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Die Geschichte vom Schatz im Acker

Wohin nur mit den ganzen leeren Klopapierrollen? Diese Frage trieb mich in den letzten Tagen um.

Auf dieser Seite finden sich haufenweise tolle Bastelideen (Ja, ich weiß, ihr würdet jetzt lieber mit Oma und Opa basteln, das kommt wieder!). Ich habe mich gleich dran gemacht und meine erste Figur aus einer Klorolle gebastelt. Und jetzt könnt ihr sehen, was meine Figur heute so erlebt hat!


Hier kannst du dir anhören, was diesem Mann passiert ist!

Zu dieser Geschichte gibt es auch ein Spiel. Das Material dafür kannst du dir hier herunterladen.

Was du dazu noch brauchst sind ganz normale Spielfiguren und ein Würfel. Viel Spaß!

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Der Tempel in Jerusalem

Zur Zeit Jesu stand in Jerusalem der Tempel. Er war das wichtigste Heiligtum der Juden. Aber diesen Tempel gibt es nicht mehr. Im Jahr 70, also wenige Jahrzehnte nach Jesus, gab es einen Aufstand in Israel. Die Menschen lehnten sich dort gegen die Römer auf, zu deren Weltreich eben auch ihr Land gehörte. Die Römer schlugen den Aufstand nieder und dabei wurde auch der Tempel zerstört und nie wieder aufgebaut. Wenn du magst, findest du unter diesem Link ein Bild, wie schön und groß der Tempel war:

Klick – und schon zeigt dir Wikipedia den Tempel

Ich habe mir den Tempel aus Lego nachgebaut. So schaut er aus:

Machen wir einen Rundgang.

Das ganze Gelände war mit einer Säulenhalle umgeben. Wenn man das Gelände betrat, dann kam man auf einen riesigen Hof. Auf diesem Hof befand sich ein Markt und Händler. Hier konnte man alles kaufen, was man brauchte, um Gott ein Opfer darzubringen.

Man konnte Schafe und Tauben kaufen.
Man konnte sein Geld wechseln, weil man nur mit besonderen Geld die Opfergaben kaufen durfte.

Wer jetzt weitergehen wollte ins Innere des Tempels, der musste Jude sein. Für alle anderen (grüne Figuren) war der Zutritt streng verboten.

Für die jüdischen Frauen (rote Figuren) war im nächsten Hof der Weg zu Ende. Ab jetzt durften nur noch jüdische Männer (blaue Figuren) weiter gehen.

Auch für die war dann Schluss. Den Bereich um den Opferaltar (graue Legosteine) durften nur Priester (gelbe Figuren) betreten.

Am gelben Dach erkennst du den Tempel selbst. Da durften die Priester nur hinein, wenn sie einen Dienst zu verrichten hatten. Was war im Tempel drin?

Bei meinem Tempel kann man das Dach aufklappen. Also dann!

Ein Vorhang trennte im Tempel den vorderen Bereich vom hinteren Bereich.

Im vorderen Bereich verrichteten die Priester ihren Dienst. Hinter dem Vorhang hatten sie nichts verloren. Dieser Bereich wird Allerheiligstes genannt und er war – leer.

War er wirklich leer? Er war, nach dem Glauben der Juden, von Gottes Gegenwart erfüllt. Hier wohnte Gott.

Aber Gott, das weißt du und das wussten die Juden, den kann man nicht sehen.

Wer sind denn die schwarzen Figuren? Das sind die Römer. Sie verstanden die Juden nicht. In einen Tempel gehört doch eine Statue von Gott! Aber so lange man jeden Tag ein Opfer für den Kaiser darbrachte, schützen sie den Tempel. Erst im Jahr 70, als die Juden sich weigerten, für den Kaiser zu opfern und eben den Aufstand machten, da eroberten die Römer Jerusalem und zerstörten den Tempel.

Morgen gibt es eine Geschichte von Jesus, die in Jerusalem spielt, übrigens.

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Das wichtigste Gebet

Das kennst du bestimmt – es ist das Vaterunser. Warum das Vaterunser das wichtigste Gebet für uns Christen ist?

