der Schule ausschauen, wenn man abschreibt. Markus, Matthäus und Lukas saßen nicht an einem Tisch nebeneinander, selbstverständlich.

Hoppla – da schreibt doch wer ab?

Markus, Matthäus und Lukas haben ziemlich viele Geschichten gleich.

Oft stimmen sogar der Wortlaut und die Reihenfolge überein.

Vielleicht kommt ihr selber drauf, was da passiert ist?

Ja, richtig!

Matthäus und Lukas haben bei Markus abgeschrieben!

Lukas hatte Kopien seiner Quellen. Er hat auch ein Kopie von Markus.

Beim Kibiwe 2017 haben wir Lukas bei der Arbeit zugeschaut.

Seht ihr die vielen Rollen an seinem Schreibpult?

Er hat sie „Quellen“ genannt: Quellen, das hat hier gar nichts mit Wasser zu tun.

Das sind Schriften, bei Lukas sind das Schriften über Jesus, die er gesammelt hat und von denen er abgeschrieben hat.

Eine davon war auch der Markus.

So hat es auch Matthäus gemacht, unabhängig von Lukas.

Auch Matthäus hat Quellen gesammelt und von ihnen abgeschrieben.

Eine davon war auch der Markus.

Inzwischen haben die Forscher eine Idee, wie die Evangelien von Matthäus und Lukas entstanden sind.

Schaut und hört selbst!

Tipp: Drücke auf beide Pfeile schnell hintereinander, dann laufen das Video und das Audio gleichzeitig ab und du kannst die Information gleichzeitig sehen und hören.

Schau mal, welche Geschichten von welchem Evangelist stammt!

Von Markus stammt zum Beispiel die Geschichte, dass Johannes der Täufer Jesus im Jordan getauft hat.

(Und natürlich haben das Matthäus und Lukas von ihm abgeschrieben)

Von Matthäus stammt zum Beispiel die Geschichte von den Weisen aus dem Osten, die Jesus kurz nach seiner Geburt besucht haben.

Sie gehört zu seinem Sondergut.

Von Lukas stammt zum Beispiel die Geschichte vom Zöllner Zachäus.

Sie gehört zu seinem Sondergut.

Da fehlt doch einer!

Jetzt fragst du vielleicht – stop, da fehlt doch Johannes! Was ist mit dem?

Johannes kannte wahrscheinlich die anderen Evangelien, aber er hat seinen ganz speziellen Stil und seine ganz eigenen Geschichten über Jesus.

Von Johannes stammt zum Beispiel die Geschichte vom ungläubigen Thomas.

Ohne die Evangelisten geht gar nichts!

Im Pfarrzentrum im Kleinen Saal hängt dieses Kreuz.

Oben, unten, rechts und links findet du seltsame Gestalten mit Flügeln.

Wenn du genau hinschaust, dann siehst du, dass jede Gestalt ein Buch hält.

Diese Gestalten sind Symbole für die Evangelisten.

Der Adler oben steht für Johannes, der Löwe links steht für Markus, der Mensch rechts steht für Matthäus und der Stier unten steht für Lukas.

Ohne Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wüssten wir heute nichts mehr über Jesus, niemand, kein einziger Mensch auf der Welt.

In jedem Gottesdienst wird eine Geschichte aus den Evangelien vorgelesen.
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Die Jesusgeschichten werden aufgeschrieben

Kennst du das Spiel „Stille Post“?

Falls nicht, das Spiel geht so:

Jemand denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarn ins Ohr.

Der Nachbar flüstert jetzt den Satz dem nächsten Nachbarn ins Ohr, der wieder dem nächsten, bis alle dran waren.

Der Letzte darf dann laut sagen, was ihm ins Ohr geflüstert wurde.

Bei diesem Spiel passiert meistens folgendes:

Das, was der Letzte ins Ohr geflüstert bekommt, ist nicht das, was der Erste sich ausgedacht hat.

Der Satz hat sich verändert!

Vielleicht lautete der Satz: „Im Frühling blühen viele Blumen.“

Und das hört vielleicht der Letzte: „Friedelbum“ oder etwas Ähnliches.

Warum?

Entweder es wurde nicht richtig verstanden, was einem ins Ohr geflüstert wurde, oder man hat einfach beim Weitersagen etwas von dem Satz vergessen.

Manchmal verändern Mitspieler auch mit Absicht den Satz.

Das passiert ganz oft auch im Alltag.

Wenn etwas nur gesagt wird, wird es oft gleich wieder vergessen.

Damit man sich an das wieder erinnern kann, was man vergessen hat, gibt es ein sehr gutes Hilfsmittel:

Man schreibt es auf, bevor man es vergisst.

Schreiben und lesen, das sind doch die zwei wichtigen Sachen, die du dieses Jahr in der Schule lernst, nicht wahr?

Mit den Geschichten über Jesus war das so eine ähnliche Sache.

Die Jünger und Jüngerinnen erzählten allen Menschen von Jesus.

Viele Menschen begannen deshalb auch an Jesus zu glauben.

Auch sie erzählten wieder anderen Menschen von Jesus.

