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vierte Klasse

Der christliche Glaube an die Auferstehung

Was die Juden zurzeit des AT über ein Leben nach dem Tod dachten

Was für uns irgendwie ganz selbstverständlich zur Religion dazugehört, das war für die Juden zurzeit des AT undenkbar: Ein Leben nach dem Tod.

Bei ihren Nachbarn, den alten Ägyptern, glaubten alle an ein Leben nach dem Tod: Menschen, sogar Tiere wurden kunstvoll einbalsamiert, um ihnen ein Weiterleben zu ermöglichen.

Die Juden dagegen glaubten eben nicht daran. Als Erfüllung des Lebens galt für sie, alt und lebenssatt zu sterben und Nachkommen zu haben.

Die Frage nach der Gerechtigkeit

Die Juden glaubten an einen einzigen Gott, der gerecht ist.

Und deshalb glaubten sie, dass gute Menschen ein schönes Leben haben und böse Menschen ein schlechtes Leben. Wenn es jemand schlecht ging, dann meinten sie: Vielleicht hat er ja heimlich etwas Böses getan. Gott sieht es trotzdem und bestraft es.

Antiochus ließ sich auf Münzen als Sonnengott Helios darstellen; Fotoquelle: wikipedia commons

Kennst du Antiochus VI?

Sicherlich nicht. Du musst ihn auch nicht kennen. Gut, Antiochus hat das anders gesehen: Er war ein König und hielt sich für einen Gott. Schließlich regierte er ein großes Reich. Zu diesem Reich gehörten auch die Juden. Das war ungefähr 150 Jahre, bevor Jesus lebte. Natürlich hielten ihn die Juden nicht für einen Gott. Es gab ja nur einen einzigen Gott für sie. Antiochus IV. versuchte, die Juden von ihrem Glauben abzubringen. Wer sich gegen ihn stellte, den ließ er hinrichten.

Da stimmt doch was nicht! Gute und tapfere Menschen müssen sterben und feige Menschen dürfen leben.

Aber Gott ist doch gerecht!

Damals begannen die Juden, an ein Leben nach dem Tod zu glauben: Gott wird, darauf vertrauten sie, für Gerechtigkeit sorgen über den Tod hinaus: Er würde die guten Menschen auferstehen lassen nach dem Tod.

Jetzt darfst du Antiochus IV. wieder vergessen, wenn du willst.

Der Glaube an die Auferstehung bei den Juden zurzeit Jesu

Zurzeit Jesu gab es also Menschen in Israel, die glaubten an die Auferstehung, andere nicht.

Jesus glaubte felsenfest an die Auferstehung. Er vertraute Gott, seinem Vater, über den Tod hinaus.

Die Christen und der Glaube an die Auferstehung

Jetzt weißt du, wo Christen ihren Glauben an die Auferstehung her haben. Und Jesus selbst gilt den Christen als „Erstgeborener der Auferstehung“. Deswegen ist seine Auferstehung für Christen so wichtig, dass sie deshalb Ostern feiern.

Ostern feiern

Für Christen ist ein Leben nach dem Tod keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein Wunder, ein machtvolles Eingreifen Gottes.

Christen glauben: Das Ziel unseres Lebens ist nicht der Tod, sondern Gott. Gott, der alles erschaffen hat, wird alles gut machen.