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Der Tempel in Jerusalem

Weißt du, was ein Tempel ist?

Manchmal kommen Tempel in Filmen oder Computerspielen vor.

In Neufahrn gibt es keinen Tempel.

Sie sind, ehrlich gesagt, etwas aus der Mode gekommen.

Zur Zeit Jesu gab es überall Tempel:

Die alten Griechen hatten welche, die Römer hatten welche und die alten Ägypter sowieso.

Ist eine Kirche so etwas wie ein Tempel? Nein!

Ist eine Synagoge so etwas wie ein Tempel? Nein!

Kirchen und Synagogen sind Häuser, wo Menschen zusammenkommen.

Man erkennt es daran, dass es viel Platz und auch Bänke und Stühle zum Sitzen darin gibt.

Tempel dagegen sind vornehme Paläste.

Sie wurden nämlich als Wohnungen für die Götter erbaut.

Zutritt hatten deshalb nur besondere Menschen, die ihnen dienten.

Man nannte sie Priester.

Römische Soldaten

Manche Leute wie die alten Griechen, die Römer und die alten Ägypter glaubten an viele Götter.

Deshalb hatten sie viele Tempel.

Die Menschen in dem Land, in dem Jesus lebte, glaubten nur an einen einzigen Gott.

Deshalb hatten sie nur einen einzigen Tempel.

Der Tempel befand sich in der Hauptstadt in Jerusalem.

Ich habe ihn aus Lego-Steinen nachgebaut.

Machen wir einen Rundgang durch diesen besonderen Tempel!

Das ganze Gelände war von einer Säulenhalle umgeben.

Wenn man das Gelände betrat, dann kam man auf einen riesigen Hof.

Auf diesem Hof befand sich ein Markt und Händler.

Hier konnte man alles kaufen, was man brauchte, um Gott ein Opfer darzubringen.

Das kennen wir so heute nicht mehr, aber damals wurden die meisten Tiere nicht einfach so geschlachtet, sondern fast immer als Dank für Gott.

Die alten Griechen, die Römer und die alten Ägypter machten das genauso.

In Jerusalem musste man übrigens, bevor man sein Opfer kaufte, das Geld wechseln lassen.

Wer jetzt weitergehen wollte ins Innere des Tempels, der musste zum Volk der Juden gehören.

Die Juden waren die Menschen, die in dem Land lebten, in dem auch Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen lebten.

Jesus, seine Jünger und Jüngerinnen waren auch Juden, sie lebten ja in dem Land.

Für alle anderen (das sind die grünen Figuren) war der Zutritt streng verboten.

Jüdische Frauen (das sind die roten Figuren) durften nicht so weit hineingehen wie jüdische Männer (das sind die blauen Figuren).

Ganz nahe am Tempel stehen oder gar in den Tempel hineingehen, das durften nur Priester (das sind die gelben Figuren).

Aber du möchtest jetzt trotzdem wissen, was in dem Tempel war, oder?

Bei meinem Lego-Tempel kann man das Dach aufklappen – also dann!

Ein Vorhang trennte im Tempel den vorderen Bereich vom hinteren Bereich.

Im vorderen Bereich verrichteten die Priester ihren Dienst.

Hinter dem Vorhang hatten sie nichts verloren.

Dieser Bereich wurde Allerheiligstes genannt und er war – leer.

War er wirklich leer?

Er war, nach dem Glauben der Juden, von Gottes Gegenwart erfüllt.

Hier wohnte Gott.

Das war das Besondere an diesem Tempel:

Die Juden wussten, dass man Gott mit unseren Augen nicht sehen kann.

In allen anderen Tempeln der alten Griechen, der Römer und der alten Ägypter gab es Statuen von Göttern voller Gold und Edelsteine.

Aber die Juden wussten: Gott ist da, auch wenn man ihn nicht sehen kann.

Das Land, in dem Jesus lebte, gehörte zum römischen Weltreich.

Römische Soldaten gab es auch beim Tempel in Jerusalem (das sind die schwarzen Figuren).

Zur Zeit Jesu bewachten die Römer den Tempel in Jerusalem, auch wenn sie das mit dem Gott, den man nicht sehen kann, nicht ganz verstanden.

Fotoquelle: David Holt London, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Einige Jahrzehnte nach Jesu Tod und Auferstehung hatten die Juden genug von den Römern.

Sie machten einen Aufstand und es gab einen Krieg.

Dabei zündeten die Römer aus Versehen auch den Tempel in Jerusalem an und er brannte ab.

Seitdem gibt es diesen Tempel nicht mehr, der zur Zeit Jesu noch stand.

Eine Seitenmauer blieb erhalten.

An dieser Mauer, die Klagemauer genannt wird, treffen sich noch heute viele Menschen aus dem Volk der Juden, um dort zu Gott zu beten.

Du siehst oben davon ein Bild.

Der Felsendom in Jerusalem heute; Fotoquelle: wikipedia commons

Dort, wo der Tempel stand, steht heute ein anderes Gebäude, nämlich der Felsendom.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn du sehen möchtest, wie Jerusalem zur Zeit Jesu aussah, ohne Lego-Steine, dann klicke hier.

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Jesus in Jerusalem

Jesus zieht nach Jerusalem ein

Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen sind auf dem Weg nach Jerusalem.

