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erste Klasse

Der große Fischfang

Vielleicht warst du schon mal beim Fischen.

Fischen nennt man übrigens alles, egal, ob man mit dem Netz oder mit der Angel, mit dem Eimer oder mit dem Kescher oder auch nur mit den bloßen Händen Fische fangen will.

Beim Fischen gilt:

Einen besonderen Fisch fangen ist besser als einen „normalen“ Fisch fangen.

Einen großen Fisch fangen ist besser als viele kleine Fische.

Und:

Fischer reden sehr gerne darüber, was für große und besondere Fische sie schon gefangen haben.

Ich fange leider nicht viele Fische, aber ich habe dafür die coolsten Angeln weit und breit.

Und natürlich ist es beim Fischen immer gut, wenn man überhaupt etwas fängt.

Unsere Jünger und Jüngerinnen sind wieder zurück am See Gennesaret. Da hat alles angefangen mit Jesus.

So viel haben sie inzwischen mit Jesus erlebt!

Und natürlich freuen sie sich, dass Jesus den Tod besiegt hat.

Aber wie soll jetzt ihr Leben weiter gehen?

Da sitzen sie und langweilen sich.

Petrus sagt: „Ich gehe fischen!“

Die anderen Jünger und Jüngerinnen antworten: „Wir kommen mit!“

Gemeinsam machen sie das Boot klar und fahren los.

Die Sonne geht unter und es wird Nacht.

In der Nacht, das wissen die Jünger, kann man am See Gennesaret am besten Fische fangen.

An einer Stelle, wo immer besonders viele Fische stehen, werfen sie das Netz aus.

Die Jünger und Jüngerinnen sind mucksmäuschenstill und warten leise.

Dann holen sie das Netz wieder ein.

Das Netz ist leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fahren zu einer anderen Stelle im See und werfen wieder das Netz aus.

Die Jünger und Jüngerinnen sind mucksmäuschenstill und warten leise.

Dann holen sie das Netz wieder ein.

Das Netz ist wieder leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fahren zu einer anderen Stelle im See und werfen wieder das Netz aus.

Sie holen das Netz wieder ein und es ist immer noch leer!

Die Jünger und Jüngerinnen fischen die ganze Nacht und fangen nichts.

Am Morgen fahren sie enttäuscht zurück.

Am Ufer sehen sie einen Mann stehen.

Der Mann ruft ihnen zu: „Habt ihr etwas gefangen?“

Die Jünger antworten: „Nein!“

Der Mann sagt: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen!“

Die Jünger und Jüngerinnen machen, was der Mann sagt.

Sie werfen das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus.

Als sie das Netz wieder einholen, da ist das Netz voller Fische!

Während die anderen Jünger und Jüngerinnen mit dem vollen Netz beschäftigt sind, schaut Johannes zum Ufer, wo der Mann steht, der ihnen gesagt hat, dass sie das Netz auf der rechten Seite des Bootes auswerfen sollen.

Johannes ruft: „Es ist Jesus!“

Als Petrus das hört, springt er sofort in den See und schwimmt zu Jesus.

Die anderen Jünger und Jüngerinnen kommen mit dem Boot nach.

Das Netz mit den Fischen ziehen sie hinter sich her.

Als die Jünger und Jüngerinnen bei Jesus sind, sehen sie ein kleines Grillfeuer und Brot.

Jesus sagt: „Bringt von den Fischen!“

Da zieht Petrus das Netz an Land.

Es sind 153 große Fische!

(Petrus muss ziemlich schnell mit dem Zählen sein. Übrigens: Kleine Fische setzt man zurück in den See, damit sie weiter wachsen können)

Die Jünger und Jüngerinnen bringen von den Fischen und Jesus legt sie auf den Grill.

Als die Fische fertig sind, gibt Jesus ihnen von dem Brot.

Und die Fische haben Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen auch gemeinsam gegessen.

Was sie dabei geredet haben?

Das erzählt uns die Geschichte nicht.

Die Jünger und Jüngerinnen waren glücklich, weil sie Jesus sehen durften.

Aber – es war das letzte Mal, dass die Jünger und Jüngerinnen fischen waren.

Kannst du dich noch erinnern, was beim Fischen wichtig ist?

Wenn man fischt, dann will man besondere und große Fische fangen.

Und die Jünger und Jüngerinnen haben erkannt:

Dieser besondere und große Fisch, den sie in ihrem Leben gefangen haben, das ist Jesus!

Und was macht man, wenn man einen besonderen und großen Fisch gefangen hat?

Man redet darüber.

Die Jünger und Jüngerinnen sind nicht mehr zum Fischen gegangen.

Sie haben allen Menschen von Jesus erzählt.

Das war jetzt ihr Beruf.

Der Fisch ist übrigens wirklich ein Zeichen für Jesus.

Manchmal siehst du auch auf Autos einen Aufkleber in Form eines Fisches.

Dieser Aufkleber will sagen: Wir glauben an Jesus.

Auf unserer Kindergottesdienstkerze ist deshalb auch ein Fisch drauf.

Und, kleiner Tipp: Wenn du Leute siehst, die fischen, dann darfst du vielleicht leise zugucken.

Aber frag nicht gleich als Erstes: „Habt ihr etwas gefangen?“

Das darf nur Jesus.

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zweite Klasse

Die gute Nachricht

Das Wort Evangelium hast du bestimmt schon mal gehört.

