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Menschen sind für Jesus und gegen Jesus

Du hast in den letzten Wochen einiges über Jesus erfahren.

Die Jünger und Jüngerinnen Jesu haben erlebt, wie er den Sturm beruhigt hat.

Sie sagen:

Jesus ist mächtig!

Wenn Jesus bei uns ist, dann müssen wir keine Angst haben!

Du hast gehört, wie Jesus den blinden Bartimäus geheilt hat.

Bartimäus sagt:

Jesus hat mich geheilt!

Gott hilft ihm!

Du hast gesehen, wie Jesus beim Zöllner Zachäus zu Gast war.

Zachäus sagt:

Jesus ist mein Freund!

Er hat mich nicht geschimpft!

Jetzt will ich ein neues Leben anfangen!

Du hast gehört, wie Jesus von Gott erzählt hat.

Jesus sagt:

Gott ist wie ein Vater.

Er liebt alle Menschen.

Wir dürfen Gott vertrauen wie ein Kind.

Er wird alles gut machen.

Du hast erfahren, dass nicht alle Menschen einverstanden waren mit dem, was Jesus sagte und tat.

Zum Beispiel ärgerte es sie, dass Jesus mit so Leuten wie Zöllnern befreundet war.

Sie sagten:

Jesus ist mit Zöllnern befreundet.

Deswegen kann er nicht richtig über Gott reden.

Er ist selbst ein Betrüger.

Jesus muss weg!

Vielleicht weißt du schon, was mit Jesus in Jerusalem geschehen wird und wie es mit Jesus weitergehen wird.

Das erzähle ich dir nächste und übernächste Woche.

Übrigens: Die Geschichte von dem Hirten mit den 100 Schafen, die von Jesus stammt, habe ich dir ganz am Anfang des Schuljahres erzählt.

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Jesus in Jerusalem

Jesus zieht in Jerusalem ein

Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen sind auf dem Weg nach Jerusalem.

Auch viele andere Menschen sind auf dem Weg, um das große Fest in Jerusalem zu feiern.

Kurz vor Jerusalem bleibt Jesus stehen.

Er ruft zwei Jünger zu sich und sagt zu ihnen:

„Geht in das nächste Dorf. Dort werdet ihr einen jungen Esel finden, auf dem noch nie ein Mensch geritten ist. Bindet ihn los und bringt ihn zu mir.“

Die Jünger fragen nicht, wozu Jesus einen Esel braucht oder woher er weiß, dass da ein Esel sein wird.

Sie machen sich eher Gedanken, was die Leute im Dorf sagen werden, wenn sie einfach den Esel losbinden.

Jesus sagt:

„Wenn euch jemand fragt, warum ihr den Esel losbindet, dann antwortet: Jesus braucht den Esel. Wir bringen ihn bald wieder zurück.“

Tatsächlich finden die Jünger im nächsten Dorf einen jungen Esel, der angebunden ist.

Die Jünger binden den Esel los und werden gefragt: „Warum bindet ihr den Esel los?“

Sie antworten: „Jesus braucht den Esel. Wir bringen ihn bald wieder zurück.“

Daraufhin dürfen sie den Esel mitnehmen.

Die Jünger bringen den Esel zu Jesus und, weil sie keinen Sattel haben, zieht Petrus sein Obergewand aus und legt es auf den Esel.

Dann setzt sich Jesus auf den Esel und so machen sich Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen weiter gemeinsam auf den Weg nach Jerusalem.

Als sie in der Nähe von Jerusalem sind, da legen die Jünger und Jüngerinnen ihre Kleider auf die Straße direkt vor den Esel, auf dem Jesus sitzt.

Die Menschen beginnen Blätter von den Bäumen zu reißen und auf den Weg zu streuen.

Die Menschen begrüßen Jesus und rufen:

„Hosanna! Gesegnet sei er, der im Namen Gottes zu uns kommt! Gesegnet sei das Reich Davids, das jetzt zu uns kommt! Hosanna in der Höhe!“

Andere finden das unmöglich: „Jesus, sag diesen Menschen, sie sollen sofort damit aufhören!“

Aber Jesus antwortet ihnen: „Wenn diese Menschen schweigen, dann werden die Steine Hosanna rufen!“

Was sich die Jünger und Jüngerinnen wohl von Jesus erwartet haben, jetzt, da er in die Hauptstadt Jerusalem gekommen ist?