Auch viele andere Menschen sind auf dem Weg, um das große Fest in Jerusalem zu feiern.

Kurz vor Jerusalem bleibt Jesus stehen.

Er ruft zwei Jünger zu sich und sagt zu ihnen:

„Geht in das nächste Dorf. Dort werdet ihr einen jungen Esel finden, auf dem noch nie ein Mensch geritten ist. Bindet ihn los und bringt ihn zu mir.“

Die Jünger fragen nicht, wozu Jesus einen Esel braucht oder woher er weiß, dass da ein Esel sein wird.

Sie machen sich eher Gedanken, was die Leute im Dorf sagen werden, wenn sie einfach den Esel losbinden.

Jesus sagt:

„Wenn euch jemand fragt, warum ihr den Esel losbindet, dann antwortet: Jesus braucht den Esel. Wir bringen ihn bald wieder zurück.“

Tatsächlich finden die Jünger im nächsten Dorf einen jungen Esel, der angebunden ist.

Die Jünger binden den Esel los und werden gefragt: „Warum bindet ihr den Esel los?“

Sie antworten: „Jesus braucht den Esel. Wir bringen ihn bald wieder zurück.“

Daraufhin dürfen sie den Esel mitnehmen.

Die Jünger bringen den Esel zu Jesus und, weil sie keinen Sattel haben, zieht Petrus sein Obergewand aus und legt es auf den Esel.

Dann setzt sich Jesus auf den Esel und so machen sich Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen weiter gemeinsam auf den Weg nach Jerusalem.

Als sie in der Nähe von Jerusalem sind, da legen die Jünger und Jüngerinnen ihre Kleider auf die Straße direkt vor den Esel, auf dem Jesus sitzt.

Die Menschen beginnen Blätter von den Bäumen zu reißen und auf den Weg zu streuen.

Die Menschen begrüßen Jesus und rufen:

„Hosanna! Gesegnet sei er, der im Namen Gottes zu uns kommt! Gesegnet sei das Reich Davids, das jetzt zu uns kommt! Hosanna in der Höhe!“

Andere finden das unmöglich:

„Jesus, sag diesen Menschen, sie sollen sofort damit aufhören!“

Aber Jesus antwortet ihnen:

„Wenn diese Menschen schweigen, dann werden die Steine Hosanna rufen!“

Was sich die Jünger und Jüngerinnen wohl von Jesus erwartet haben, jetzt, da er in die Hauptstadt Jerusalem gekommen ist?

Sie erinnern sich an den großen König David, der vor langer Zeit in Israel König war.

Und warum brauchte Jesus unbedingt einen Esel, um nach Jerusalem einzuziehen?

Hätte Jesus sich dann nicht besser ein Pferd ausgeliehen?

Aber wenn er kein König sein will, warum hat er dann nicht gerufen: „Stopp, Leute, ich bin kein König?“

Fragen über Fragen.

Ich denke: Jesus will ein König sein, aber nicht so wie ein „normaler“ König.

Was für eine Art König ist Jesus?

Hast du eine Antwort auf diese Frage?

Dann gehe zurück zum Padlet.

Unter dem Link auf diese Seite findest du dort die Möglichkeit, einen Kommentar zu schreiben.

Schreibe dort, was für eine Art von König Jesus deiner Meinung nach ist.

Ich freue mich, wenn du etwas Schönes schreibst!

Der Aufruhr im Tempel

In Jerusalem besuchen Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen den Tempel.

„Schaut nur, wie prächtig der Tempel ist,“ sagen die Jünger und Jüngerinnen zueinander.

„46 Jahre hat es gedauert, bis er fertig war. Gott wohnt in diesem Tempel, er ist mitten unter uns.“

Auf dem Hof, wo der Markt der Händler ist, werden sie gleich angesprochen:

„Braucht ihr Tauben als Opfer für Gott?“ fragt ein Taubenhändler. „Makellose Tauben, von den Priestern geprüft. Ich mache euch ein gutes Angebot!“

„Vergesst nicht, euer Geld vorher zu wechseln!“ ruft der Geldwechsler. „Ich tausche jede Währung in reines Tempelgeld!“

„Für das Fest braucht ihr dringend ein Lamm. Kauft es bei mir, meine Lämmer sind die Besten!“ tönt es vom Viehhändler.

Die Jünger und Jüngerinnen sind ganz aufgeregt:

„Jesus, sollten wir nicht ein paar Tauben für Gott opfern?“ fragt einer.

„Aber vorher müssen wir das Geld umtauschen,“ ruft ein anderer dazwischen.

„Passt auf, dass euch die Händler nicht betrügen!“ warnt ein Dritter.

„Nie im Leben!“ versichert der Viehhändler.

Der Viehhändler spricht Jesus direkt an:

„Sind das alles deine Jünger und Jüngerinnen? Du wirst ein besonders großes Lamm fürs Fest brauchen. Ich mache dir einen Sonderpreis, mein Herr!“

Dann passiert es.

Jesus wirft den Tisch des Taubenhändlers um.

Dann wirft er den Tisch des Geldwechslers um.

Jesus ruft:

„Das Haus Gottes soll ein Haus des Gebetes sein! Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“

Die Händler sind empört und rufen die Priester.