Es ist ein griechisches Wort und man kann es ins Deutsche übersetzen: Evangelium heißt gute Nachricht.

Unsere Geschichte heute hat der Evangelist Johannes aufgeschrieben und sie spielt in Jerusalem.

Am Abend des Ostertages versammeln sich die Jünger und Jüngerinnen in einem großen Raum in Jerusalem.

„Schließ die Tür, Philipp“, sagt Petrus.

„Warum?“ fragt Philipp.

„Es soll niemand mitbekommen, dass wir uns hier versammelt haben“, antwortet Petrus.

„Wir sind die Jünger und Jüngerinnen von Jesus“, fügt Jakob hinzu, „Wir haben Feinde hier in Jerusalem.“

Also schließt Philipp die Tür.

Die Jünger und Jüngerinnen reden miteinander.

Sie sprechen über das, was sie mit Jesus erlebt haben.

Sie beten miteinander.

Und plötzlich ist Jesus in ihrer Mitte.

Jesus sagt: „Der Friede sei mit euch!“

Jesus zeigt ihnen die Stellen an seinen Händen und an seiner Seite, wo man noch die Narben seiner Wunden sehen kann.

Die Jünger und Jüngerinnen freuen sich, dass Jesus mitten unter ihnen ist.

Jesus sagt: „Erzählt den Menschen von Gott, unserem Vater, wie ich es getan habe. Verkündet ihnen die gute Nachricht: Gott wird alles gut machen!“

Jesus haucht sie an und sagt: „Ich schenke euch meinen Heiligen Geist. Er wird immer bei euch sein.“

Ein Jünger fehlt übrigens (Judas ist dabei nicht gemeint).

Welcher Jünger ist das wohl?

Es klopft. Zuerst sind die Jünger und Jüngerinnen etwas erschrocken, aber dann hören sie das vereinbarte Klopfzeichen.

Es ist einer von ihnen!

Jakob öffnet die Tür.

Es ist Thomas!

Er sagt: „Ich komme ein bisschen spät, ich war noch einkaufen, schaut mal, was ich euch mitgebracht habe …“

„Wir haben Jesus gesehen!“

rufen ihm die anderen Jünger und Jüngerinnen zu,

„Du hast etwas verpasst!“

Was wird Thomas den anderen Jüngern und Jüngerinnen antworten?

Thomas sagt:

„Wenn ich nicht die Stellen an Jesu Händen gesehen habe, wo man die Narben von seinen Wunden sieht, und wenn ich nicht die Narbe an seiner Seite berührt habe, glaube ich gar nichts!“

Warum der Thomas wohl den anderen Jüngern und Jüngerinnen nicht geglaubt hat?

Wie es ihm wohl dabei ergangen ist und was er sich gedacht hat?

Eine Woche später versammeln sich die Jünger und Jüngerinnen wieder.

Sie reden miteinander.

Sie sprechen über das, was sie mit Jesus erlebt haben.

Sie beten miteinander und Thomas ist dabei.

Da ist Jesus plötzlich wieder in ihrer Mitte.

Jesus sagt: „Der Friede sei mit euch!“

Jesus sagt:

„Komm her, Thomas. Sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und berühre meine Seite. Glaube auch du, Thomas, und vertraue auf Gott!“

Thomas antwortet Jesus:

„Du bist mein Herr und mein Gott, Jesus!“

Jesus sagt:

“ Du kannst glauben, weil du mich gesehen hast. Glücklich sind aber, die mich nicht sehen und doch glauben!“

Thomas durfte Jesus sehen.

Aber der Evangelist Johannes schrieb die Geschichte für seine Leute damals, denen es so ging wie es uns geht:

Wir glauben, obwohl wir Jesus nicht sehen.

Und Jesus meint: Die gute Nachricht glauben macht glücklich!

Die gute Nachricht lautet:

Das Gute ist stärker als das Böse, das Leben ist stärker als der Tod. Gott wird alles gut machen.

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dritte Klasse vierte Klasse zweite Klasse

Das leere Grab

Es ist uns nicht so bewusst, aber Licht vertreibt das Dunkel.

Eigentlich ist es egal, ob es die Taschenlampe am Handy, die Sonne am Tag, der Mond in der Nacht oder ganz schlicht das elektrische Licht ist.

Licht besiegt immer die Dunkelheit.

Und so wird in der Osternacht ein Feuer angezündet.

Jesus, so sagt es uns, vertreibt das Dunkle in unseren Herzen.

Denn er ist …

… lassen wir den Evangelisten Johannes erzählen.

Eine seiner genialen Geschichten. Hört und seht.

Am Morgen des dritten Tages, die Sonne geht gerade auf, machen sich die Jüngerinnen auf zum Grab Jesu.

Sie haben ja gesehen, wie Josef von Arimathäa Jesus begraben hat, und sie haben auch gesehen, dass am Abend des Karfreitags nicht mehr genug Zeit war um das zu tun, was zu einem ordentlichen jüdischen Begräbnis gehört:

Den Toten ein letztes Mal mit duftenden Ölen zu salben.

Als sie am Grab sind, sehen sie:

Der Stein vor dem Grab ist weggewälzt und das Grab ist leer!

Die Jüngerinnen laufen zu Petrus und Johannes und sagen:

„Irgendjemand hat Jesus aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben.“

Petrus und Johannes laufen zum Grab.

