Kategorien
1. Klasse 2. Klasse

Der Vater im Himmel

Nächste Woche ist der Donnerstag ein Feiertag und es ist keine Schule.

Ganz viele kennen den Feiertag unter dem Namen „Vatertag“, aber noch viel älter ist ein anderer Name:

Christi Himmelfahrt.

„Christi Himmelfahrt“ bedeutet „Jesu Himmelfahrt“.

Geht es eventuell darum, dass Jesus so etwas wie der erste Astronaut war?

Das ist sehr unwahrscheinlich.

Was ist hier überhaupt mit Himmel gemeint?

Ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken?

Oder irgendeine ferne Galaxie im Universum?

Der Feiertag „Christi Himmelfahrt“ will uns sagen:

Jesus ist bei Gott, dem Vater.

Und den Ort, wo Gott ist, den nennt die Bibel schon auch Himmel, aber damit sind weder die Wolken noch eine ferne Galaxie gemeint.

Der Himmel, in dem Gott wohnt, ist unerreichbar fern und trotzdem ganz nah.

Und man kann davon kein Bild machen, so wie man von Gott kein Bild machen kann.

Lukas beim Kibiwe 2017

Es gibt zu diesem Feiertag eine Geschichte in der Bibel, die uns Lukas erzählt.

Lukas hat nämlich nicht nur ein Evangelium geschrieben, in dem er Geschichten über Jesus erzählt, sondern auch ein zweites Buch, in dem er erzählt, wie es mit den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Tod und Auferstehung weiterging.

Wir nennen dieses Buch Apostelgeschichte.

Lukas erzählt:

Vierzig Tage waren seit dem Ostertag vergangen und Jesus, der Auferstandene, erschien seinen Jüngern und Jüngerinnen und ging mit ihnen auf den Ölberg.

„Bleibt in Jerusalem,“ sagte Jesus, „und wartet dort, bis ich euch meinen Geist sende. Ihr sollt allen Menschen die gute Nachricht verkünden, dass Gott alles gut macht.“

„Das Reich Gottes?“ fragten die Jünger und Jüngerinnen aufgeregt, „Kommt jetzt dein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit?“

„Das hat schon begonnen,“ sagte Jesus, „Aber wann es vollendet sein wird, das weiß nur der Vater im Himmel.“

Und dann sahen sie Jesus nicht mehr.

Die Jünger und Jüngerinnen wussten:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.

Trotzdem schauten die Jünger und Jüngerinnen automatisch nach oben in den Wolken – und Sternenhimmel.

Plötzlich standen bei ihnen zwei Männer mit strahlend weißen Gewändern.

„Was schaut ihr da rauf?“

fragten die Männer mit den strahlend weißen Gewändern.

„Am Ende der Zeit wird dieser Jesus wiederkommen.

Geht nach Jerusalem und wartet dort auf den heiligen Geist, den Jesus euch versprochen hat.“

Und so gingen die Jünger und Jüngerinnen zurück nach Jerusalem.

Christi Himmelfahrt und der Vatertag haben also schon etwas miteinander zu tun.

An Christi Himmelfahrt erinnern wir uns daran:

Jesus ist bei Gott, seinem Vater.