„Mit welchem Recht machst du das?“ fragen die Priester.

„Reißt diesen Tempel nieder und ich baue ihn in drei Tagen wieder auf!“ antwortet Jesus.

Dann verlässt Jesus zusammen mit seinen Jüngern und Jüngerinnen für diesen Tag den Tempel.

Die Priester sind empört:

„Dieser Jesus heilt am Sabbat und lädt sich bei Zöllnern zum Essen ein.

Jetzt hat er im Tempel randaliert und will, dass wir ihn niederreißen!

Es reicht!“

Der oberste Priester, der Hoherpriester genannt wird, entscheidet: „Dieser Jesus muss sterben!“

Ein Mann widerspricht ihm: „Das könnt ihr nicht machen!“

Der Hohepriester sagt:

„Es muss sein. Die Menschen halten diesen Jesus für einen König. Das kann zu einem Aufstand gegen die Römer führen und die Römer werden hart durchgreifen.“

Ein Priester fragt: „Und wie sollen wir Jesus heimlich festnehmen, ohne dass es einen Aufstand gibt?“

„Ich werde euch dabei helfen,“ sagt Judas.

Zuerst randaliert Jesus im Tempel, weil er meint, dass die Leute zu wenig Respekt im Tempel haben, dann redet er davon, dass man den Tempel abreißen soll?

Macht das Sinn?

Vielleicht wollte Jesus folgendes sagen:

Ihr habt das Wichtigste im Tempel vergessen, nämlich Gott.

Und Gott kann man nicht zerstören, selbst wenn man den Tempel niederreißt.

Am Traurigsten finde ich, dass Judas Jesus verraten hat.

Warum, das weiß eigentlich niemand.

Außer Gott.

Die Salbung in Betanien

Heute werfen wir zunächst einen Blick ins Badezimmer.

Salben sind ja eher eine Frauensache, speziell wenn es darum geht, der Haut ein jugendliches Aussehen zu geben.

Aber auch Männer brauchen gelegentlich Creme: Sie helfen gegen Sonnenbrand und können sogar heilen.

Ach ja, die Haarpflege! Das ist wirklich ein Thema.

Auch zurzeit Jesu galt es als vornehm, nicht unbedingt wie ein Yeti auszuschauen.

Damals galt es als Haarpflege, duftendes Öl im Haar zu verteilen.

Andere Länder – andere Sitten!

Aber das duftende Öl im Haar hatte in dem Land, in dem Jesus lebte, noch eine tiefere Bedeutung …

Während der Zeit, zu der Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen wegen des großen Festes in Jerusalem ist, kommen sie bei Freunden in Betanien unter.

Betanien ist ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Jerusalem.

Jeden Morgen geht Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen nach Jerusalem.

Jeden Abend kehrt Jesus mit seinen Jüngern und Jüngerinnen nach Betanien zurück.

Der Weg führt über den Ölberg.

Eines Abends sitzen Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen in Betanien zusammen mit ihren Freunden beim Abendessen, da passiert Folgendes:

Eine fremde Frau betritt das Haus.

In den Händen hält sie ein Gefäß aus Alabaster.

Die Frau geht direkt auf Jesus zu.

Was hat sie vor?

Die Frau öffnet das Gefäß aus Alabaster und ein wunderbarer Duft erfüllt das ganze Haus.

„Das ist Nardenöl“, flüstert Susanna. „Es ist furchtbar teuer. Das hat bestimmt 300 Denare gekostet!“

„Das ist ja so viel, wie ein Mensch in einem Jahr verdient,“ bemerkt Magdalena.

Die Frau hebt das Gefäß und lässt das ganze teure Nardenöl über Jesu Haare fließen.

Da geht es nicht mehr um Haarpflege, das spüren die Jünger und Jüngerinnen.

In Israel, dem Land in dem Jesus lebte, wurde man nicht König, indem man eine Krone auf den Kopf gesetzt bekam.

Man wurde König, wenn man mit duftendem Öl gesalbt wurde.

Der Duft des Öles erinnert an Gott, den man nicht sehen kann und der trotzdem bei den Menschen ist.

Und: „Christus“ bedeutet: „Der Gesalbte“, der König.

Die Frau hat große Erwartungen an Jesus.

„Was machst du da, Frau! Das ist Verschwendung! Du hättest das Öl verkaufen und es den Armen geben können,“ sagt Judas, einer der Jünger.

Andere Jünger murmeln zustimmend.

„Lasst sie in Ruhe! Sie hat mir etwas Gutes getan,“ antwortet Jesus.

„Natürlich sollt ihr den Armen Gutes tun. Das könnt ihr tun so oft ihr wollt. Aber ich werde nicht mehr lange bei euch sein.“

„Sie hat mich für mein Begräbnis vorbereitet und gesalbt,“ sagt Jesus.

Jesus nimmt das Geschenk dieser Frau an, die ihn zum König gesalbt hat.

Aber er wird ihre Erwartungen anders erfüllen, als sie es sich vorstellt.

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Jesus stirbt am Kreuz

Der Tag des großen Festes ist gekommen.

Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen feiern in Jerusalem.

Sie essen und trinken miteinander, doch Jesus weiß: Es ist das letzte gemeinsame Essen.