Johannes ist schneller als Petrus (er ist ja auch jünger), aber er wartet vor dem Grab, bis Petrus kommt.

Petrus schaut sofort ins Grab hinein.

Er sieht die Leinenbinden und auch das Tuch, mit dem das Gesicht Jesu bedeckt war.

Johannes schaut jetzt auch ins Grab:

„Die Leinenbinden und das Tuch sind ordentlich zusammengefaltet“, sagt er.

„Das ist seltsam“, sagt Petrus, „Was meinst du, Johannes?“

Johannes sagt nichts.

Aber ihm kommt ein Gedanke:

Auf wen hat dieser Jesus vertraut?

Hat er nicht auf Gott vertraut, der ihn niemals im Stich lassen wird?

„Gehen wir“, sagt Petrus, „Hier gibt es nichts zu entdecken!“

Und so gehen die beiden Jünger wieder weg.

Maria Magdalena aber ist auch zum Grab zurückgekehrt. Dort steht sie und weint.

Plötzlich wird sie angesprochen: „Frau, warum weinst du?“

Magdalena dreht sich um.

Sie sagt: „Bist du der Gärtner? Hast du Jesus weggenommen? Dann sag mir, wo du ihn hingebracht hast. Ich will ihn holen!“

„Maria!“ sagt Jesus.

„Jesus!“ sagt Maria Magdalena.

„Halte mich nicht fest“, sagt Jesus, „Ich gehe zu Gott, meinem Vater, der auch dein Vater ist. Du aber sag den anderen Jüngern und Jüngerinnen: Jesus lebt!“

Und so läuft Magdalena zu den anderen Jüngern und Jüngerinnen und verkündet ihnen:

„Ich habe Jesus gesehen! Er lebt!“

Wenn du magst, kannst du hier ein schönes Lied anhören, dass Manuela, Johannes und Christina letztes Jahr für uns aufgenommen haben.

Die Woche, in der wir den Tod und die Auferstehung Jesu feiern, heißt „Heilige Woche“.

Und diese Heilige Woche hat nicht nur sieben, sondern acht Tage.

Der Ostersonntag ist der achte Tag.

Er sagt uns:

Es gibt mehr als unsere Zeit. Es gibt mehr als unser Denken. Es gibt Gott, der einfach mehr ist. Jesus hat Gott, seinem und unserem Vater, vertraut, der größer ist als alles. Gott hat an Ostern mit Jesus endgültig begonnen, alles gut zu machen.

Das Licht ist stärker als die Dunkelheit und Gott ist stärker als der Tod.

Gott macht alles gut in seiner Zeit, am achten Tag.

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dritte Klasse

Zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus

Die Sache mit Ostern – dass das Leben stärker ist als der Tod, dass Gott wirklich alles gut macht – davon gibt es einige Geschichten in der Bibel.

Der Evangelist Lukas präsentiert davon die erste überhaupt und setzte damit Massstäbe für andere Evangelisten.

Aber hört und seht selbst, was er erzählt.

Zwei Jünger sind am Abend des Ostertages auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus.

Von Jerusalem nach Emmaus sind es ungefähr elf Kilometer und natürlich reden die Beiden die ganze Zeit über das, was in Jerusalem geschehen ist:

Jesu Tod am Kreuz.

Während sie miteinander reden, kommt ein Fremder und geht mit ihnen mit.

Der Fremde ist Jesus!

Aber – die beiden Jünger erkennen ihn nicht.

Jesus spricht die Beiden an: „Worüber redet ihr da die ganze Zeit?“

Die beiden Jünger bleiben stehen und der eine, er heißt Kleopas, sagt:

„Bist du so fremd in Jerusalem, dass du nicht mitbekommen hast, was da in den letzten Tagen passiert ist?“

Jesus fragt: „Was denn?“

Und die beiden Jünger erzählen:

„Na, das mit Jesus von Nazaret.

Er hat im Namen Gottes gesprochen und Menschen geheilt, aber unsere Hohenpriester haben ihn gefangen nehmen und zum Tod am Kreuz verurteilen lassen.

Wir aber hatten gehofft, dass das Reich Gottes kommen würde und Gott alles gut machen würde.

Heute ist schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist.

Sein Grab ist leer und Magdalena verkündet, Jesus sei von den Toten auferstanden …“

Jesus sagt:

„Versteht ihr denn nicht?

Das alles musste geschehen!

Jesus musste am Kreuz sterben, aber Gott hat ihn auferweckt.

Jesus hat den Tod besiegt!“

So kommen sie nach Emmaus.

Jesus tut, als ob er weitergehen würde, aber die Jünger sagen:

„Bleibe bei uns, Herr! Es ist Abend und die Sonne geht bald unter.“

So geht Jesus mit ihnen in das Haus hinein.

Als sie zusammen am Tisch sitzen, nimmt Jesus das Brot …

… spricht das Dankgebet …

… bricht das Brot …

… da gehen den Jüngern die Augen auf und sie erkennen Jesus!

Und im selben Augenblick sehen sie Jesus nicht mehr.

Aber die Jünger sind nicht traurig, denn sie wissen:

Jesus ist immer noch bei ihnen.

Und die beiden Jünger sagen zueinander:

„Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er mit uns unterwegs war und mit uns redete?“

Und in derselben Stunde brechen sie auf und laufen den Weg nach Jerusalem zurück um den anderen Jüngern und Jüngerinnen zu verkünden, was sie erlebt haben und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach.