Auch diese Menschen begannen an Jesus zu glauben und erzählten wieder anderen Menschen von Jesus – merkst du was?

Erinnert dich das an das Spiel „Stille Post“?

Wie lange denkst du, dass das gut gegangen wäre?

„Jesus hat den Tod besiegt, halleluja!“ wäre dann zu „Josef liebt Julia“ oder etwas Ähnlichem geworden.

Deshalb war es sicher eine gute Idee, dass die Geschichten von Jesus aufgeschrieben wurden.

In der Bibel finden wir heute, also 2000 Jahre später, gleich vier Berichte über das, was Jesus getan und gesagt hat.

Markus war der Erste, der einen Bericht über Jesus schrieb.

Er gab seinem Bericht einen besonderen Namen: Evangelium.

Später schrieben dann Matthäus, Lukas und Johannes ihre Evangelien über Jesus.

(Evangelien ist übrigens die Mehrzahl von Evangelium)

Von Markus stammt zum Beispiel die Geschichte vom Seesturm.

Von Matthäus stammt zum Beispiel die Geschichte von den Weisen aus dem Osten, die Jesus kurz nach seiner Geburt besucht haben.

Von Lukas stammt zum Beispiel die Geschichte vom Zöllner Zachäus.

Und von Johannes stammt zum Beispiel die Geschichte vom großen Fischfang.

Beim Gottesdienst wird immer eine Jesusgeschichte aus den Evangelien vorgelesen

Ohne Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wüssten wir heute nichts mehr über Jesus, niemand, kein einziger Mensch auf der Welt.

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Die Heiligen Schriften im Judentum, im Christentum und im Islam

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Quelle: wikipedia commons

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Was passiert eigentlich im Gottesdienst?

Was passiert im Gottesdienst?

Das würde ich euch jetzt gerne direkt fragen.

Vielleicht habt ihr da schon ein paar Antworten:

Es wird gebetet, es wird gesungen, es wird aus der Bibel vorgelesen …

Das stimmt alles!

Vielleicht habt ihr auch schon bemerkt, dass es irgendwie eine bestimmte Ordnung gibt, wenn wir Gottesdienst feiern.

Ordnung, das bedeutet in diesem Fall: Zuerst passiert dies, dann passiert das.

Wer bestimmt das eigentlich?

Jesus?

Das ist falsch und das ist richtig.

Jesus hat uns aufgetragen, zur Erinnerung an ihn Brot zu nehmen, Gott zu danken, das Brot miteinander zu brechen und zu essen.

Aber, Hand aufs Herz, wenn du heute in den Gottesdienst gehst, dann ist das doch etwas komplizierter als damals beim letzten Abendmahl.

Woran liegt das?

Dieser Gottesdienst wird ununterbrochen gefeiert, seitdem Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Auftrag dazu gab.

Zum Beispiel: Im Gottesdienst wird aus der Bibel vorgelesen. Diesen Teil des Gottesdienstes haben wir beim Judentum abgeschaut.

Im Laufe der Zeit sind Sachen dazu gekommen (und manche auch wieder abgeschafft worden).

Manche Dinge hat man sich von anderen Religionen abgeguckt und dann für den Gottesdienst übernommen, weil sie gut passen, Sinn machen und schön sind.

Im Laufe der Jahrhunderte hat der Gottesdienst viele verschiedene Namen bekommen:

Brotbrechen, Messe, Heilige Messe, Messopfer, göttliche Liturgie, Abendmahl, Mysterienfeier, Eucharistiefeier, Herrenmahl …

Wir in Neufahrn nennen den Gottesdienst übrigens meistens Eucharistiefeier.

Vielleicht erinnerst du dich:

Eucharistie ist Griechisch und heißt: „Danke“ (Dieser Name für den Gottesdienst wurde ungefähr 100 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung erfunden).

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Gottesdienst auf Griechisch und dann auf Lateinisch gefeiert.

Heute ist die Sprache im Gottesdienst (bei uns) Deutsch.

Noch heute verwenden wir deshalb griechische, lateinische, aber inzwischen auch deutsche Begriffe im Gottesdienst.

Übrigens gibt es auch noch hebräische Wörter im Gottesdienst – ich hoffe, du hast Lust darauf, diese Begriffe alle kennen zu lernen!

Dieses Bild stammt vom Kibiwe 2013. Die christliche Gemeinde in Antiochia trifft sich zum Gottesdienst. Kirchengebäude kannten die frühen Christen noch nicht. Es gab damals auch noch nicht so viele Christen.

Die Eucharistiefeier ist also 2000 Jahre alt.

Im Kern geht sie auf Jesus zurück, aber viele Christen und Christinnen haben dazu beigetragen, dass sie so gefeiert wird, wie wir sie heute kennen.

Es ist schön, einen Gottesdienst mit einer so langen Tradition zu feiern.

Und es ist schön, wenn man die Eucharistie so feiern kann, dass auch wir Menschen heute verstehen, worum es eigentlich geht.

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Der große Fischfang

Vielleicht warst du schon mal beim Fischen.