„Erinnert euch an mich, wenn ihr zusammen Brot teilt und Wein trinkt!“ sagt er zu seinen Jüngern und Jüngerinnen.

Nach dem Mahl, es ist schon Nacht, machen sie sich auf den Weg zurück nach Betanien.

Jesus sagt: „Ihr werdet euch alle für mich schämen und mich verlassen.“

„Niemals, Jesus“, sagt Petrus, „Ich werde mich niemals für dich schämen oder dich verlassen!“

„Ach, Petrus, sei realistisch“, antwortet Jesus, „bevor morgen früh der Hahn kräht, wirst du dreimal gesagt haben, dass du niemals mein Jünger warst!“

Petrus schüttelt den Kopf.

Auch die anderen Jünger und Jüngerinnen sagen: „Wir werden uns niemals für dich schämen oder dich verlassen.“

Am Ölberg machen sie eine Pause.

Jesus bittet seine Jünger und Jüngerinnen:

„Bleibt mit mir wach. Betet mit mir!“

Jesus geht ein Stück weiter und betet:

„Vater, ich will nicht, dass mir etwas Schlimmes passiert.

Aber dein Wille soll geschehen!“

Nach dem Gebet geht Jesus zu seinen Jüngern und Jüngerinnen und sieht, dass sie alle schlafen.

Jesus fragt: „Petrus, Jakob, Johannes – ihr schlaft? Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wach bleiben?“

Dann hört und sieht Jesus das Geklirr von Waffen und den Schein von Fackeln zwischen den Bäumen.

Bewaffnete Männer kommen und Judas führt sie an.

Judas sagt: „Sei gegrüßt, Jesus!“

Das war das Zeichen, das Judas mit den Bewaffneten ausgemacht hatte:

„Derjenige, den ich begrüße, der ist Jesus. Den müsst ihr festnehmen!“

Und so nehmen die Bewaffneten Jesus fest.

Die Jünger und Jüngerinnen sind plötzlich hellwach.

Es ist nicht so, dass sie sich keine Gedanken gemacht hätten, wie sie Jesus schützen könnten und so hat Petrus über dunkle Kanäle ein Schwert erworben.

Das zieht Petrus jetzt und schlägt damit sinnbefreit einem der bewaffneten Männern ein Ohr ab.

Das ist auch schon sein Ende als Bodyguard von Jesus.

Die Jünger und Jüngerinnen verlassen Jesus und fliehen.

Die bewaffneten Männer bringen Jesus zum Hohenpriester, dem obersten Priester.

Der Hohepriester gilt als derjenige, der im Namen Gottes spricht.

Der Hohepriester fragt Jesus:

„Sprichst du im Namen Gottes? Redest du richtig über Gott?“

Was soll Jesus antworten?

Wenn er sagt: „Nein, ich spreche nicht im Namen Gottes“, dann passiert ihm nichts.

Wenn er sagt: „Ja, ich spreche im Namen Gottes“, dann wird er verurteilt.

Was sagst du?

Spricht Jesus im Namen Gottes?

Jesus sagt:

„Ja, ich spreche im Namen Gottes.“

Der Hohepriester sagt:

„Damit beleidigst du Gott. Du musst zum Tod verurteilt werden.“

Petrus ist den bewaffneten Männern und dem gefangenen Jesus heimlich bis in den Hof des Hohenpriesters nachgeschlichen.

Dort ist ein Feuer und Petrus wärmt sich dort.

Eine Dienerin des Hohenpriesters kommt vorbei und bleibt bei Petrus stehen.

Sie sagt: „Du da, du bist doch mit diesem Jesus zusammen!“

Petrus schüttelt den Kopf: „Was redest du da?“

Wenig später kommt die Dienerin wieder am Feuer vorbei.

Zu ein paar Leuten, die dabeistehen, sagt sie: „Da, der ist ein Jünger dieses Jesus!“

Petrus antwortet: „Ich bin kein Jünger dieses Jesus und bin es auch niemals gewesen!“

Da sagt einer von den Leuten, die dabeistehen, zu Petrus:

„Doch, ich kenne dich. Ich habe dich am Ölberg bei diesem Jesus gesehen!“

Petrus sagt: „Verflixt und zugenäht, ich kenne diesen Jesus nicht!“

Bald darauf krähte der …

Da erinnert sich Petrus an das, was Jesus ihm gesagt hatte.

Petrus geht weg und weint bitterlich.

In der Früh am nächsten Tag wird Jesus zu Pontius Pilatus gebracht.

Der römische Kaiser hat Pontius Pilatus zum Regierungschef in Israel gemacht.

Der römische Kaiser entscheidet, wer König ist und das Land regiert.

„Dieser Jesus will sich zum König machen!“ sagen die Abgesandten des Hohenpriesters.

„Bist du ein König?“ fragt Pilatus Jesus.

Was soll Jesus antworten?

Wenn Jesus sagt: „Nein, ich bin kein König“, dann passiert ihm nichts.

Wenn Jesus sagt: „Ja, ich bin ein König“, dann wird er verurteilt.

Was sagst du?

Ist Jesus ein König?

Jesus sagt: „Ja, ich bin ein König.“

Daraufhin verurteilt Pilatus Jesus zum Tod am Kreuz.

Damals, zurzeit der Römer, wurden viele Menschen zum Tod am Kreuz verurteilt.