Also dann!

(Diesmal ist es so, dass die Geschichte bei den Bildern steht und das, was du hören kannst, einfach ein paar Gedanken zum Vaterunser sind. Die Geschichte zum Vaterunser findest du bei Lukas im 11. Kapitel)

Die Jünger und Jüngerinnen erlebten, dass Jesus ganz oft betete. Sie wollten gerne wissen, was Jesus Gott so sagen würde …
… deshalb fragten sie Jesus: „Was sagst du zu Gott, Jesus? Wir wollen so wie du mit Gott sprechen!“ Das tat Jesus und er sagte: „Wenn ihr so wie ich mit Gott reden wollt, dann sagt: …
Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name
dein Reiche komme
dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen
denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wenn wir also das Vaterunser sprechen, dann beten wir so, wie Jesus gebetet hat. Deshalb ist das Vaterunser für uns Christen das wichtigste Gebet.

Achja, ich wollte ja noch erklären, was es mit dem Glockengeläut abends um 19.30 auf sich hat.

In ganz Deutschland läuten in diesen Tagen um 19.30 alle Kirchenglocken. Alle sind dann eingeladen, dort wo sie gerade sind, das Vaterunser zu beten. Gemeinsam so zu beten, wie Jesus gebetet hat.

Ich habe heute Abend den Wecker am Handy gestellt, so habe ich es nicht verpasst.

Magst du dabei auch mitmachen?

Vielleicht hast du ja Lust und magst ein Suchsel zum Vaterunser machen (Manche von euch kennen es aber schon). Bitteschön:

Bis morgen!

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Jesu Beitrag zu einer biblischen Talkshow

Du kennst Talkshows, oder? Leute diskutieren miteinander und das Publikum hört zu.

Ok, zur Zeit Jesu gab es noch kein Fernsehen und man nannte das auch nicht Talkshow, aber die Leute haben damals auch gerne diskutiert. Speziell geschah das am Sabbat, dem heiligen Tag, an dem alle frei hatten. Dann diskutierte man in den Synagogen, den Gotteshäusern der Juden.

Und wir sind gleich mittendrin.

Gott sei Dank hat der Schriftgelehrte nicht das ganze Gesetz aufgesagt. Das wäre ziemlich lang. Nein, er wählte eine ziemlich gute Zusammenfassung:

Bei einer Diskussion gibt man aber nicht so schnell klein bei.

Es geht also weiter!

Ein Samariter – wir erinnern uns! Samariter, das waren die Leute, die von den Juden verachtet wurden. Spätestens jetzt dürfte dem Schriftgelehrten der Hut hochgegangen sein. Jesus lässt die Priester und Diener im Tempel schlecht aussehen und bringt einen Samariter als Helfer.

Jesus provoziert!

Und lädt so nebenbei seine Leute damals und auch uns auf, über den Tellerrand hinauszusehen und Vorurteile zu hinterfragen.

Ich glaube, die Geschichte ist noch heute superaktuell.

Auf alle Fälle können wir uns jetzt vorstellen, was Jesus in diesen Tagen in einer Talkshow sagen würde, wenn man ihn einladen würde.

Morgen startet diese Homepage eine Challenge für euch. Macht euch bereit!

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Jesus zieht nach Jerusalem ein

Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche. Diese Woche ist sehr speziell, aber das werden wir vermutlich erst am Ende der Woche so richtig rausbekommen.

Am besten, wir legen gleich los mit der Geschichte vom Palmsonntag.

Die Jünger und Jüngerinnen erinnerten sich nämlich an eine alte Erzählung im AT. Die findet man beim Propheten Sacharja im 9. Kapitel. Da ist von einem armen und bescheidenen König die Rede, der den Frieden bringen will. Sacharja hat gesagt, dass der König auf einem jungen Esel nach Jerusalem kommen würde.

Ein junger Esel, der noch nie jemanden getragen hat (wie es Markus erwähnt), und der jetzt einfach den Jesus auf sich reiten lässt, das ist nicht das Normale, übrigens.