Fischen nennt man übrigens alles, egal, ob man mit dem Netz oder mit der Angel, mit dem Eimer oder mit dem Kescher oder auch nur mit den bloßen Händen Fische fangen will.

Beim Fischen gilt:

Einen besonderen Fisch fangen ist besser als einen „normalen“ Fisch fangen.

Einen großen Fisch fangen ist besser als viele kleine Fische.

Und:

Fischer reden sehr gerne darüber, was für große und besondere Fische sie schon gefangen haben.

Ich fange leider nicht viele Fische, aber ich habe dafür die coolsten Angeln weit und breit.

Und natürlich ist es beim Fischen immer gut, wenn man überhaupt etwas fängt.

Unsere Jünger und Jüngerinnen sind wieder zurück am See Gennesaret. Da hat alles angefangen mit Jesus.

So viel haben sie inzwischen mit Jesus erlebt!

Und natürlich freuen sie sich, dass Jesus den Tod besiegt hat.

Aber wie soll jetzt ihr Leben weiter gehen?

Da sitzen sie und langweilen sich.

Petrus sagt: „Ich gehe fischen!“

Die anderen Jünger und Jüngerinnen antworten: „Wir kommen mit!“

Gemeinsam machen sie das Boot klar und fahren los.

Die Sonne geht unter und es wird Nacht.

In der Nacht, das wissen die Jünger, kann man am See Gennesaret am besten Fische fangen.

An einer Stelle, wo immer besonders viele Fische stehen, werfen sie das Netz aus.

Die Jünger und Jüngerinnen sind mucksmäuschenstill und warten leise.

Dann holen sie das Netz wieder ein.

Das Netz ist leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fahren zu einer anderen Stelle im See und werfen wieder das Netz aus.

Die Jünger und Jüngerinnen sind mucksmäuschenstill und warten leise.

Dann holen sie das Netz wieder ein.

Das Netz ist wieder leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fahren zu einer anderen Stelle im See und werfen wieder das Netz aus.

Sie holen das Netz wieder ein und es ist immer noch leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fischen die ganze Nacht und fangen nichts.

Am Morgen fahren sie enttäuscht zurück.

Am Ufer sehen sie einen Mann stehen.

Der Mann ruft ihnen zu: „Habt ihr etwas gefangen?“

Die Jünger antworten: „Nein!“

Der Mann sagt: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen!“

Die Jünger und Jüngerinnen machen, was der Mann sagt.

Sie werfen das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus.

Als sie das Netz wieder einholen, da ist das Netz voller Fische!

Während die anderen Jünger und Jüngerinnen mit dem vollen Netz beschäftigt sind, schaut Johannes zum Ufer, wo der Mann steht, der ihnen gesagt hat, dass sie das Netz auf der rechten Seite des Bootes auswerfen sollen.

Johannes ruft: „Es ist Jesus!“

Als Petrus das hört, springt er sofort in den See und schwimmt zu Jesus.

Die anderen Jünger und Jüngerinnen kommen mit dem Boot nach.

Das Netz mit den Fischen ziehen sie hinter sich her.

Als die Jünger und Jüngerinnen bei Jesus sind, sehen sie ein kleines Grillfeuer und Brot.

Jesus sagt: „Bringt von den Fischen!“

Da zieht Petrus das Netz an Land.

Es sind 153 große Fische!

(Petrus muss ziemlich schnell mit dem Zählen sein. Übrigens: Kleine Fische setzt man zurück in den See, damit sie weiter wachsen können)

Die Jünger und Jüngerinnen bringen von den Fischen und Jesus legt sie auf den Grill.

Als die Fische fertig sind, gibt Jesus ihnen von dem Brot.

Und die Fische haben Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen auch gemeinsam gegessen.

Was sie dabei geredet haben?

Das erzählt uns die Geschichte nicht.

Die Jünger und Jüngerinnen waren glücklich, weil sie Jesus sehen durften.

Aber – es war das letzte Mal, dass die Jünger und Jüngerinnen fischen waren.

Kannst du dich noch erinnern, was beim Fischen wichtig ist?

Wenn man fischt, dann will man besondere und große Fische fangen.

Und die Jünger und Jüngerinnen haben erkannt:

Dieser besondere und große Fisch, den sie in ihrem Leben gefangen haben, das ist Jesus!

Und was macht man, wenn man einen besonderen und großen Fisch gefangen hat?

Man redet darüber.

Die Jünger und Jüngerinnen sind nicht mehr zum Fischen gegangen.

Sie haben allen Menschen von Jesus erzählt.

Das war jetzt ihr Beruf.

Der Fisch ist übrigens wirklich ein Zeichen für Jesus.

Manchmal siehst du auch auf Autos einen Aufkleber in Form eines Fisches.

Dieser Aufkleber will sagen: Wir glauben an Jesus.

Auf unserer Kindergottesdienstkerze ist deshalb auch ein Fisch drauf.

Und, kleiner Tipp: Wenn du Leute siehst, die fischen, dann darfst du vielleicht leise zugucken.

Aber frag nicht gleich als Erstes: „Habt ihr etwas gefangen?“

Das darf nur Jesus.