Einer davon war Jesus.

Jesus wird gezwungen sein Kreuz zu tragen.

Die römischen Soldaten bringen ihn zur Stadt hinaus.

Auf dem Weg zu dem Ort, an dem Jesus hingerichtet werden soll, kommt ein Bauer vorbei.

Sein Name ist Simon von Cyrene.

Die römischen Soldaten zwingen Simon von Cyrene, dass er ein Stück des Weges Jesus hilft das Kreuz zu tragen.

Die römischen Soldaten kreuzigen Jesus.

Während Jesus am Kreuz hängt, bewachen sie ihn.

Über dem Kopf von Jesus ist eine Tafel, auf der steht, weswegen Pilatus ihn verurteilt hat:

„Jesus von Nazaret, König der Juden.“

Nach einigen Stunden stirbt Jesus.

Als der römische Hauptmann Jesus am Kreuz sterben sieht, da sagt er:

„Wahrhaftig, dieser Jesus war Gottes Sohn.“

Die Jüngerinnen aber sind Jesus von Weitem gefolgt und haben zugesehen, wie Jesus am Kreuz gestorben ist.

Ein Mann mit Namen Josef von Arimathäa möchte nicht, dass Jesus einfach so am Kreuz hängen bleibt.

Er nimmt den toten Jesus vom Kreuz ab.

Josef von Arimathäa wickelt Jesus in Tücher und legt ihn in ein Felsengrab.

Er wälzt vor das Grab Jesu einen großen Stein.

Die Jüngerinnen aber beobachten das Begräbnis Jesu von Weitem und sehen, wo Josef von Arimathäa Jesus bestattet hat.

Warum wir uns jedes Jahr an die Geschichte von Jesu Tod erinnern

Christen glauben, dass Jesus für die Menschen gestorben ist.

Für seine Jünger und Jüngerinnen, für den Hohenpriester und Judas, für Pontius Pilatus und und die römischen Soldaten, für alle Menschen auf dieser Welt.

Er hat allen vergeben.

Er kann allen vergeben, auch dir und mir.

„Gott liebt wirklich alle Menschen,“ will uns das Kreuz sagen.

Die Christen glauben, dass Jesus im Namen Gottes gesprochen hat und dass er tatsächlich ein König ist und das Reich Gottes, das er verkündet hat, mit ihm begonnen hat und durch nichts mehr aufzuhalten ist.

Nicht einmal durch den Tod.

Gott wird Jesus auferwecken.

Aber diese Geschichte erzähle ich euch nach den Osterferien.

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Das leere Grab

Es ist uns nicht so bewusst, aber Licht vertreibt das Dunkel.

Eigentlich ist es egal, ob es die Taschenlampe am Handy, die Sonne am Tag, der Mond in der Nacht oder ganz schlicht das elektrische Licht ist.

Licht besiegt immer die Dunkelheit.

Und so wird in der Osternacht ein Feuer angezündet.

Jesus, so sagt es uns, vertreibt das Dunkle in unseren Herzen.

Denn er ist …

… lassen wir den Evangelisten Johannes erzählen.

Eine seiner genialen Geschichten. Hört und seht.

Am Morgen des dritten Tages, die Sonne geht gerade auf, machen sich die Jüngerinnen auf zum Grab Jesu.

Sie haben ja gesehen, wie Josef von Arimathäa Jesus begraben hat, und sie haben auch gesehen, dass am Abend des Karfreitags nicht mehr genug Zeit war um das zu tun, was zu einem ordentlichen jüdischen Begräbnis gehört:

Den Toten ein letztes Mal mit duftenden Ölen zu salben.

Als sie am Grab sind, sehen sie:

Der Stein vor dem Grab ist weggewälzt und das Grab ist leer!

Die Jüngerinnen laufen zu Petrus und Johannes und sagen:

„Irgendjemand hat Jesus aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben.“

Petrus und Johannes laufen zum Grab.

Johannes ist schneller als Petrus (er ist ja auch jünger), aber er wartet vor dem Grab, bis Petrus kommt.

Petrus schaut sofort ins Grab hinein.

Er sieht die Leinenbinden und auch das Tuch, mit dem das Gesicht Jesu bedeckt war.

Johannes schaut jetzt auch ins Grab:

„Die Leinenbinden und das Tuch sind ordentlich zusammengefaltet“, sagt er.

„Das ist seltsam“, sagt Petrus, „Was meinst du, Johannes?“

Johannes sagt nichts.

Aber ihm kommt ein Gedanke:

Auf wen hat dieser Jesus vertraut?

Hat er nicht auf Gott vertraut, der ihn niemals im Stich lassen wird?

„Gehen wir“, sagt Petrus, „Hier gibt es nichts zu entdecken!“

Und so gehen die beiden Jünger wieder weg.

Maria Magdalena aber ist auch zum Grab zurückgekehrt. Dort steht sie und weint.

Plötzlich wird sie angesprochen: „Frau, warum weinst du?“

Magdalena dreht sich um.

Sie sagt: „Bist du der Gärtner? Hast du Jesus weggenommen? Dann sag mir, wo du ihn hingebracht hast. Ich will ihn holen!“

„Maria!“ sagt Jesus.

„Jesus!“ sagt Maria Magdalena.