Sie erinnern sich an den großen König David, der vor langer Zeit in Israel König war.

Und warum brauchte Jesus unbedingt einen Esel, um nach Jerusalem einzuziehen?

Hätte Jesus sich dann nicht besser ein Pferd ausgeliehen?

Aber wenn er kein König sein will, warum hat er dann nicht gerufen: „Stopp, Leute, ich bin kein König?“

Fragen über Fragen.

Ich denke: Jesus will ein König sein, aber nicht so wie ein „normaler“ König.

Was für eine Art König ist Jesus?

Hast du eine Antwort auf diese Frage?

Dann gehe zurück zum Padlet.

Unter dem Link auf diese Seite findest du dort die Möglichkeit, einen Kommentar zu schreiben.

Schreibe dort, was für eine Art von König Jesus deiner Meinung nach ist.

Ich freue mich, wenn du etwas Schönes schreibst!

Die Salbung in Betanien

Heute werfen wir zunächst einen Blick ins Badezimmer.

Salben sind ja eher eine Frauensache, speziell wenn es darum geht, der Haut ein jugendliches Aussehen zu geben.

Aber auch Männer brauchen gelegentlich Creme: Sie helfen gegen Sonnenbrand und können sogar heilen.

Ach ja, die Haarpflege!

Das ist wirklich ein Thema.

Auch zurzeit Jesu galt es als vornehm, nicht unbedingt wie ein Yeti auszuschauen.

Damals galt es als Haarpflege, duftendes Öl im Haar zu verteilen.

Andere Länder – andere Sitten!

Aber das duftende Öl im Haar hatte in dem Land, in dem Jesus lebte, noch eine tiefere Bedeutung …

Während der Zeit, zu der Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen wegen des großen Festes in Jerusalem ist, kommen sie bei Freunden in Betanien unter.

Betanien ist ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Jerusalem.

Jeden Morgen geht Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen nach Jerusalem.

Jeden Abend kehrt Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen nach Betanien zurück.

Der Weg führt über den Ölberg.

Eines Abends sitzen Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen in Betanien zusammen mit ihren Freunden beim Abendessen, da passiert Folgendes:

Eine fremde Frau betritt das Haus.

In den Händen hält sie ein Gefäß aus Alabaster.

Die Frau geht direkt auf Jesus zu.

Was hat sie vor?

Die Frau öffnet das Gefäß aus Alabaster und ein wunderbarer Duft erfüllt das ganze Haus.

„Das ist Nardenöl“, flüstert Susanna. „Es ist furchtbar teuer. Das hat bestimmt 300 Denare gekostet!“

„Das ist ja so viel, wie ein Mensch in einem Jahr verdient,“ bemerkt Magdalena.

Die Frau hebt das Gefäß und lässt das ganze teure Nardenöl über Jesu Haare fließen.

Da geht es nicht mehr um Haarpflege, das spüren die Jünger und Jüngerinnen.

In Israel, dem Land in dem Jesus lebte, wurde man nicht König, indem man eine Krone auf den Kopf gesetzt bekam.

Man wurde König, wenn man mit duftendem Öl gesalbt wurde.

Der Duft des Öles erinnert an Gott, den man nicht sehen kann und der trotzdem bei den Menschen ist.

Und: „Christus“ bedeutet: „Der Gesalbte“, der König.

Die Frau hat große Erwartungen an Jesus.

„Was machst du da, Frau! Das ist Verschwendung! Du hättest das Öl verkaufen und es den Armen geben können,“ sagt Judas, einer der Jünger.

Andere Jünger murmeln zustimmend.

„Lasst sie in Ruhe! Sie hat mir etwas Gutes getan,“ antwortet Jesus.