Die Heilige Woche beginnt also damit, dass Jesus uns auffordert ihn als König anzunehmen, und sie wird uns endgültig klar machen, was das bedeutet.

Danke an Manuela, Johannes und Christina, dass ich ihre Musikaufnahme benützen darf.

Ich würde so gerne Palmsonntag richtig feiern. Aber es wird irgendwann wieder alles gut.

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Aufruhr im Tempel

Kannst du dich noch an den Beitrag mit dem Tempel aus Lego erinnern? Oder möchtest du ihn dir noch einmal anschauen (er ist auf einigen der vorhergehenden Seiten)? Um diesen Tempel geht es nämlich heute.

Der Tempel zur Zeit Jesu war tatsächlich neu und so prächtig wie noch nie gebaut worden. Und der Bau hat wirklich 46 Jahre gedauert.

Im Vorhof der Heiden war ein Markt, auf dem man alles kaufen konnte, was man als Opfer darbringen wollte. Die Priester kontrollierten auch, dass die Händler nur einwandfreie Ware verkauften.

Das Ganze ist natürlich nichts für Vegetarier, man erhielt nämlich einen großen Teil des Fleisches zurück um es zur Ehre Gottes zu verzehren. Das alles ist es uns fremd und es hat ziemlich viel mit Jesus zu tun.

Schon viele Menschen vor Jesus hatten immer wieder gemahnt, dass es vor Gott auf das ankommt, was im Herzen ist, nicht auf riesige Opfergaben für Gott.

Jesus hat das wirklich gesagt! Johannes meint, er hätte damit seinen Tod und seine Auferstehung gemeint. Auf alle Fälle war es ein gefährlicher Satz. Die Priester waren überhaupt nicht begeistert davon.

Der Tempel wurde von den Römern geschützt. Und Aufruhr mochten sie überhaupt nicht. So ein Zustand wie jetzt – jeder bleibt zu Hause – das wäre das Ideal für die Römer gewesen.

Am traurigsten in den Evangelien finde ich die Geschichte von Judas, der Jesus verraten hat. Es gibt ein paar Vermutungen, warum Judas das gemacht hat, aber tatsächlich weiß es niemand.

Außer Gott.

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Ein Abend in Betanien

Vermutlich werden wir in einigen Wochen alle wie die Yetis ausschauen: Alle Friseure haben geschlossen, Haare schneiden, färben oder Strähnchen machen, das ist nicht drin.

Zur Zeit Jesu galt es als gute Haarpflege, das Haar mit duftendem Öl oder Salben zu pflegen. Andere Zeiten – andere Sitten!

Und dann gibt es eine tiefere Symbolik für duftendes Öl.

Aber fangen wir doch einfach von vorne an.

Narden sind Pflanzen, die in Indien beheimatet sind. Ein ziemlich teures Produkt, das von weit, weit weg importiert werden musste! 300 Denare, das war fast das Jahresgehalt für einfache Leute, wie Jesus und viele seiner Jünger es waren.

Wollte die Frau Jesus die Haare pflegen? War sie eine Friseuse? Nein. Sie dachte an etwas ganz anderes.

Ich habe ja schon gesagt, dass das Salben des Kopfes mit Öl noch eine tiefere Bedeutung hatte, damals:

Früher in Israel wurde man nicht König, weil man eine Krone aufbekam, sondern weil man auf dem Kopf mit duftendem Öl gesalbt wurde.

Der Duft des Öls erinnerte an Gott, den man nicht sehen kann wie den Duft des Öls, der aber trotzdem bei den Menschen ist. Man sagte, dass der Geist Gottes so beim König sei.

Und „Christus“ heißt auf Deutsch „der Gesalbte“.

Die Frau hatte sich also einiges bei dem gedacht, was sie da tat. Eine starke Geste, muss man sagen!

Die Frau hat große Erwartungen an Jesus.

Jesus korrigiert alle, seine Jünger und Jüngerinnen und die Frau.

Er nimmt ihr Geschenk an, aber er deutet es um: Auch die Toten wurden mit duftendem Öl gesalbt.