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erste Klasse

Das leere Grab

Es ist uns nicht so bewusst, aber Licht vertreibt das Dunkel.

Eigentlich ist es egal, ob es die Taschenlampe am Handy, die Sonne am Tag, der Mond in der Nacht oder ganz schlicht das elektrische Licht ist.

Licht besiegt immer die Dunkelheit.

Und so wird in der Osternacht ein Feuer angezündet.

Jesus, so sagt es uns, vertreibt das Dunkle in unseren Herzen.

Denn er ist …

Am Morgen des dritten Tages, die Sonne geht gerade auf, machen sich die Jüngerinnen auf zum Grab Jesu.

Sie haben ja gesehen, wie Josef von Arimathäa Jesus begraben hat, und sie haben auch gesehen, dass am Abend des Karfreitags nicht mehr genug Zeit war um das zu tun, was damals zu einem ordentlichen Begräbnis gehörte:

Den Toten ein letztes Mal mit duftenden Ölen zu salben.

Als sie am Grab sind, sehen sie:

Der Stein vor dem Grab ist weggewälzt und das Grab ist leer!

Die Jüngerinnen laufen zu Petrus und Johannes und sagen:

„Irgendjemand hat Jesus aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben.“

Petrus und Johannes laufen zum Grab.

Johannes ist schneller als Petrus (er ist ja auch jünger), aber er wartet vor dem Grab, bis Petrus kommt.

Petrus schaut sofort ins Grab hinein.

Er sieht die Leinenbinden und auch das Tuch, mit dem das Gesicht Jesu bedeckt war.

Johannes schaut jetzt auch ins Grab:

„Die Leinenbinden und das Tuch sind ordentlich zusammengefaltet“, sagt er.

„Das ist seltsam“, sagt Petrus, „Was meinst du, Johannes?“

Johannes sagt nichts.

Aber ihm kommt ein Gedanke:

Auf wen hat dieser Jesus vertraut?

Hat er nicht auf Gott vertraut, der ihn niemals im Stich lassen wird?

„Gehen wir“, sagt Petrus, „Hier gibt es nichts zu entdecken!“

Und so gehen die beiden Jünger wieder weg.

Maria Magdalena aber ist auch zum Grab zurückgekehrt. Dort steht sie und weint.

Plötzlich wird sie angesprochen: „Frau, warum weinst du?“

Magdalena dreht sich um.

Sie sagt: „Bist du der Gärtner? Hast du Jesus weggenommen? Dann sag mir, wo du ihn hingebracht hast. Ich will ihn holen!“

„Maria!“ sagt Jesus.

„Jesus!“ sagt Maria Magdalena.

„Halte mich nicht fest“, sagt Jesus, „Ich gehe zu Gott, meinem Vater, der auch dein Vater ist. Du aber sag den anderen Jüngern und Jüngerinnen: Jesus lebt!“

Und so läuft Magdalena zu den anderen Jüngern und Jüngerinnen und verkündet ihnen:

„Ich habe Jesus gesehen! Er lebt!“

Wenn du magst, kannst du hier ein schönes Lied anhören, dass Manuela, Johannes und Christina letztes Jahr für uns aufgenommen haben.

Johannes hatte recht: Jesus hat auf Gott vertraut und Gott hat ihn nicht im Stich gelassen.

Das Licht ist stärker als die Dunkelheit und Gott ist stärker als der Tod.

Die Jünger und Jüngerinnen glauben:

Das gilt nicht nur für Jesus, das gilt auch für uns.

Auch für uns hat Jesus den Tod besiegt.

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Allgemein

Karfreitagsweg 2021 in Neufahrn, 4. Station

Du am Kreuz

Danke an Manuela, Johannes und Christina
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Allgemein

Karfreitagsweg 2021 in Neufahrn, 1. Station

Mit Jesus und untereinander in Verbindung bleiben

Fotoquelle: pixabay

Wusstest du, dass Essen uns an andere Menschen erinnern kann?

Hast du das vielleicht sogar schon einmal erlebt?

Bei uns in der Familie, zum Beispiel, essen wir einmal im Jahr Bonbons und erinnern uns dabei an die verstorbene Oma.

Die hatte nämlich immer welche in ihrem Auto dabei und schenkte sie ihren Enkeln.

Wenn du nun auf den Tisch schaust, an den du dich gerade gesetzt hast, dann siehst du Brot und einen Becher mit Wein.

An wen denkst du dabei?

Das Paschamahl

Jesus war ja mit seinen Jüngern und Jüngerinnen nach Jerusalem hinaufgezogen um dort das Paschafest zu feiern.

Jetzt war der Tag gekommen, an dem das Paschamahl gefeiert werden sollte.

Deshalb fragten die Jünger und Jüngerinnen Jesus: „Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?“

Jesus schickte zwei Jünger los, die das Paschamahl vorbereiten sollten.

Das hatte Jesus den Jüngern gesagt:

„Geht nach Jerusalem hinein.

Dort werdet ihr einen Mann treffen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, und wenn er in ein Haus hineingeht, dann sagt:

Jesus lässt fragen, wo der Raum ist, in dem er das Paschamahl feiern kann?

Dann wird euch der Mann einen Raum zeigen, der schon hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist.

Bereitet dort alles für das Paschamahl vor.“

Wie bereitet man ein Essen vor? Man muss einkaufen gehen, kochen und den Tisch decken.