„Natürlich sollt ihr den Armen Gutes tun. Das könnt ihr tun so oft ihr wollt. Aber ich werde nicht mehr lange bei euch sein.“

„Sie hat mich für mein Begräbnis vorbereitet und gesalbt,“ sagt Jesus.

Jesus nimmt das Geschenk dieser Frau an, die ihn zum König gesalbt hat.

Aber er wird ihre Erwartungen anders erfüllen, als sie es sich vorstellt.

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Jesus stirbt am Kreuz

Der Tag des großen Festes ist gekommen.

Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen feiern in Jerusalem.

Sie essen und trinken miteinander, doch Jesus weiß:

Es ist das letzte gemeinsame Essen.

„Erinnert euch an mich, wenn ihr zusammen Brot teilt und Wein trinkt!“ sagt er zu seinen Jüngern und Jüngerinnen.

Nach dem Essen, es ist schon Nacht, machen sie sich auf den Weg zurück nach Betanien.

Am Ölberg machen sie eine Pause.

Jesus bittet seine Jünger und Jüngerinnen:

„Bleibt mit mir wach. Betet mit mir!“

Jesus betet:

„Vater, ich will nicht, dass mir etwas Schlimmes passiert.

Aber dein Wille soll geschehen!“

Da kommen bewaffnete Männer.

Judas, ein Jünger Jesu, hat sie heimlich geholt und führt sie jetzt zu Jesus.

Die Wachen nehmen Jesus fest.

Die Jünger und Jüngerinnen verlassen Jesus und fliehen.

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Die bewaffneten Männer bringen Jesus zum Hohenpriester, dem obersten Priester.

Der Hohepriester gilt als derjenige, der im Namen Gottes spricht.

Der Hohepriester fragt Jesus:

„Sprichst du im Namen Gottes? Redest du richtig über Gott?“

Was soll Jesus antworten?

Wenn er sagt: „Nein, ich spreche nicht im Namen Gottes“, dann passiert ihm nichts.

Wenn er sagt: „Ja, ich spreche im Namen Gottes“, dann passiert ihm Schlimmes.

Was sagst du?

Spricht Jesus im Namen Gottes?

Jesus sagt:

„Ja, ich spreche im Namen Gottes.“

Der Hohepriester sagt:

„Damit beleidigst du Gott. Du musst zum Tod verurteilt werden.“

In der Früh am nächsten Tag wird Jesus zu Pontius Pilatus gebracht.

Der römische Kaiser hat Pontius Pilatus zum Regierungschef in Israel gemacht.

Der römische Kaiser entscheidet, wer König ist und das Land regiert.

„Dieser Jesus will sich zum König machen!“ sagen die Abgesandten des Hohenpriesters.

„Bist du ein König?“ fragt Pilatus Jesus.

Was soll Jesus antworten?

Wenn Jesus sagt: „Nein, ich bin kein König“, dann passiert ihm nichts.

Wenn Jesus sagt: „Ja, ich bin ein König“, dann passiert ihm Schlimmes.

Was sagst du?

Ist Jesus ein König?

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Jesus sagt:

„Ja, ich bin ein König.“

Daraufhin verurteilt Pilatus Jesus zum Tod am Kreuz.

Damals, zurzeit der Römer, wurden viele Menschen zum Tod am Kreuz verurteilt.

Einer davon war Jesus.

Jesus wird gezwungen sein Kreuz zu tragen.

Die römischen Soldaten bringen ihn zur Stadt hinaus.

Die römischen Soldaten kreuzigen Jesus.

Während Jesus am Kreuz hängt, bewachen sie ihn.

Nach einigen Stunden stirbt Jesus am Kreuz.

Als der römische Hauptmann Jesus am Kreuz sterben sieht, da sagt er:

„Wahrhaftig, dieser Jesus war Gottes Sohn.“

Die Jüngerinnen aber sind Jesus von Weitem gefolgt und haben zugesehen, wie Jesus am Kreuz gestorben ist.

Ein Mann mit Namen Josef von Arimathäa möchte nicht, dass Jesus einfach so am Kreuz hängen bleibt.

Er nimmt den toten Jesus vom Kreuz ab.