Er wird ihre Erwartung nicht erfüllen, nicht so, wie sie es wünscht. Er wird andere Erwartungen erfüllen.

So wie das duftende Öl den Geruch des Todes vertreibt, so ist er tatsächlich der, der den Tod besiegen wird, indem er stirbt.

Schwierig?

Merk dir einfach: Salbung ist immer gut. Es pflegt die Hände und das Gesicht, es hilft gegen Sonnenbrand.

Jesus ist wie eine gute Creme in allen Lagen. Er ist der Christus, der Gesalbte.

Und: Wir gehen auf den Karfreitag zu.

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Pascha in Jerusalem

Natürlich habt ihr das letzte Bild gestern sofort erkannt: Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl!

Und ganz viele von euch wissen: In den Evangelien steht, dass dieses letzte Essen Jesu mit seinen Jüngern ein Paschamahl war.

Also dann. Hier kommt die Geschichte.

Lukas erzählt, es wären Johannes und Petrus gewesen, die Küchendienst hatten.

Eine Tischdecke
Ungesäuertes Brot
Bitterkräuter
grüne Kräuter
Wurzelgemüse
Salzwasser und Wein
Das Paschalamm

Ja, ihr habt richtig gezählt. Da sitzen mehr als 12 Jünger und Jüngerinnen am Tisch. Bei Markus nämlich müssen es mindestens 14 Jünger gewesen sein. Wer es nicht glaubt – aufmerksam selber nachlesen! Ein Schüler meiner 4. Klasse letztes Jahr hat da besser aufgepasst und mitgezählt als Theologen 2000 Jahre vorher.

Warum Markus ein ganz besonderer Evangelist ist, das will ich morgen kurz erklären.

Hat es funktioniert? Ja, es hat funktioniert: Noch heute denken wir bei jeder Feier des Abendmahles, bei jeder Eucharistiefeier an Jesus und es wird getan, was er uns damals aufgetragen hat.

Jetzt versteht ihr, warum diese Feier für Christen so superwichtig ist: Weil Jesus es uns aufgetragen hat.

Danke an Manuela, Johannes und Christina, dass ihr die Musik mit uns teilt!

Das Paschamahl endet nicht so fröhlich, wie es begonnen hat. Judas tut, was er vorhat.

Dass Petrus der war, der das Schwert zog, das erzählt Johannes.

Morgen geht es weiter. Wir werden Petrus noch einmal sehen und dann eine ganz bestimmte Gruppe von Jesu Jüngern.

Bis dahin – bleibt gesund!

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Es geht um Alles an diesem Tag

Jesusgeschichten wurden schon bald nach Jesu Tod und Auferstehung aufgeschrieben. Aber die Geschichte von Jesu Tod? Das traute sich wohl keiner.

Und dann kam Markus und schrieb ein erstes Evangelium vom Anfang bis zum Ende. Und das macht Markus so besonders.

Deshalb will ich euch die Geschichte von Jesu Tod so wie er erzählen: Ruhig und sachlich.

Markus will uns nicht nur sagen, dass Jesus wirklich am Kreuz starb.

Er will, dass wir uns für Jesus entscheiden. Aber er erzählt knallhart, was das bedeutet.

Frage an alle: Was soll Jesus antworten? Was wäre sinnvoll? Wie könnte er der Sache entkommen?

Hat er aber nicht gemacht.

Ihr kennt inzwischen Jesus und ihr wisst, wie er drauf ist.

Der Hohepriester kann diesen Menschen nicht zulassen, der sagt, er rede im Namen Gottes.

Und so musst auch du dich entscheiden, wem du folgst.

Aber Scheitern ist normal. Schau, was Petrus sich leistet:

Jetzt kommen die Römer ins Spiel, die politischen Machthaber in Israel. Der römische Kaiser hatte Pontius Pilatus eingesetzt, um für Ruhe und Ordnung dort zu sorgen.

Ruhe und Ordnung ist das Eine, aber ist Pilatus auch gerecht?

Ein Gesalbter ist ein Christus ist ein König. Und schon ist es Politik.