Das taten die Jünger.

Am Abend kam Jesus mit den anderen Jüngern und Jüngerinnen und sie setzten sich zu Tisch.

Während des Mahles nahm Jesus das Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und gab es seinen Jüngern und Jüngerinnen mit den Worten:

„Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

Nach dem Mahl nahm Jesus den Kelch, sprach das Dankgebet, gab den Kelch seinen Jüngern und Jüngerinnen und sie tranken alle daraus.

Jesus sagte: „Das ist der Kelch des neuen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird.

Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

An wen hast du gedacht, als du das Brot und den Becher Wein gesehen hast?

Auch an Jesus?

Dann hat es funktioniert.

Noch heute erinnern sich die Christen an Jesus, an seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, wenn sie das Brot miteinander teilen.

Dann wissen sie:

Jesus ist bei uns. Wir sind mit ihm und untereinander in Verbindung.

Die Geschichte vom Weizenkorn

Das wichtigste am Brot ist das Getreide.

Damit Getreide wachsen kann, muss man aber Getreidekörner säen.

Und so denken die Christen auch an Jesu Tod und an seine Auferstehung, wenn sie Getreidekörner säen.

Fotoquelle: pixabay

Jesus sagt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, dann bleibt es allein; wenn es aber stirbt, dann bringt es reiche Frucht.“ Joh 12,24

Das Abendmahl beim Kibiwe 2017

Bevor du dein Weizenkorn in die Erde pflanzt und zur nächsten Station weitergehst …

Schreib ein Gebet oder einen Gedanken auf das Tischtuch!

Bleibt mit Jesus und untereinander in Verbindung!

Danke an Manuela, Johannes und Christina, dass ihr die Musik mit uns teilt!
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vierte Klasse

Jesus stirbt am Kreuz

Vor Pontius Pilatus

In der Früh am nächsten Tag wird Jesus zu Pontius Pilatus gebracht.

Der römische Kaiser hat Pontius Pilatus zum Regierungschef in Israel gemacht.

Der römische Kaiser entscheidet, wer König ist und das Land regiert.

„Dieser Jesus will sich zum König machen!“ sagen die Abgesandten des Hohenpriesters.

„Bist du ein König?“ fragt Pilatus Jesus.

Was soll Jesus antworten?

Wenn Jesus sagt: „Nein, ich bin kein König“, dann passiert ihm nichts.

Wenn Jesus sagt: „Ja, ich bin ein König“, dann wird er verurteilt.

Was sagst du?

Ist Jesus ein König?

Jesus sagt:

„Ja, ich bin ein König, aber mein Königreich ist nicht von dieser Welt.“

Die Abgesandten des Hohenpriesters bringen ihre Anklagen gegen Jesus vor.

„Willst du nicht etwas dazu sagen?“ fragt Pilatus Jesus.

Aber Jesus antwortet nicht und schweigt.

Pilatus erinnert sich an einen alten Brauch.

Zum Paschafest wird ein Gefangener begnadigt.

Pilatus lässt noch einen anderen Gefangenen holen, der Barabbas heißt.

Barabbas hat bei einem Aufruhr mitgemacht und dabei sogar einen Menschen ermordet.

Pilatus fragt: „Wen soll ich euch freilassen?“

Sie antworten: „Lass den Barrabas frei!“

Pilatus fragt: „Und was soll ich mit dem König der Juden machen?“

Sie antworten: „Kreuzige ihn!“

Pilatus fragt: „Was für Verbrechen hat er begangen?“

Sie antworten: „Kreuzige ihn!“

Daraufhin lässt Pilatus Barabbas frei und verurteilt Jesus zur Geißelung und zum Tod am Kreuz.

Die Verspottung

Nach der Geißelung ziehen die Soldaten Jesus einen Purpurmantel an.

Sie machen ihm eine Krone aus Dornen, schlagen ihn mit einem Stock auf den Kopf und spuken ihn an.

Dann knien sie sich vor ihn hin und rufen: „Heil dir, König der Juden!“

Danach ziehen die Soldaten Jesus den Purpurmantel wieder aus.

Der Kreuzweg

Damals, zurzeit der Römer, wurden viele Menschen zum Tod am Kreuz verurteilt.

Einer davon war Jesus.

Jesus wird gezwungen sein Kreuz zu tragen.

Die römischen Soldaten bringen ihn zur Stadt hinaus.

Auf dem Weg zu dem Ort, an dem Jesus hingerichtet werden soll, kommt ein Bauer vorbei.

Sein Name ist Simon von Cyrene.

Die römischen Soldaten zwingen Simon von Cyrene, dass er ein Stück des Weges Jesus hilft, das Kreuz zu tragen.

Die Kreuzigung

Der Ort, wo die Soldaten Jesus hinbringen, heißt Golgota, auf Deutsch Schädelhöhe.

Dort kreuzigen sie Jesus.

Es ist ungefähr neun Uhr am Vormittag.

Während Jesus am Kreuz hängt, verteilen die Soldaten die Kleider Jesu und werfen das Los, wer was bekommen soll.

Über dem Kopf von Jesus ist eine Tafel, auf der steht, weswegen Pilatus ihn verurteilt hat: „Jesus von Nazaret, König der Juden.“

Zusammen mit Jesus werden auch zwei Räuber gekreuzigt, der eine rechts, der andere links.

Leute kommen vorbei.