Josef von Arimathäa wickelt Jesus in Tücher und legt ihn in ein Felsengrab.

Er wälzt vor das Grab Jesu einen großen Stein.

Die Jüngerinnen aber beobachten das Begräbnis Jesu von Weitem und sehen, wo Josef von Arimathäa Jesus bestattet hat.

Warum wir uns jedes Jahr an die Geschichte von Jesu Tod erinnern

Karfreitag 2020 in Neufahrn

Die Christen glauben, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist.

Für seine Jünger und Jüngerinnen, für den Hohenpriester und Judas, für Pontius Pilatus und die römischen Soldaten, für alle Menschen auf dieser Welt.

Er hat allen vergeben.

Er kann allen vergeben, auch dir und mir.

„Gott liebt wirklich alle Menschen,“ will uns das Kreuz sagen.

Ostern 2020 in Neufahrn

Ist das das Ende der Geschichte von Jesus?

Nein.

Gott lässt Jesus nicht im Grab.

Er wird Jesus von den Toten auferwecken.

Aber diese Geschichte erzähle ich euch nach den Osterferien.

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Das leere Grab

Es ist uns nicht so bewusst, aber Licht vertreibt das Dunkel.

Eigentlich ist es egal, ob es die Taschenlampe am Handy, die Sonne am Tag, der Mond in der Nacht oder ganz schlicht das elektrische Licht ist.

Licht besiegt immer die Dunkelheit.

Und so wird in der Osternacht ein Feuer angezündet.

Jesus, so sagt es uns, vertreibt das Dunkle in unseren Herzen.

Denn er ist …

Am Morgen des dritten Tages, die Sonne geht gerade auf, machen sich die Jüngerinnen auf zum Grab Jesu.

Sie haben ja gesehen, wie Josef von Arimathäa Jesus begraben hat, und sie haben auch gesehen, dass am Abend des Karfreitags nicht mehr genug Zeit war um das zu tun, was damals zu einem ordentlichen Begräbnis gehörte:

Den Toten ein letztes Mal mit duftenden Ölen zu salben.

Als sie am Grab sind, sehen sie:

Der Stein vor dem Grab ist weggewälzt und das Grab ist leer!

Die Jüngerinnen laufen zu Petrus und Johannes und sagen:

„Irgendjemand hat Jesus aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben.“

Petrus und Johannes laufen zum Grab.

Johannes ist schneller als Petrus (er ist ja auch jünger), aber er wartet vor dem Grab, bis Petrus kommt.

Petrus schaut sofort ins Grab hinein.

Er sieht die Leinenbinden und auch das Tuch, mit dem das Gesicht Jesu bedeckt war.

Johannes schaut jetzt auch ins Grab:

„Die Leinenbinden und das Tuch sind ordentlich zusammengefaltet“, sagt er.

„Das ist seltsam“, sagt Petrus, „Was meinst du, Johannes?“

Johannes sagt nichts.

Aber ihm kommt ein Gedanke:

Auf wen hat dieser Jesus vertraut?

Hat er nicht auf Gott vertraut, der ihn niemals im Stich lassen wird?

„Gehen wir“, sagt Petrus, „Hier gibt es nichts zu entdecken!“

Und so gehen die beiden Jünger wieder weg.

Maria Magdalena aber ist auch zum Grab zurückgekehrt. Dort steht sie und weint.

Plötzlich wird sie angesprochen: „Frau, warum weinst du?“

Magdalena dreht sich um.

Sie sagt: „Bist du der Gärtner? Hast du Jesus weggenommen? Dann sag mir, wo du ihn hingebracht hast. Ich will ihn holen!“

„Maria!“ sagt Jesus.

„Jesus!“ sagt Maria Magdalena.

„Halte mich nicht fest“, sagt Jesus, „Ich gehe zu Gott, meinem Vater, der auch dein Vater ist. Du aber sag den anderen Jüngern und Jüngerinnen: Jesus lebt!“

Und so läuft Magdalena zu den anderen Jüngern und Jüngerinnen und verkündet ihnen:

„Ich habe Jesus gesehen! Er lebt!“

Wenn du magst, kannst du hier ein schönes Lied anhören, dass Manuela, Johannes und Christina letztes Jahr für uns aufgenommen haben.