„Halte mich nicht fest“, sagt Jesus, „Ich gehe zu Gott, meinem Vater, der auch dein Vater ist. Du aber sag den anderen Jüngern und Jüngerinnen: Jesus lebt!“

Und so läuft Magdalena zu den anderen Jüngern und Jüngerinnen und verkündet ihnen:

„Ich habe Jesus gesehen! Er lebt!“

Wenn du magst, kannst du hier ein schönes Lied anhören, dass Manuela, Johannes und Christina letztes Jahr für uns aufgenommen haben.

Die Woche, in der wir den Tod und die Auferstehung Jesu feiern, heißt „Heilige Woche“.

Und diese Heilige Woche hat nicht nur sieben, sondern acht Tage.

Der Ostersonntag ist der achte Tag.

Er sagt uns:

Es gibt mehr als unsere Zeit. Es gibt mehr als unser Denken. Es gibt Gott, der einfach mehr ist. Jesus hat Gott, seinem und unserem Vater, vertraut, der größer ist als alles. Gott hat an Ostern mit Jesus endgültig begonnen, alles gut zu machen.

Das Licht ist stärker als die Dunkelheit und Gott ist stärker als der Tod.

Gott macht alles gut in seiner Zeit, am achten Tag.

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Die gute Nachricht

Das Wort Evangelium hast du bestimmt schon mal gehört.

Es ist ein griechisches Wort und man kann es ins Deutsche übersetzen: Evangelium heißt gute Nachricht.

Unsere Geschichte heute hat der Evangelist Johannes aufgeschrieben und sie spielt in Jerusalem.

Am Abend des Ostertages versammeln sich die Jünger und Jüngerinnen in einem großen Raum in Jerusalem.

„Schließ die Tür, Philipp“, sagt Petrus.

„Warum?“ fragt Philipp.

„Es soll niemand mitbekommen, dass wir uns hier versammelt haben“, antwortet Petrus.

„Wir sind die Jünger und Jüngerinnen von Jesus“, fügt Jakob hinzu, „Wir haben Feinde hier in Jerusalem.“

Also schließt Philipp die Tür.

Die Jünger und Jüngerinnen reden miteinander.

Sie sprechen über das, was sie mit Jesus erlebt haben.

Sie beten miteinander.

Und plötzlich ist Jesus in ihrer Mitte.

Jesus sagt: „Der Friede sei mit euch!“

Jesus zeigt ihnen die Stellen an seinen Händen und an seiner Seite, wo man noch die Narben seiner Wunden sehen kann.

Die Jünger und Jüngerinnen freuen sich, dass Jesus mitten unter ihnen ist.

Jesus sagt: „Erzählt den Menschen von Gott, unserem Vater, wie ich es getan habe. Verkündet ihnen die gute Nachricht: Gott wird alles gut machen!“

Jesus haucht sie an und sagt: „Ich schenke euch meinen Heiligen Geist. Er wird immer bei euch sein.“

Ein Jünger fehlt übrigens (Judas ist dabei nicht gemeint).

Welcher Jünger ist das wohl?

Es klopft. Zuerst sind die Jünger und Jüngerinnen etwas erschrocken, aber dann hören sie das vereinbarte Klopfzeichen.

Es ist einer von ihnen!

Jakob öffnet die Tür.

Es ist Thomas!

Er sagt: „Ich komme ein bisschen spät, ich war noch einkaufen, schaut mal, was ich euch mitgebracht habe …“

„Wir haben Jesus gesehen!“

rufen ihm die anderen Jünger und Jüngerinnen zu,

„Du hast etwas verpasst!“

Was wird Thomas den anderen Jüngern und Jüngerinnen antworten?

Thomas sagt:

„Wenn ich nicht die Stellen an Jesu Händen gesehen habe, wo man die Narben von seinen Wunden sieht, und wenn ich nicht die Narbe an seiner Seite berührt habe, glaube ich gar nichts!“

Warum der Thomas wohl den anderen Jüngern und Jüngerinnen nicht geglaubt hat?

Wie es ihm wohl dabei ergangen ist und was er sich gedacht hat?

Eine Woche später versammeln sich die Jünger und Jüngerinnen wieder.

Sie reden miteinander.

Sie sprechen über das, was sie mit Jesus erlebt haben.

Sie beten miteinander und Thomas ist dabei.

Da ist Jesus plötzlich wieder in ihrer Mitte.

Jesus sagt: „Der Friede sei mit euch!“

Jesus sagt:

„Komm her, Thomas. Sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und berühre meine Seite. Glaube auch du, Thomas, und vertraue auf Gott!“

Thomas antwortet Jesus:

„Du bist mein Herr und mein Gott, Jesus!“

Jesus sagt:

“ Du kannst glauben, weil du mich gesehen hast. Glücklich sind aber, die mich nicht sehen und doch glauben!“

Thomas durfte Jesus sehen.

Aber der Evangelist Johannes schrieb die Geschichte für seine Leute damals, denen es so ging wie es uns geht:

Wir glauben, obwohl wir Jesus nicht sehen.

Und Jesus meint: Die gute Nachricht glauben macht glücklich!

Die gute Nachricht lautet:

Das Gute ist stärker als das Böse, das Leben ist stärker als der Tod. Gott wird alles gut machen.