Sie schütteln den Kopf und lachen Jesus aus:

„Rette dich selbst und steig herab vom Kreuz!

Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen.

Der Christus, der König von Israel!

Er soll vom Kreuz herabsteigen, dann wollen wir an ihn glauben!“

Gegen drei Uhr am Nachmittag ruft Jesus mit lauter Stimme:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Dann schreit Jesus laut auf und stirbt.

Als der römische Hauptmann Jesus am Kreuz sterben sieht, da sagt er:

„Wahrhaftig, dieser Jesus war Gottes Sohn.“

Die Jüngerinnen aber sind Jesus von Weitem gefolgt und haben zugesehen, wie Jesus am Kreuz gestorben ist.

Das Begräbnis

Ein Mann mit Namen Josef von Arimathäa möchte nicht, dass Jesus einfach so am Kreuz hängen bleibt.

Deswegen geht er zu Pontius Pilatus und bittet, dass er den toten Jesus vom Kreuz abnehmen und begraben darf.

Nachdem der Hauptmann bestätigt hat, dass Jesus tot sei, erlaubt Pilatus, dass Josef von Arimathäa Jesus vom Kreuz abnehmen und begraben darf.

Josef von Arimathäa nimmt den toten Jesus vom Kreuz ab.

Josef von Arimathäa wickelt Jesus in Tücher und legt ihn in ein Felsengrab.

Er wälzt vor das Grab Jesu einen großen Stein.

Die Jüngerinnen aber beobachten das Begräbnis Jesu von Weitem und sehen, wo Josef von Arimathäa Jesus bestattet hat.

Warum wir uns jedes Jahr an die Geschichte von Jesu Tod erinnern

Einige Sätze aus dem Psalm 22 kommen auch in der Geschichte von Jesu Tod vor. Zugegeben: Nicht der Vergleich mit dem Wurm; Fotoquelle: pixabay

Christen erinnern sich jedes Jahr an die Geschichte von Jesu Tod, weil sie niemals vergessen wollen, wie viel Leid es gibt auf dieser Welt.

Sie glauben: Jesus, dem Sohn Gottes, ist das Leid der Menschen nicht fremd.

Das war Martin Luther besonders wichtig, wie du dich erinnerst: Die Liebe Gottes gibt es gratis!

Christen glauben, dass Jesus für die Menschen gestorben ist.

Für seine Jünger und Jüngerinnen, für den Hohenpriester und Judas, für Pontius Pilatus und und die römischen Soldaten, für alle Menschen auf dieser Welt.

Er hat allen vergeben.

Er kann allen vergeben, auch dir und mir.

„Gott liebt wirklich alle Menschen,“ will uns das Kreuz sagen.

Das Reich Gottes wächst wie Senfkorn, das zu einem großen Baum wird

Christen glauben, dass Jesus im Namen Gottes gesprochen hat und dass er tatsächlich ein König ist und das Reich Gottes, das er verkündet hat, mit ihm begonnen hat und durch nichts mehr aufzuhalten ist.

Am Ostersonntag 2020 gab es keine Gottesdienste. Jemand schrieb die Botschaft von Ostern mitten auf eine Straße in Mintraching.

Christen glauben, dass Jesus Zukunft hat, nicht, weil ihm der Tod erspart geblieben ist, sondern, weil er den Tod überwunden hat.

Das ist die Geschichte von Ostern.

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vierte Klasse

Der letzte Abend Jesu in Jerusalem

Jesusgeschichten wurden schon bald nach Jesu Tod und Auferstehung aufgeschrieben. Aber die Geschichte von Jesu Tod? Das traute sich wohl keiner.

Und dann kam Markus und schrieb ein erstes Evangelium vom Anfang bis zum Ende. Und das macht Markus so besonders.

Deshalb will ich euch die Geschichte von Jesu Tod so wie er erzählen: Ruhig und sachlich.

Markus will uns nicht nur sagen, dass Jesus wirklich am Kreuz starb.

Er will, dass wir uns für Jesus entscheiden. Aber er erzählt knallhart, was das bedeutet.

Das Paschamahl

Der Tag ist gekommen, an dem das Paschamahl gefeiert werden soll.

Die Jünger und Jüngerinnen fragen Jesus: „Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?“

Jesus schickt zwei Jünger los, die das Paschamahl vorbereiten sollen.

Das hat Jesus den Jüngern gesagt:

„Geht nach Jerusalem hinein.

Dort werdet ihr einen Mann treffen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, und wenn er in ein Haus hineingeht, dann sagt:

Jesus lässt fragen, wo der Raum ist, in dem er das Paschamahl feiern kann?

Dann wird euch der Mann einen Raum zeigen, der schon hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist.

Richtet dort alles für das Paschamahl vor.“

Am Abend kommt Jesus mit den anderen Jüngern und Jüngerinnen und sie setzen sich zu Tisch.

Während des Mahles nimmt Jesus das Brot, spricht das Dankgebet, bricht das Brot und gibt es seinen Jüngern und Jüngerinnen mit den Worten:

„Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

Nach dem Mahl nimmt Jesus den Kelch, spricht das Dankgebet und gibt den Kelch seinen Jüngern und Jüngerinnen und sie trinken alle daraus.

Jesus sagt: „Das ist der Kelch des neuen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird.

Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Ich werde nicht mehr mit euch essen und trinken, bis das Reich Gottes vollendet sein wird.“

Auf dem Ölberg

Nach dem Mahl, es ist schon Nacht, machen sie sich auf den Weg zurück nach Betanien.