Johannes hatte recht: Jesus hat auf Gott vertraut und Gott hat ihn nicht im Stich gelassen.

Das Licht ist stärker als die Dunkelheit und Gott ist stärker als der Tod.

Die Jünger und Jüngerinnen glauben:

Das gilt nicht nur für Jesus, das gilt auch für uns.

Auch für uns hat Jesus den Tod besiegt.

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Der große Fischfang

Vielleicht warst du schon mal beim Fischen.

Fischen nennt man übrigens alles, egal, ob man mit dem Netz oder mit der Angel, mit dem Eimer oder mit dem Kescher oder auch nur mit den bloßen Händen Fische fangen will.

Beim Fischen gilt:

Einen besonderen Fisch fangen ist besser als einen „normalen“ Fisch fangen.

Einen großen Fisch fangen ist besser als viele kleine Fische.

Und:

Fischer reden sehr gerne darüber, was für große und besondere Fische sie schon gefangen haben.

Ich fange leider nicht viele Fische, aber ich habe dafür die coolsten Angeln weit und breit.

Und natürlich ist es beim Fischen immer gut, wenn man überhaupt etwas fängt.

Unsere Jünger und Jüngerinnen sind wieder zurück am See Gennesaret. Da hat alles angefangen mit Jesus.

So viel haben sie inzwischen mit Jesus erlebt!

Und natürlich freuen sie sich, dass Jesus den Tod besiegt hat.

Aber wie soll jetzt ihr Leben weiter gehen?

Da sitzen sie und langweilen sich.

Petrus sagt: „Ich gehe fischen!“

Die anderen Jünger und Jüngerinnen antworten: „Wir kommen mit!“

Gemeinsam machen sie das Boot klar und fahren los.

Die Sonne geht unter und es wird Nacht.

In der Nacht, das wissen die Jünger, kann man am See Gennesaret am besten Fische fangen.

An einer Stelle, wo immer besonders viele Fische stehen, werfen sie das Netz aus.

Die Jünger und Jüngerinnen sind mucksmäuschenstill und warten leise.

Dann holen sie das Netz wieder ein.

Das Netz ist leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fahren zu einer anderen Stelle im See und werfen wieder das Netz aus.

Die Jünger und Jüngerinnen sind mucksmäuschenstill und warten leise.

Dann holen sie das Netz wieder ein.

Das Netz ist wieder leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fahren zu einer anderen Stelle im See und werfen wieder das Netz aus.

Sie holen das Netz wieder ein und es ist immer noch leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fischen die ganze Nacht und fangen nichts.

Am Morgen fahren sie enttäuscht zurück.

Am Ufer sehen sie einen Mann stehen.

Der Mann ruft ihnen zu: „Habt ihr etwas gefangen?“

Die Jünger antworten: „Nein!“

Der Mann sagt: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen!“

Die Jünger und Jüngerinnen machen, was der Mann sagt.

Sie werfen das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus.

Als sie das Netz wieder einholen, da ist das Netz voller Fische!

Während die anderen Jünger und Jüngerinnen mit dem vollen Netz beschäftigt sind, schaut Johannes zum Ufer, wo der Mann steht, der ihnen gesagt hat, dass sie das Netz auf der rechten Seite des Bootes auswerfen sollen.

Johannes ruft: „Es ist Jesus!“

Als Petrus das hört, springt er sofort in den See und schwimmt zu Jesus.

Die anderen Jünger und Jüngerinnen kommen mit dem Boot nach.

Das Netz mit den Fischen ziehen sie hinter sich her.

Als die Jünger und Jüngerinnen bei Jesus sind, sehen sie ein kleines Grillfeuer und Brot.

Jesus sagt: „Bringt von den Fischen!“

Da zieht Petrus das Netz an Land.

Es sind 153 große Fische!