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Der Vater im Himmel

Nächste Woche ist der Donnerstag ein Feiertag und es ist keine Schule.

Ganz viele kennen den Feiertag unter dem Namen „Vatertag“, aber noch viel älter ist ein anderer Name:

Christi Himmelfahrt.

„Christi Himmelfahrt“ bedeutet „Jesu Himmelfahrt“.

Geht es eventuell darum, dass Jesus so etwas wie der erste Astronaut war?

Das ist sehr unwahrscheinlich.

Was ist hier überhaupt mit Himmel gemeint?

Ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken?

Oder irgendeine ferne Galaxie im Universum?

Der Feiertag „Christi Himmelfahrt“ will uns sagen:

Jesus ist bei Gott, dem Vater.

Und den Ort, wo Gott ist, den nennt die Bibel schon auch Himmel, aber damit sind weder die Wolken noch eine ferne Galaxie gemeint.

Der Himmel, in dem Gott wohnt, ist unerreichbar fern und trotzdem ganz nah.

Und man kann davon kein Bild machen, so wie man von Gott kein Bild machen kann.

Lukas beim Kibiwe 2017

Es gibt zu diesem Feiertag eine Geschichte in der Bibel, die uns Lukas erzählt.

Lukas hat nämlich nicht nur ein Evangelium geschrieben, in dem er Geschichten über Jesus erzählt, sondern auch ein zweites Buch, in dem er erzählt, wie es mit den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Tod und Auferstehung weiterging.

Wir nennen dieses Buch Apostelgeschichte.

Lukas erzählt:

Vierzig Tage waren seit dem Ostertag vergangen und Jesus, der Auferstandene, erschien seinen Jüngern und Jüngerinnen und ging mit ihnen auf den Ölberg.

„Bleibt in Jerusalem,“ sagte Jesus, „und wartet dort, bis ich euch meinen Geist sende. Ihr sollt allen Menschen die gute Nachricht verkünden, dass Gott alles gut macht.“

„Das Reich Gottes?“ fragten die Jünger und Jüngerinnen aufgeregt, „Kommt jetzt dein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit?“

„Das hat schon begonnen,“ sagte Jesus, „Aber wann es vollendet sein wird, das weiß nur der Vater im Himmel.“

Und dann sahen sie Jesus nicht mehr.

Die Jünger und Jüngerinnen wussten:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

Trotzdem schauten die Jünger und Jüngerinnen automatisch nach oben in den Wolken – und Sternenhimmel.

Plötzlich standen bei ihnen zwei Männer mit strahlend weißen Gewändern.

„Was schaut ihr da rauf?“

fragten die Männer mit den strahlend weißen Gewändern.

„Am Ende der Zeit wird dieser Jesus wiederkommen.

Geht nach Jerusalem und wartet dort auf den heiligen Geist, den Jesus euch versprochen hat.“

Und so gingen die Jünger und Jüngerinnen zurück nach Jerusalem.

Christi Himmelfahrt und der Vatertag haben also schon etwas miteinander zu tun.

An Christi Himmelfahrt erinnern wir uns daran:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

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Ein himmlisches Geschenk

Heute erzähle ich dir die Geschichte von Pfingsten.

Dazu gibt es eine Geistergeschichte aus der Bibel!

Lukas hat sie aufgeschrieben und wir finden sie, wie die Geschichte von Christi Himmelfahrt, in seinem zweiten Buch, der Apostelgeschichte.

Nachdem Jesus zu seinem Vater im Himmel gegangen war, kehrten die Jünger und Jüngerinnen nach Jerusalem zurück.

Sie versammelten sich genau in dem gleichen Raum, in dem sie mit Jesus das letzte Abendmahl gefeiert hatten, und warteten dort.

Sie beteten viel und lasen in der Bibel.

Maria, die Mutter Jesu, war auch mit dabei.

Inzwischen waren schon fünfzig Tage seit dem Ostertag vergangen (und für diejenigen, die es genau wissen wollen: zehn Tage seit Christi Himmelfahrt).

Schon früh am Morgen war in Jerusalem eine Menge los.

Menschen aus vielen verschiedenen Ländern waren nach Jerusalem gekommen, denn an diesem Tag fand ein großes Fest in Jerusalem statt.

Plötzlich kam ein heftiger Sturm vom Himmel.

Er erfüllte das ganze Haus, in dem die Jünger und Jüngerinnen waren.

Dann fielen Feuerzungen vom Himmel und auf jeden der Jünger und Jüngerinnen ließ sich so eine Flamme nieder.

Normalerweise wäre das ein Fall für die Feuerwehr, nicht wahr?

Die Jünger und Jüngerinnen verließen den Raum und liefen auf die Straße.

Nicht weil sie Angst bekommen hätten oder die Feuerwehr holen wollten.

Im Gegenteil!

Alles, was sie jetzt wollten, das war, all diesen Menschen aus den vielen verschiedenen Ländern von Jesus zu erzählen.

Und das hörte sich ungefähr so an:

„Jesus is Christ! God raised him from death! Halleluja!“

„Gesù è il Cristo! Dio lo ha risuscitato dalla morte!”

“Iesus Christus est! Deus illum excitavit ex mortuis!”