Jesus sagt: „Ihr werdet euch alle für mich schämen und mich verlassen.“

„Niemals, Jesus“, sagt Petrus, „Ich werde mich niemals für dich schämen oder dich verlassen!“

„Ach, Petrus, sei realistisch“, antwortet Jesus, „bevor morgen früh der Hahn kräht, wirst du dreimal gesagt haben, dass du niemals mein Jünger warst!“

Petrus schüttelt den Kopf.

Auch die anderen Jünger und Jüngerinnen sagen: „Wir werden uns niemals für dich schämen oder dich verlassen.“

Am Ölberg machen sie eine Pause.

Jesus bittet seine Jünger und Jüngerinnen: „Bleibt mit mir wach. Betet mit mir!“

Jesus geht ein Stück weiter und betet: „Vater, ich will nicht, dass mir etwas Schlimmes passiert. Aber dein Wille soll geschehen!“

Nach dem Gebet geht Jesus zu seinen Jüngern und Jüngerinnen und sieht, dass sie alle schlafen.

Jesus fragt: „Petrus, Jakob, Johannes – ihr schlaft? Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wach bleiben?“

Dann hört und sieht Jesus das Geklirr von Waffen und den Schein von Fackeln zwischen den Bäumen.

Bewaffnete Männer kommen und Judas führt sie an.

Judas sagt: „Sei gegrüßt, Jesus!“

Das war das Zeichen, das Judas mit den Bewaffneten ausgemacht hatte:

„Derjenige, den ich begrüße, der ist Jesus. Den müsst ihr festnehmen!“

Und so nehmen die Bewaffneten Jesus fest.

Die Jünger und Jüngerinnen sind plötzlich hellwach.

Es ist nicht so, dass sie sich keine Gedanken gemacht hätten, wie sie Jesus schützen könnten und so hat Petrus über dunkle Kanäle ein Schwert erworben.

Das zieht Petrus jetzt und schlägt damit sinnbefreit einem der bewaffneten Männern ein Ohr ab.

Das ist auch schon sein Ende als Bodyguard von Jesus.

Die Jünger und Jüngerinnen verlassen Jesus und fliehen.

Vor dem Hohenpriester

Die bewaffneten Männer bringen Jesus zum Hohenpriester, dem obersten Priester.

Der Hohepriester gilt als derjenige, der im Namen Gottes spricht.

Menschen treten vor und klagen Jesus an:

„Er hat sich nicht an die Regeln gehalten. Er hat im Tempel randaliert. Er hat gesagt, wir sollen den Tempel niederreißen und er baut ihn in drei Tagen wieder auf.“

Der Hohepriester fragt Jesus: „Hast du zu all diesen Vorwürfen nichts zu sagen?“

Jesus antwortet nicht und schweigt.

Der Hohepriester fragt Jesus:

„Sprichst du im Namen Gottes? Bist du der Gesalbte, der Christus, der Sohn Gottes?“

Was soll Jesus antworten?

Wenn er sagt: „Nein, der bin ich nicht“, dann passiert ihm nichts.

Wenn er sagt: „Ja, der bin ich“, dann wird er verurteilt.

Was sagst du?

Ist Jesus der Gesalbte, der Christus, der Sohn Gottes?

Jesus sagt:

„Ja, der bin ich. Ich sitze zur Rechten Gottes. Am Ende der Zeit werdet auch ihr es sehen.“

Der Hohepriester zerreißt sein Gewand und sagt:

„Damit beleidigst du Gott. Du musst zum Tod verurteilt werden.“

Einige aber spucken Jesus an, bedecken sein Gesicht mit einem Stoff, schlagen ihn und sagen:

„Zeig uns, dass du ein Prophet bist, der im Namen Gottes spricht.“

Im Hof des Hohenpriesters

Petrus ist den bewaffneten Männern und dem gefangenen Jesus heimlich bis in den Hof des Hohenpriesters nachgeschlichen.

Dort ist ein Feuer und Petrus wärmt sich daran.

Eine Dienerin des Hohenpriesters kommt vorbei und bleibt bei Petrus stehen.

Sie sagt: „Du da, du bist doch mit diesem Jesus zusammen!“

Petrus schüttelt den Kopf: „Was redest du da?“

Wenig später kommt die Dienerin wieder am Feuer vorbei.

Zu ein paar Leuten, die dabeistehen, sagt sie: „Da, der ist ein Jünger dieses Jesus!“

Petrus antwortet: „Ich bin kein Jünger dieses Jesus und bin es auch niemals gewesen!“

Da sagt einer von den Leuten, die dabeistehen, zu Petrus:

„Doch, ich kenne dich. Ich habe dich am Ölberg bei diesem Jesus gesehen!“

Petrus sagt: „Verflixt und zugenäht, ich kenne diesen Jesus nicht!“

Bald darauf krähte der …

Da erinnert sich Petrus an das, was Jesus ihm gesagt hatte.

Petrus geht weg und weint bitterlich.

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dritte Klasse

Jesus stirbt am Kreuz

Vor Pontius Pilatus

In der Früh am nächsten Tag wird Jesus zu Pontius Pilatus gebracht.

Der römische Kaiser hat Pontius Pilatus zum Regierungschef in Israel gemacht.

Der römische Kaiser entscheidet, wer König ist und das Land regiert.