(Petrus muss ziemlich schnell mit dem Zählen sein. Übrigens: Kleine Fische setzt man zurück in den See, damit sie weiter wachsen können)

Die Jünger und Jüngerinnen bringen von den Fischen und Jesus legt sie auf den Grill.

Als die Fische fertig sind, gibt Jesus ihnen von dem Brot.

Und die Fische haben Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen auch gemeinsam gegessen.

Was sie dabei geredet haben?

Das erzählt uns die Geschichte nicht.

Die Jünger und Jüngerinnen waren glücklich, weil sie Jesus sehen durften.

Aber – es war das letzte Mal, dass die Jünger und Jüngerinnen fischen waren.

Kannst du dich noch erinnern, was beim Fischen wichtig ist?

Wenn man fischt, dann will man besondere und große Fische fangen.

Und die Jünger und Jüngerinnen haben erkannt:

Dieser besondere und große Fisch, den sie in ihrem Leben gefangen haben, das ist Jesus!

Und was macht man, wenn man einen besonderen und großen Fisch gefangen hat?

Man redet darüber.

Die Jünger und Jüngerinnen sind nicht mehr zum Fischen gegangen.

Sie haben allen Menschen von Jesus erzählt.

Das war jetzt ihr Beruf.

Der Fisch ist übrigens wirklich ein Zeichen für Jesus.

Manchmal siehst du auch auf Autos einen Aufkleber in Form eines Fisches.

Dieser Aufkleber will sagen: Wir glauben an Jesus.

Auf unserer Kindergottesdienstkerze ist deshalb auch ein Fisch drauf.

Und, kleiner Tipp: Wenn du Leute siehst, die fischen, dann darfst du vielleicht leise zugucken.

Aber frag nicht gleich als Erstes: „Habt ihr etwas gefangen?“

Das darf nur Jesus.

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Der Vater im Himmel

Nächste Woche ist der Donnerstag ein Feiertag und es ist keine Schule.

Ganz viele kennen den Feiertag unter dem Namen „Vatertag“, aber noch viel älter ist ein anderer Name:

Christi Himmelfahrt.

„Christi Himmelfahrt“ bedeutet „Jesu Himmelfahrt“.

Geht es eventuell darum, dass Jesus so etwas wie der erste Astronaut war?

Das ist sehr unwahrscheinlich.

Was ist hier überhaupt mit Himmel gemeint?

Ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken?

Oder irgendeine ferne Galaxie im Universum?

Der Feiertag „Christi Himmelfahrt“ will uns sagen:

Jesus ist bei Gott, dem Vater.

Und den Ort, wo Gott ist, den nennt die Bibel schon auch Himmel, aber damit sind weder die Wolken noch eine ferne Galaxie gemeint.

Der Himmel, in dem Gott wohnt, ist unerreichbar fern und trotzdem ganz nah.

Und man kann davon kein Bild machen, so wie man von Gott kein Bild machen kann.

Lukas beim Kibiwe 2017

Es gibt zu diesem Feiertag eine Geschichte in der Bibel, die uns Lukas erzählt.

Lukas hat nämlich nicht nur ein Evangelium geschrieben, in dem er Geschichten über Jesus erzählt, sondern auch ein zweites Buch, in dem er erzählt, wie es mit den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Tod und Auferstehung weiterging.

Wir nennen dieses Buch Apostelgeschichte.

Lukas erzählt:

Vierzig Tage waren seit dem Ostertag vergangen und Jesus, der Auferstandene, erschien seinen Jüngern und Jüngerinnen und ging mit ihnen auf den Ölberg.

„Bleibt in Jerusalem,“ sagte Jesus, „und wartet dort, bis ich euch meinen Geist sende. Ihr sollt allen Menschen die gute Nachricht verkünden, dass Gott alles gut macht.“

„Das Reich Gottes?“ fragten die Jünger und Jüngerinnen aufgeregt, „Kommt jetzt dein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit?“

„Das hat schon begonnen,“ sagte Jesus, „Aber wann es vollendet sein wird, das weiß nur der Vater im Himmel.“

Und dann sahen sie Jesus nicht mehr.