“Jésus est le Christ! Dieu l’a ressuscité de la mort!”

“Ο Ιησούς είναι ο Χριστός! Ο Θεός τον ανέστησε από τους νεκρούς!”

Alle Jünger und Jüngerinnen redeten gleichzeitig.

Vermutlich sprachen die Jünger und Jüngerinnen nicht ganz akzentfrei. Von daher ist es vollkommen korrekt, dass ich es auch nicht schaffe …

Die Leute aus den vielen verschiedenen Ländern wunderten sich:

“Das sind doch nur einfache Menschen vom Land.

Warum kann sie jeder in seiner Muttersprache über diesen Jesus reden hören?”

Andere Leute aber lachten und sagten:

“Die sind alle stockbesoffen!”

Da hielt Petrus eine Rede.

Er sagte:

“Das stimmt nicht, diese Menschen hier” – er meinte die Jünger und Jüngerinnen – “sind nicht betrunken, es ist doch erst Vormittag.

Nein, Gott hat uns seinen Heiligen Geist geschenkt.

Dieser Geist wohnt jetzt in unseren Herzen.

Und jetzt hört zu:

Jesus, der gekreuzigt wurde, ihn hat Gott von den Toten auferweckt!

Jesus lebt und er hat uns seinen Geist geschenkt, der uns lebendig macht!

Diese gute Nachricht wollen wir allen Menschen verkünden!”

“Und was sollen wir tun?” fragte jemand.

“Auch ihr sollt diese gute Nachricht glauben und auf Gott vertrauen, der auch euch Leben nach dem Tod geben will.

Lasst euch taufen und mit diesem heiligen Geist beschenken!”

sagte Petrus.

Als die Jünger und Jüngerinnen abends wieder ins Haus zurückkehrten, waren plötzlich viele neue Leute dazu gekommen.

Sie sagten:

“Wir glauben auch an Jesus und vertrauen darauf, dass Gott uns Leben nach dem Tod schenken wird.

Und wir spüren: Der Heilige Geist ist in unseren Herzen.

Wir wollen auch allen Menschen von diesem Jesus erzählen.”

War das jetzt eine echte Geistergeschichte?

Du sagst vermutlich:

Nein.

Aber in der Geschichte kam doch der Heilige Geist vor!

Dann ist es doch eine Geistergeschichte, oder?

Du hast recht.

Es ist keine Geistergeschichte, weil der Heilige Geist eben kein Gespenst ist.

Wenn wir sagen, dass wir begeistert sind, dann meinen wir nicht, dass wir von einer Horde von Gespenstern umgeben sind.

Wir sagen, dass wir begeistert sind, wenn wir von etwas komplett überzeugt sind.

So ist es ja auch bei den Jüngern und Jüngerinnen in der Geschichte der Fall.

Sie sind komplett von Jesus überzeugt.

Wenn wir sagen, dass eine Klasse einen guten Teamgeist hat, dann meinen wir nicht, dass ein Klassenkamerad ein Gespenst ist.

Wir wollen damit sagen, dass die Klasse gut zusammenhält und zusammenarbeitet.

So ist es ja auch bei den Jüngern und Jüngerinnen in der Geschichte der Fall.

Sie streiten nicht und halten zusammen.

Wenn wir Geist sagen, dann meinen wir ganz oft eben kein Gespenst und auf alle Fälle gilt das für den Heiligen Geist.

Er wohnt in den Herzen der Menschen und definitiv nicht in irgendeinem Kellerverlies.

Manchmal wird der heilige Geist mit Atem verglichen.

Erinnerst du dich an die Geschichte, wo Jesus die Jünger und Jüngerinnen anhaucht?

Man kann sich ja bei so was anstecken, nicht wahr?

Jesus steckt die Jünger und Jüngerinnen mit seinem Heiligen Geist an und be-geistert sie.

Auf unserer Kindergottesdienstkerze ist eine Taube für den Heiligen Geist drauf.

Manchmal wird der heilige Geist mit einer Taube verglichen, weil er von Gott gesandt wird und unsere Verbindung mit Gott und Jesus ist, die niemals abreißt.

Lukas vergleicht den Heiligen Geist mit einem Sturm, der vom Himmel kommt, und so etwas wie frischen Wind bringt.

Damit will er sagen:

Der Heilige Geist bringt die Jünger und Jüngerinnen in Bewegung und macht sie lebendig.

Lukas vergleicht den Heiligen Geist mit Feuer.

Die Jünger und Jüngerinnen sind Feuer und Flamme für Jesus und brennen darauf, allen Menschen von Jesus zu erzählen.

Und natürlich wusste Lukas, dass man das nicht wörtlich verstehen darf und nach der Feuerwehr rufen muss.

Sonst hätten doch die Leute damals in Jerusalem zu den Jüngern und Jüngerinnen gesagt:

“Sehr interessant, das alles, was du über Jesus erzählst, aber — dein Kopf brennt!”

Jetzt weißt du, was wir an Pfingsten feiern, und du weißt, was gemeint ist, wenn wir vom Heiligen Geist reden.

Wenn du diesem Link folgst, dann kommst du zum Pfingstgruß unserer Pfarrei vom letzten Jahr. Da haben ganz viele Menschen sich Gedanken gemacht, wo sie heute den Heiligen Geist erleben.