Und wieder sind wir dabei, Jesus einzuflüstern: Jesus, sag einfach, dass du kein König bist.

Aber – er ist doch ein König, glauben wir das nicht? Haben wir das nicht am Palmsonntag gefeiert?

Naja, jetzt könnt ihr euch schon ausrechnen, was Jesus sagen wird.

Pilatus merkt, dass er nur benützt werden soll. Aber nicht mit ihm. Er dreht den Spieß um. Machtspielchen beherrscht er von Kindesbeinen an. Ihm geht es nicht um Gerechtigkeit. Es geht ihm nur um Macht.

Und so hat Pilatus Jesus zum Tod verurteilt und es war nicht mal 9.00 vormittags.

Das, sagt Markus, ist das, was von Superhero Jesus zu erzählen ist. Er stirbt am Kreuz wie ein Verbrecher, seine Jünger haben ihn verlassen.

Nur ein Fremder, ein römischer Hauptmann, erkennt, wer dieser Jesus wirklich war.

Und Menschen – Frauen – bleiben an seiner Seite, folgen ihm nach.

Das ist die Geschichte Jesu. Markus hat sie bis zum Ende erzählt.

„Wir verkündigen Jesus als den Gekreuzigten! Eine Dummheit! Ein Skandal! Für uns aber Gottes Kraft und Weisheit,“ schreibt Paulus.

Ich kann das nicht verstehen, nur einmal im Jahr: An diesem Tag, an dem es um Alles geht: Karfreitag.

Erklären kann ich es nicht.

Ich hoffe, du kannst es auch irgendwie an diesem Tag einen kurzen Moment erkennen.

Das wünsche ich dir.

Danke an Manuela, Johannes und Christina

Bonusmaterial für Erwachsene. So was Ähnliches habe ich mir auch schon gedacht, aber Prantl traut sich, es zu schreiben:

Was Ostern mit Corona zu tun hat

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Möchtest du als Schaf bezeichnet werden?

Vermutlich nicht.

Aber auf unserer Kindergottesdienstkerze ist ein Schaf drauf. Und wen soll dieses Schaf symbolisieren?

Richtig. Es ist ein Symbol für Jesus.

Darf man das – Jesus als Schaf bezeichnen?

Schauen wir uns ein Schaf mal genauer an.

Opfer ist ein Schimpfwort, nicht wahr?

Heute, am Karsamstag, ist in unserer Küche was Besonderes los. Aber schaut selbst:

Rezepte sind nur dann etwas wert, wenn sie mit der Hand geschrieben sind
Kann man erkennen, was das ist?
Das Eigelb und der Zucker mit dem Esslöffel Wasser werden mit der Küchenmaschine verrührt

Das Eiweiß wird zu Eischnee geschlagen
Die Formen werden eingefettet
Der Teig ist fertig und kommt in die Form
Jetzt wird gebacken
Wie soll man mit Fingerspitzengefühl arbeiten, wenn die Formen noch heiß sind? Jetzt bloß nicht stören!
Fast geschafft. Der Puderzucker muss noch drauf.
Die Osterlämmer sind fertig und warten darauf, am Ostersonntag gegessen zu werden. Das Backen von Osterlämmern ist übrigens nicht meine Aufgabe, wie man an den Bildern unschwer erkennt. Ich durfte nur diskret Aufnahmen machen

Aber halt – woran erkennt man, dass es ein Osterlamm ist? An der Siegesfahne, natürlich! Die wird geschwenkt, wenn man gewonnen hat, und Osterlämmer schwingen ihre Siegesfahnen. Und natürlich fehlt auch auf der Kindergottesdienstkerze nicht die Siegesfahne – schau genau hin!

Das ist die Geschichte vom Lamm, das ein Opfer ist, und das genau deshalb gewinnt.

Das ist die Geschichte von Ostern.

Das ist die Geschichte von Jesu Tod und Auferstehung.

PS: Ja, du darfst Jesus als Schaf bezeichnen. Ein Opfer-Gewinner-Schaf sozusagen. Ein Osterlamm.