Die Jünger und Jüngerinnen wussten:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

Trotzdem schauten die Jünger und Jüngerinnen automatisch nach oben in den Wolken – und Sternenhimmel.

Plötzlich standen bei ihnen zwei Männer mit strahlend weißen Gewändern.

„Was schaut ihr da rauf?“

fragten die Männer mit den strahlend weißen Gewändern.

„Am Ende der Zeit wird dieser Jesus wiederkommen.

Geht nach Jerusalem und wartet dort auf den heiligen Geist, den Jesus euch versprochen hat.“

Und so gingen die Jünger und Jüngerinnen zurück nach Jerusalem.

Christi Himmelfahrt und der Vatertag haben also schon etwas miteinander zu tun.

An Christi Himmelfahrt erinnern wir uns daran:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

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Ein himmlisches Geschenk

Heute erzähle ich dir die Geschichte von Pfingsten.

Dazu gibt es eine Geistergeschichte aus der Bibel!

Lukas hat sie aufgeschrieben und wir finden sie, wie die Geschichte von Christi Himmelfahrt, in seinem zweiten Buch, der Apostelgeschichte.

Nachdem Jesus zu seinem Vater im Himmel gegangen war, kehrten die Jünger und Jüngerinnen nach Jerusalem zurück.

Sie versammelten sich genau in dem gleichen Raum, in dem sie mit Jesus das letzte Abendmahl gefeiert hatten, und warteten dort.

Sie beteten viel und lasen in der Bibel.

Maria, die Mutter Jesu, war auch mit dabei.

Inzwischen waren schon fünfzig Tage seit dem Ostertag vergangen (und für diejenigen, die es genau wissen wollen: zehn Tage seit Christi Himmelfahrt).

Schon früh am Morgen war in Jerusalem eine Menge los.

Menschen aus vielen verschiedenen Ländern waren nach Jerusalem gekommen, denn an diesem Tag fand ein großes Fest in Jerusalem statt.

Plötzlich kam ein heftiger Sturm vom Himmel.

Er erfüllte das ganze Haus, in dem die Jünger und Jüngerinnen waren.

Dann fielen Feuerzungen vom Himmel und auf jeden der Jünger und Jüngerinnen ließ sich so eine Flamme nieder.

Normalerweise wäre das ein Fall für die Feuerwehr, nicht wahr?

Die Jünger und Jüngerinnen verließen den Raum und liefen auf die Straße.

Nicht weil sie Angst bekommen hätten oder die Feuerwehr holen wollten.

Im Gegenteil!

Alles, was sie jetzt wollten, das war, all diesen Menschen aus den vielen verschiedenen Ländern von Jesus zu erzählen.

Und das hörte sich ungefähr so an:

„Jesus is Christ! God raised him from death! Halleluja!“

„Gesù è il Cristo! Dio lo ha risuscitato dalla morte!”

“Iesus Christus est! Deus illum excitavit ex mortuis!”

“Jésus est le Christ! Dieu l’a ressuscité de la mort!”

“Ο Ιησούς είναι ο Χριστός! Ο Θεός τον ανέστησε από τους νεκρούς!”

Alle Jünger und Jüngerinnen redeten gleichzeitig.

Vermutlich sprachen die Jünger und Jüngerinnen nicht ganz akzentfrei. Von daher ist es vollkommen korrekt, dass ich es auch nicht schaffe …

Die Leute aus den vielen verschiedenen Ländern wunderten sich:

“Das sind doch nur einfache Menschen vom Land.

Warum kann sie jeder in seiner Muttersprache über diesen Jesus reden hören?”

Andere Leute aber lachten und sagten:

“Die sind alle stockbesoffen!”

Da hielt Petrus eine Rede.

Er sagte:

“Das stimmt nicht, diese Menschen hier” – er meinte die Jünger und Jüngerinnen – “sind nicht betrunken, es ist doch erst Vormittag.

Nein, Gott hat uns seinen Heiligen Geist geschenkt.

Dieser Geist wohnt jetzt in unseren Herzen.

Und jetzt hört zu:

Jesus, der gekreuzigt wurde, ihn hat Gott von den Toten auferweckt!