„Dieser Jesus will sich zum König machen!“ sagen die Abgesandten des Hohenpriesters.

„Bist du ein König?“ fragt Pilatus Jesus.

Was soll Jesus antworten?

Wenn Jesus sagt: „Nein, ich bin kein König“, dann passiert ihm nichts.

Wenn Jesus sagt: „Ja, ich bin ein König“, dann wird er verurteilt.

Was sagst du?

Ist Jesus ein König?

Jesus sagt:

„Ja, ich bin ein König, aber mein Königreich ist nicht von dieser Welt.“

Die Abgesandten des Hohenpriesters bringen ihre Anklagen gegen Jesus vor.

„Willst du nicht etwas dazu sagen?“ fragt Pilatus Jesus.

Aber Jesus antwortet nicht und schweigt.

Pilatus erinnert sich an einen alten Brauch.

Zum Paschafest wird ein Gefangener begnadigt.

Pilatus lässt noch einen anderen Gefangenen holen, der Barabbas heißt.

Barabbas hat bei einem Aufruhr mitgemacht und dabei sogar einen Menschen ermordet.

Pilatus fragt: „Wen soll ich euch freilassen?“

Sie antworten: „Lass den Barrabas frei!“

Pilatus fragt: „Und was soll ich mit dem König der Juden machen?“

Sie antworten: „Kreuzige ihn!“

Pilatus fragt: „Was für Verbrechen hat er begangen?“

Sie antworten: „Kreuzige ihn!“

Daraufhin lässt Pilatus Barabbas frei und verurteilt Jesus zum Tod am Kreuz.

Die Verspottung

Nach der Geißelung ziehen die Soldaten Jesus einen Purpurmantel an.

Sie machen ihm eine Krone aus Dornen, schlagen ihn mit einem Stock auf den Kopf und spuken ihn an.

Dann knien sie sich vor ihn hin und rufen: „Heil dir, König der Juden!“

Danach ziehen die Soldaten Jesus den Purpurmantel wieder aus.

Der Kreuzweg

Damals, zurzeit der Römer, wurden viele Menschen zum Tod am Kreuz verurteilt.

Einer davon war Jesus.

Jesus wird gezwungen sein Kreuz zu tragen.

Die römischen Soldaten bringen ihn zur Stadt hinaus.

Auf dem Weg zu dem Ort, an dem Jesus hingerichtet werden soll, kommt ein Bauer vorbei.

Sein Name ist Simon von Cyrene.

Die römischen Soldaten zwingen Simon von Cyrene, dass er ein Stück des Weges Jesus hilft, das Kreuz zu tragen.

Die Kreuzigung

Die römischen Soldaten kreuzigen Jesus.

Es ist ungefähr neun Uhr am Vormittag.

Während Jesus am Kreuz hängt, bewachen die Soldaten Jesus.

Über dem Kopf von Jesus ist eine Tafel, auf der steht, weswegen Pilatus ihn verurteilt hat: „Jesus von Nazaret, König der Juden.“

Nach einigen Stunden, es ist ungefähr drei Uhr am Nachmittag, stirbt Jesus.

Als der römische Hauptmann Jesus am Kreuz sterben sieht, da sagt er:

„Wahrhaftig, dieser Jesus war Gottes Sohn.“

Die Jüngerinnen aber sind Jesus von Weitem gefolgt und haben zugesehen, wie Jesus am Kreuz gestorben ist.

Das Begräbnis

Ein Mann mit Namen Josef von Arimathäa möchte nicht, dass Jesus einfach so am Kreuz hängen bleibt.

Deswegen geht er zu Pontius Pilatus und bittet, dass er den toten Jesus vom Kreuz abnehmen und begraben darf.

Nachdem der Hauptmann bestätigt hat, dass Jesus tot sei, erlaubt Pilatus, dass Josef von Arimathäa Jesus vom Kreuz abnehmen und begraben darf.

Josef von Arimathäa nimmt den toten Jesus vom Kreuz ab.

Josef von Arimathäa wickelt Jesus in Tücher und legt ihn in ein Felsengrab.

Er wälzt vor das Grab Jesu einen großen Stein.

Die Jüngerinnen aber beobachten das Begräbnis Jesu von Weitem und sehen, wo Josef von Arimathäa Jesus bestattet hat.

Warum wir uns jedes Jahr an die Geschichte von Jesu Tod erinnern

Karfreitag 2020 in Neufahrn

Christen glauben, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist.

Für seine Jünger und Jüngerinnen, für den Hohenpriester und Judas, für Pontius Pilatus und die römischen Soldaten, für alle Menschen auf dieser Welt..

Er hat allen vergeben.

Er kann allen vergeben, auch dir und mir.

„Gott liebt wirklich alle Menschen,“ will uns das Kreuz sagen.

Christen glauben, dass Jesus im Namen Gottes gesprochen hat und dass er tatsächlich ein König ist und das Reich Gottes, das er verkündet hat, mit ihm begonnen hat und durch nichts mehr aufzuhalten ist.

Am Ostersonntag 2020 gab es keine Gottesdienste. Jemand schrieb die Botschaft von Ostern mitten auf eine Straße in Mintraching.

Christen glauben, dass Jesus Zukunft hat, nicht, weil ihm der Tod erspart geblieben ist, sondern, weil er den Tod überwunden hat.

Das ist die Geschichte von Ostern.