Jesus lebt und er hat uns seinen Geist geschenkt, der uns lebendig macht!

Diese gute Nachricht wollen wir allen Menschen verkünden!”

“Und was sollen wir tun?” fragte jemand.

“Auch ihr sollt diese gute Nachricht glauben und auf Gott vertrauen, der auch euch Leben nach dem Tod geben will.

Lasst euch taufen und mit diesem heiligen Geist beschenken!”

sagte Petrus.

Als die Jünger und Jüngerinnen abends wieder ins Haus zurückkehrten, waren plötzlich viele neue Leute dazu gekommen.

Sie sagten:

“Wir glauben auch an Jesus und vertrauen darauf, dass Gott uns Leben nach dem Tod schenken wird.

Und wir spüren: Der Heilige Geist ist in unseren Herzen.

Wir wollen auch allen Menschen von diesem Jesus erzählen.”

War das jetzt eine echte Geistergeschichte?

Du sagst vermutlich:

Nein.

Aber in der Geschichte kam doch der Heilige Geist vor!

Dann ist es doch eine Geistergeschichte, oder?

Du hast recht.

Es ist keine Geistergeschichte, weil der Heilige Geist eben kein Gespenst ist.

Wenn wir sagen, dass wir begeistert sind, dann meinen wir nicht, dass wir von einer Horde von Gespenstern umgeben sind.

Wir sagen, dass wir begeistert sind, wenn wir von etwas komplett überzeugt sind.

So ist es ja auch bei den Jüngern und Jüngerinnen in der Geschichte der Fall.

Sie sind komplett von Jesus überzeugt.

Wenn wir sagen, dass eine Klasse einen guten Teamgeist hat, dann meinen wir nicht, dass ein Klassenkamerad ein Gespenst ist.

Wir wollen damit sagen, dass die Klasse gut zusammenhält und zusammenarbeitet.

So ist es ja auch bei den Jüngern und Jüngerinnen in der Geschichte der Fall.

Sie streiten nicht und halten zusammen.

Wenn wir Geist sagen, dann meinen wir ganz oft eben kein Gespenst und auf alle Fälle gilt das für den Heiligen Geist.

Er wohnt in den Herzen der Menschen und definitiv nicht in irgendeinem Kellerverlies.

Manchmal wird der heilige Geist mit Atem verglichen.

Erinnerst du dich an die Geschichte, wo Jesus die Jünger und Jüngerinnen anhaucht?

Man kann sich ja bei so was anstecken, nicht wahr?

Jesus steckt die Jünger und Jüngerinnen mit seinem Heiligen Geist an und be-geistert sie.

Auf unserer Kindergottesdienstkerze ist eine Taube für den Heiligen Geist drauf.

Manchmal wird der heilige Geist mit einer Taube verglichen, weil er von Gott gesandt wird und unsere Verbindung mit Gott und Jesus ist, die niemals abreißt.

Lukas vergleicht den Heiligen Geist mit einem Sturm, der vom Himmel kommt, und so etwas wie frischen Wind bringt.

Damit will er sagen:

Der Heilige Geist bringt die Jünger und Jüngerinnen in Bewegung und macht sie lebendig.

Lukas vergleicht den Heiligen Geist mit Feuer.

Die Jünger und Jüngerinnen sind Feuer und Flamme für Jesus und brennen darauf, allen Menschen von Jesus zu erzählen.

Und natürlich wusste Lukas, dass man das nicht wörtlich verstehen darf und nach der Feuerwehr rufen muss.

Sonst hätten doch die Leute damals in Jerusalem zu den Jüngern und Jüngerinnen gesagt:

“Sehr interessant, das alles, was du über Jesus erzählst, aber — dein Kopf brennt!”

Jetzt weißt du, was wir an Pfingsten feiern, und du weißt, was gemeint ist, wenn wir vom Heiligen Geist reden.

Wenn du diesem Link folgst, dann kommst du zum Pfingstgruß unserer Pfarrei vom letzten Jahr. Da haben ganz viele Menschen sich Gedanken gemacht, wo sie heute den Heiligen Geist erleben.